Sardinien (1) – Grotten, Nuraghen und Bosa
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| Autor: | Ludwig Neudorfer |
| Reisezeit: | Mitte bis Ende Mai 2026 |
| Art der Reise: | Rundreise |
| Lesezeit: | 7 Minuten |
1. Tag – Anreise
Für den Zeitraum zwischen dem 21.05. bis 31.05.2026 hatten meine Frau und ich über das Internet bei Studiosus eine Rundreise durch Sardinien gebucht, der zweitgrößten Mittelmeerinsel.
Vor Beginn der Reise erhalten wir auf Wunsch einen Reiseführer und einen Rucksack.
In der Anreise inklusive ist die Fahrt im Bus, mit der S-Bahn und schließlich mit einem Eurowings-Flug von Stuttgart nach Olbia. Nur noch eine weitere Mitreisende trifft mit uns aus Stuttgart kommend in Olbia ein. Der von Studiosus entsandte Bus bringt uns zum Hotel Colonna Beach, einem ganz netten Hotel mit Pool, das allerdings weit von der Stadt Olbia entfernt liegt.

Colonna Beach Hotel; Foto; Elke Neudorfer

Innenhof des Hotels; Foto; Elke Neudorfer
Wir sind die ersten einer 27 Personen umfassenden Studiosus-Gruppe, von denen die meisten im Lauf des Nachmittags eintreffen.
Die Rundreise steht unter dem Motto „Sardinien mit Muße“, was bedeutet, dass der Reisende nur wenige Hotelwechsel auf sich zu nehmen hat. Nachdem wir uns in dem geräumigen Zimmer häuslich eingerichtet haben,

Unser Hotelzimmer: Foto: Elke Neudorfer
planschen wir etwas im Pool, nehmen ein paar Drinks an der Bar zu uns, bis schließlich vor dem Abendessen das Kennenlernen mit der Reiseleiterin und den Teilnehmern der Rundreise, die aus allen Teilen Deutschlands und einige auch aus Luxemburg stammen, ansteht. Die meisten von uns sind zum ersten Mal in Sardinien.

Blick von der Bar auf Pool; Foto: Elke Neudorfer
Zum Abschluss des Tages nehmen wir zum ersten und letzten Mail das Abendessen in diesem Hotel ein, denn am nächsten Tag verlassen wir das Hotel und Olbia.
2. Tag – Costa Smeralda und Fahrt nach Alghero
Porto Cervo
Wir nehmen Kurs auf unsere neue Unterkunft in Fertilia bei Alghero. Unterwegs kommen wir an zahlreichen interessanten Plätzen vorbei, die in nachfolgender Karte genannt werden:
Bergab führt uns der Weg vom Busparkplatz zu dem, was Porto Cervo bekannt gemacht hat.

Ein in den letzten Jahren entstandener Bau: Foto: Elke Neudorfer
Der Baustil des Ortes verbindet alte sardische Traditionen mit modernen Elementen. Karim Aga Khan IV. gründete Mitte der 1960er Jahre den Ort als Urlaubsziel für exklusive Feriengäste. Seit dieser Zeit hat sich der Ort zu einem beliebten Urlaubsziel des internationalen Jetsets entwickelt.

Blick auf die Kirche Stella Maris: Foto: Elke Neudorfer

Kirche Stella Maris; Foto: Elke Neudorfer

Blick von oben auf die Bucht; Foto: Elke Neudorfer
Mit architektonischer und Sorgfalt und einem Blick für Traditionen entstand das kleine Städtchen rund um die charakteristische Piazzetta.
Sie ist durch exklusive Restaurants und Modegeschäfte geprägt; Namen wie Gucci und Prada springen in die Augen.

Treiben auf der Piazzetta; Foto: Elke Neudorfer

In den letzten Jahren haben sich in der Bucht ein Segel- und ein Yachtclub etabliert.

Blick auf den Jachthafen; Foto: Elke Neudorfer
Coddu Vecchiu
Auf dem Weg nach Alghero kommen wir an dem Gigantengrab Coddu Vecchiu vorbei.

Hinweisschild auf Coddu Vecchio: Foto: Elke Neudorfer
Die Bauten sind die größten pränuraghischen Kultanlagen Sardiniens. Die 321 bekannten Gigantengräber sind Monumente der bronzezeitlichen Bonnanaro-Kultur (2200–1600 v. Chr.), die als Vorläuferkultur der Nuraghenkultur gilt.

Coddu Vecchiu: Foto: Elke Neudorfer

Coddu Vecchiu: Foto: Elke Neudorfer
Der steinerne Elefant
Der Elefantenfels ist ein durch Verwitterung geformter, etwa 5 Meter hoher Felsbrocken,
der einem Elefanten ähnlich sieht. Er ist eine Sehenswürdigkeit Sardiniens und befindet
sich etwa 5 Kilometer südöstlich von Castelsardo.

Ser steinerne Elefant: Foto: Elke Neudorfer
Die Festungsanlage von Castelsardo
Der von der Burg Castelsardo beherrschte Ort liegt an einem felsigen Kap. Die Burg wurde im Mittelalter von der genuesischen Adelsfamilie Doria als Festung gegründet. Dank des gut erhaltenen Mauerrings und der kleinen Treppengassen hat der Ort seinen typischen Charakter bewahrt.

Blick von der Festungsanlage: Foto: Elke Neudorfer
Die renovierte Kathedrale Sant’Antonio Abate weist noch Teile ihres Originalbaues aus dem 16. Jahrhundert auf und hat bedeutende Holzaltäre und Bildtafeln.

Kathedrale: Foto: Elke Neudorfer

Kampanile der Kathedrale: Foto: Elke Neudorfer

Enge Gasse in Castelsardo: Foto: Elke Neudorfer
Castelsardo ist der letzte Punkt auf der Fahrt zu unserem zweiten Hotel „Punta Negra“ bei Alghero. Nach dem unfangreichen Programm des Tages bleibt keine Zeit für gemütliches Planschen im Pool. Wir beziehen unser Zimmer und widmen uns dem Abendessen:

Zimmer im Hotel „Punta Negra“; Foto: Elke Neudorfer
3. Tag – Alghero und Neptungrotte
Alghero
Dank ihrer Lage nahm die Stadt im späten Mittelalter eine wichtige Rolle im Seehandel ein. In der Schlacht von Porto Conte im Jahr 1353 konnten die Katalanen die Genuesen besiegen. Dadurch gelangte Alghero in aragonisch-katalanische Hand. Noch heute wird die katalanische Mundart in begrenztem Umfang in Alghero gepflegt, und die Straßenschilder sind zweisprachig. Unmittelbar nach unserer Ankunft am Busbahnhof biegen wir rechts ab und gelangen zu Fuß zum Hafen von Alghero.

Der Hafen von Alghero: Foto: Elke Neudorfer

Szene am Hafen: Foto: Elke Neudorfer
Einer von zahlreichen Türmen in Alghero ist der im 16. Jahrhundert erbaute Torre die San Giovanni.

Torre di San Giovanni; Foto: Elke Neudorfer

Festung von Alghero; Foto: Elke Neudorfer
In der Stadt sind noch zahlreiche Zeichen der jüdischen Vergangenheit sichtbar, angefangen beim Judenturm oder Porta-Terra-Turm. Er wurde im Jahr 1360 als Teil der Stadtbefestigungsanlage erbaut und von der jüdischen Gemeinschaft Cagliaris finanziert.

Judenturm; Foto: Elke Neudorfer

Altstadt von Alghero: Foto: Elke Neudorfer
Wir schlendern weiter durch die Altstadt und stoßen auf die San-Francesco-Kirche, ein faszinierendes Monument der spätgotischen und Renaissance-Architektur auf Sardinien. Die Kirche wurde zwischen 1480 und 1598 errichtet. Wie aus historischen Quellen hervorgeht, stürzte das Bauwerk im Jahr 1593 teilweise ein, wobei der zentrale Teil der Kirche und mehrere Kapellen betroffen waren. 1598 wurde alles wieder aufgebaut.

Kirche San Francesco; Foto: Elke Neudorfer

Kreuzgang der Kirche San Francesco; Foto: Elke Neudorfer

Inneres der Kirche San Francesco; Foto: Elke Neudorfer

Krippe in der Kirche San Francesco; Foto: Elke Neudorfer
In einem eingeschossigen und unansehnlichen Zweckbau befindet sich an der Via Sassari ein kulinarisches Highlight – die Markthalle der Innenstadt, der „Mercato Civico“. Beim Betreten staunt der Besucher über eine Fülle an Marktständen, die von Montag bis Samstag praktisch alles zeigen, was die Insel zu bieten hat. Frisches Obst und Gemüse sowie Fisch und Meeresfrüchte dominieren den zentralen Bereich des Marktes.

Markt; Foto: Ludwig und Elke Neudorfer
Neptungrotte
Einige aus unserer Gruppe nehmen an einer Bootsfahrt zur Neptungrotte und anschließenden Besichtigung teil. Die Grotte liegt einen Meter über dem Meeresspiegel am Fuße einer 110 Meter hohen, steilen Felswand. Sie ist über eine 654 Stufen zählende Treppe, die Escala del Cabirol (deutsch: Rehleiter), zu erreichen. Weniger anstrengend ist eine Bootstour von Alghero aus. Von dem weitverzweigten Höhlensystem sind der Öffentlichkeit nur einige hundert Meter zugänglich. Bei der Führung können Tropfstein-gebilde, Kalksteinablagerungen und ein kleiner Salzwassersee, der mit dem Meer verbunden ist, besichtigt werden.

Auf dem Weg zur Grotte; Foto: Elke Neudorfer

In der Grotte; Foto: Elke Neudorfer

In der Grotte; Foto: Elke Neudorfer

In der Grotte; Foto: Elke Neudorfer

Wieder Tageslicht; Foto: Elke Neudorfer
4. Tag – Tal der Nuraghen und Trinita die Saccargia
Die Reiseroute ist an diesem Tag wie folgt:
Nuraghe Santu Antine
Dieses architektonische Juwel steht im Tal der Nuraghen, einem der Gebiete mit der höchsten Dichte an prähistorischen Gebäuden auf Sardinien. Die Santu Antine wurde zwischen der mittleren Bronzezeit (16. Jh.) und der Eisenzeit (9. Jh. v. Chr.) errichtet. Die Gebäude bestehen aus kolossalen Basaltblöcken, die perfekt geformt sind und zur Spitze immer kleiner werden. Ihr zentraler Turm ist 17 m hoch. Ursprünglich bestand er aus drei Etagen. Der Eingang führt in einen Gang, der rund um den Raum verläuft und über Schlitze erhellt wird. Wer den Turm betritt, hat den Eindruck, dass die Felsblöcke in sich zusammenfallen können. Die Baumeister des Nuraghenvolkes haben die Türme jedoch so meisterhaft erbaut, dass sie auch nach mehreren Jahrtausenden noch stabil sind.

Nuraghenturm; Foto: Elke Neudorfer

Kleiner Nuraghenturm; Foto: Elke Neudorfer

Den Turm hinaus; Foto: Elke Neudorfer

Guter Rat: Kopf einziehen beim Verlassen eines Nuraghenturms; Foto: Ludwig Neudorfer
Trinità die Saccargia
Wir biegen von der Straße Sassari-Olbia ab und kommen nach wenigen Kilometern zur Kirche. Im Nordwesten Sardiniens befindet sich die berühmteste und spektakulärste mittelalterliche Kirche der Insel. Ihr Glockenturm ragt seit dem 12. Jahrhundert weit über die Ebene von Saccargia hinaus in die Landschaft. Beeindruckend sind ihre Perfektion und ihre schwarz-weiße Zweifarbigkeit. Ursprünglich stand an gleicher Stelle ein Kloster der Kamalduensermönche.

Trinità die Saccargia; Foto: Elke Neudorfer

Wandgemälde; Foto: Elke Neudorfer

Das letzte Abendmahl; Foto: Elke Neudorfer
5. Tag – Bosa
Die Reise ist optional. Wir nehmen folgende Route:
Bosa ist eine Gemeinde mit 7345 Einwohnern in der Provinz Oristano im Westen Sardiniens. Sie liegt etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt am Fluss Temo. Die Altstadt mit ihren Straßenschluchten wird von der Burgruine des „Castello Malaspina“ aus dem 12. Jahrhundert überragt. Olivenhaine und Weinberge prägen das bergige Umland.

Burgruine des Castello Malaspina; Foto: Elke Neudoorfer

In den schmalen Gassen von Bosa; Foto: Elke Neudorfer

Blick vom Castello Malaspina; Foto: Elke Neudorfer

Eine weitere enge Gasse; Foto: Elke Neudorfer

Der zentrale Platz des Ortes; Foto: Elke Neudorfer
Teil des Programms ist ein gemeinsames Mittagessen unserer Gruppe in einem Restaurant der Stadt.

Unser Mittagsmahl; Foto: Elke Neudorfer
Pina Monne
Anschließend streifen wir durch die Kleinstadt Tinnura. Zahlreiche Häuser sind dort mit Wandmalereien der Künstlerin Pina Monne verziert. Wir suchen die Künstlerin auf, die uns in ihrem Haus ihr Werk mit Keramikverzierungen und Bildern im Stil der naiven Kunst präsentiert.
Wir sind beeindruckt von den tollen Werken. Doch irgendwann müssen wir aufbrechen und kehren zu unserem Hotel Punta Negra zurück, wo wir noch kurz im Pool planschen können. Anschließend folgt das Abendessen und ein Besuch in der Bar.
Weiter geht es in Kürze hier mit Teil 2!
Offenlegung
Die Rundreise wurde von uns selbst bezahlt.
