Italien: Ein Kurztrip von Ancona in die Marken, Teil 2
Translation with Google
Von Ancona nach Petritoli
Gutes Essen, beste Aussicht und natürlich Weinproben. Prächtige Höhlen nicht zu vergessen
Zwischen Adria und Apennin liegt die italienische Region Marken. Einen kleinen Teil davon darf ich im Rahmen einer Pressereise sehen. Den ersten Teil der Reise kannst Du hier nachlesen:
Italien: Ein Kurztrip nach Ancona und in die Marken, Teil 1

Blick über Ancona (liegt in der Bucht), die Riviera del Conero mit dem Berg Monte Conero (sieht von hier oben wie ein Hügel aus, ist aber 572 Meter hoch) und links im Auslauf der Bucht, wo schlammig-braunes Wasser ins Tiefblau der Adria drängt, der Flughafen von Ancona
Ein herrlicher Tag in Ancona. Von meinem Hotel aus mache ich einen weiteren Rundgang durchs Hafengebiet,


Anzeigetafel im Fährterminal


dann steht die Besichtigung des mittelalterlichen Dorfs
Petritoli
an, das schon in der Provinz von Fermo im saftig grünen Aso Tal liegt. Dort der übliche Stadtrundgang mit vielen steinernen Rätseln in den Mauern und Portalen des Ortes. Rätsel, deren Lösung eines kundigen Stadtführers bedürfen. Die örtliche Tourismusinfo weiß Bescheid, oder www.turismo.marche.it.



Geheimnisumwitterte Bauten: Jedes Detail ist wichtig.


Wenn die Kirche erst wieder hergerichtet ist, kommen die Menschen, die sich mit Geheimnissen beschäftigen, zuhauf zu Besuch.

Turm nach Freimaurerart: Eckig, rund, alles hat seine Bedeutung. Der Turm kann bestiegen werden. Als mobilitätseingeschränkter Mensch lasse ich das lieber.



Und natürlich wieder die Aussicht. Bleibt nichts anderes übrig, wenn man auf einem Berg wohnt:


Mobilitätseingeschränkte Mitmenschen werden sich hier an Fahrwege halten müssen. Stufenwege wie dieser, noch dazu ohne Handlauf, machen mir immer wieder Schwierigkeiten und bergen große Fall-Gefahr.





Überall Symbole und Symbolik. Ordensritter haben sich im Pflaster verewigt.

Teatro dell’Iride aus dem 19 Jahrhundert, Petritoli
Osteria Le Cornacchie
Neben der Kirche aus dem 16. Jh. (Chiesa heißt Kirche) S. Maria in Piazza geht ein schmaler Gang an einer ehemaligen Druckerei vorbei

zu einer gebäudehohen Glasfront mit prächtiger Aussicht, vor der Tische und Bänke gruppiert sind.


Apropos Menschen mit Behinderung: Sieh Dir diese Treppe an. Dann kannst Du selbst entscheiden, was geht und was nicht. Eine fußmäßig eingegipste Dame schaffte es – laaaangsam – die Treppe hinunter zum Gastraum. Zurück wird es etwas langsamer gegangen sein.
Rechts in einem kleinen Raum warten schon zwei Damen, die uns zeigen, wie man aus Mehl und Eiern einen hauchdünnen Nudelteig fertigt. Alles handgemacht, versteht sich.

Schwarze Trüffel


Nach dieser „Kochshow“, bei der manche von den Gefährten sogar selbst Hand anlegen, wird ein Mittagessen mit handgemachter Pasta mit schwarzen Sommertrüffeln serviert, ergänzt durch diverse Weine und Hochprozentiges. Der schwarze Trüffel ist bekannt für seinen feinen Geruch. Sein Geschmack ähnelt dem von Steinpilzen.


Und hinterher in die Bar auf einen Espresso:

Blick von Berg zu Berg:

Die Marken in Zahlen
- 180 km Küste, wunderschöne Strände,
- 26 Ortschaften, die an der Adria liegen, wo man ruhige Ferien verbringen kann, der Seehafen von Ancona und neun Yachthäfen.
- 500 Plätze und
- mehr als 1000 bedeutende Denkmäler, mehr als hundert Kunststädte,
- Tausende von Kirchen, von denen 200 im romanischen Stil erbaut sind,
- 183 Wallfahrtskirchen,
- 34 archäologische Stätten,
- 72 historische Theater. Die meisten Museen und Pinakotheken von ganz Italien:
- 400 Museen auf 239 Gemeinden,
- 315 Bibliotheken, in denen mehr als 4 Millionen Bücher aufbewahrt werden. Zahlreiche Naturschutzgebiete:
- 2 Nationalparks (M. Sibillini, Gran Sasso und M. della Laga),
- 4 Regionalparks (M. Conero, Sasso Simone und Simoncello, Monte San Bartolo, Gola della Rossa e di Frasassi),
- 5 Naturreservate (Abbadia di Fiastra, Gola del Furlo, Monta gna di Torricchio, Ripa Bianca und Sentina),
- mehr als 100 Blumengeschutztgebiete und
- 15 Staatswälder.
Am späten Nachmittag besichtigen wir
Moresco

Das mittelalterliche Dorf und die Burg gehören zu den schönsten Italiens. Die Burg liegt auf einem Hügel, von dem man das Aso Tal kontrollieren konnte. Die Befestigung galt als Hochburg der Fermaner während des Krieges zwischen Fermo und Ascoli.




Genug der Geschichte, jetzt geht es in die Gegenwart und zum
Weingut Castrum Morici

Deren Spezialität: Vin Cotto“ (Gekochter Wein) und Wein, der eine gewissen Zeit in Terrakotta Amphoren gelagert wird.


Torre di Palme



Kleines Dorf, großer Glauben: Ich habe 4 Kirchen gezählt. Kann sein, dass mir die ein oder andere Gebetsstätte entgangen ist.
Platz ist im kleinsten Gang:

In diesem Ort, der zu Fermo gehört, kannst Du einen wunderschönen Panoramablick auf das Meer genießen. Vom leckeren Essen und Wein ganz zu schweigen. Ein Ort, der hundertprozentig auf Touristen eingestellt ist. Unser Ristorante Lu Focaro liegt auf einem genügend großen Terrassen-Platz zwischen den Häusern mit, je nach Sitzplatz, tollem Blick über das Meer und die Küstenebene. Für Gehbehinderte etwas mühsam ist der Weg vom Tisch zum WC. Besonders bei Dunkelheit eine Etage tiefer zu gehen muss man schon sehr vorsichtig sein.







Grotten von Frasassi
An meinem letzten Tag in den Marken besteige ich den Bus (praktischerweise hat jeder Sitz 2 USB-Buchsen) landeinwärts.

Die Grotten von Frasassi befinden sich in Genga, in der Nähe von Fabriano. Die beeindruckenden Höhlen wurden erstmals im Jahre 1971 entdeckt.


Die Farben sind außergewöhnlich gut erhalten. Der unterirdische Komplex der Frasassi-Höhlen/Grotten erstreckt sich über 30 km auf 8 geologischen Ebenen und ist somit eine der spektakulärsten Höhlen in ganz Europa. Aus der Mischung von Bikarbonatwasser aus dem Sentino River und schwefelhaltiges Mineralwasser von unten entstand die magische Welt der Frasassi-Grotten. Eine Landschaft reich an Stalaktiten und Stalagmiten, kleinen Seen mit kristallklarem Wasser und beeindruckenden Alabaster-Speeren. Die einzigartige Karstumgebung bildet ein einzigartiges unterirdisches Ökosystem.
Durch einen stillen ca. einstündigen Spaziergang kann man staunend kleine Seen, mit Intarsien bearbeitete Stalaktiten, riesige Stalagmiten bis zum majestätischen Saal Ancona-Abgrund (240 m hoch) bewundern. Weiter gehst Du zum Saal der Zweihundert, zum Saal der Kerzchen, zum Saal der Bärin und Saal der Unendlichkeit, die alle durch eine besondere Beleuchtung noch weiter aufgewertet worden sind.
Tipp: Zieh Dich warm an. 14 Grad ist es in der Höhle, Tag und Nacht, sommers wie winters. Und manchmal tropft es. Daher der Name „Tropfstein“. Pass auch auf Deinen Kopf auf – manche Stellen des 1.500 langen Weges sind nicht gerade kopffreundlich. Kein Wunder, sie haben ja 190 Millionen Jahre Zeit gehabt, so hart zu werden, und wie alt bist Du?




Was für ein Monstertier mit Horn!








Für mobilitätseingeschränkte Menschen: Der 1.500 m lange ausgebaute Weg ist nur anfangs für Gehbehinderte geeignet. Da der Führer nur etwas mehr als 1 Stunde Zeit hat, kann auch ein mäßig Gehfähiger wegen der zahlreichen Stufen kaum folgen und wird von den Folgegruppen geschluckt. Zwar gibt es überall Geländer, um die zahlreichen Treppenstufen zu bewältigen, aber der Gehbehinderte müsste auf den ebenen Strecken genügen „speed“ machen können, um seiner Gruppe zu folgen.
Fazit: Leider nur bis zur ersten Treppe machbar. Je nachdem, wie gut Du noch zufuß bist.
www.frasassi.com
Brotzeit-Stopp nahe Jesi
Jesi ist eine mittelalterliche Kleinstadt zwischen Fabriano und Ancona. Jesi ist bekannt als Geburtsort von Friedrich II.


Nach diesem allzu kurzen Halt in der famosen Delizie Alimentari Gherardo und Sandra in Moie (kurz vor Jesi) saust unser Bus zum Flughafen Ancona, wo wir rechtzeitig einchecken, aber dann doch auf den verspäteten Lufthansa-Flieger nach München warten müssen, demzufolge auch die geplanten Verbindungen in Deutschland platzen. Das scheint heutzutage normal zu sein, sowohl mit der Fliegerei als auch mit der Bahn im Heimatland.



Unter uns: Pesaro

Bildmitte: Venedig. Leider etwas im Dunst aufgenommen. TIPP: Sowohl am Hinweg als auch am Rückweg Fensterplatz mit Blickrichtung Osten buchen. Lufthansa Cityline fliegt in der Regel westlich von Venedig.
Information
Tourismus: Internetauftritt der Marken
Der erste Teil des Berichtes über die Reise in die Marken:
Reiseliteratur
DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Marken, Italienische Adria
mit Online-Updates als Gratis-Download 4. Auflage vom April 2017 – von Annette Krus-Bonazza
Wälder, sanft-hügelige Wein- und Olivenhaine, kilometerlange Sandstrände und steile Felsküsten mit romantischen Badebuchten – zwischen Adria und Apennin präsentieren sich die Marken als eine Art Italien en miniature. Welche sind die schönsten Städte der Region, und wo gibt es herausragende Kulturprogramme mit Theateraufführungen und Historienspektakel? Welche Sehenswürdigkeiten sollte man selbst bei einem Kurzurlaub nicht verpassen? Antworten auf alle wichtigen Fragen zur Reiseplanung gibt das neue DuMont Reise-Taschenbuch Marken & Italienische Adria gleich auf den ersten Seiten.
Von der ältesten Republik der Welt, San Marino, im Norden bis zur Palmenriviera und den nahezu unbekannten Sibillinischen Bergen im Süden beschreibt Autorin Annette Krus-Bonazza alle Highlights. Badeurlauber schickt sie an die Traumstrände von Ancona, Kulturinteressierte wandeln auf den Spuren der italienischen Renaissance und sollten auf keinen Fall Raffaels Geburtsstadt Urbino versäumen.
Im aktuellen Band hält die Autorin attraktive Übernachtungstipps bereit: Das Albergo Diffuso in Corinaldo bietet die Möglichkeit in einem ehemaligen Kloster oder in Altstadthäusern zu logieren; die Locanda San Martin eignet sich als guter Ausgangspunkt für Mountainbiker.
Mit Hilfe der zehn Entdeckungstouren lassen sich ganz besondere Facetten der Region näher erkunden: Spuren der jüdischen Gemeinde in Pesaro, die Olivenhochburg Cartoceto oder das italienische Markenschuhland rund um Sant‘Elpidio a Mare.
Außerdem zeigt die Autorin dem Leser die schönsten Rad- und Wanderwege der Marken, und mit gut 180 Strandkilometern bieten die Seebäder beste Bedingungen für Schwimmer, Surfer und Taucher. Kulinarik-Fans achten auf die zahlreichen Shopping-Tipps für Wein und Öl oder auf einige Lieblingsorte der Autorin: das Jugendstil-Café „Meletti“ in Ascoli Piceno oder das Restaurant von Alberto Melagrana, der deliziöse Trüffelgerichte auf die Teller zaubert.
Natürlich hat die Autorin nicht jedes Bergdorf besucht, aber die 296 Seiten werden Dir sicherlich gut als Marken-Reisebegleiter und -vorbereiter dienen können. Im Zweifelsfall nimmst Du beide hier genannten Reiseführer mit und holst Dir den von Loreto gleich noch dazu, wenn Du vor Ort bist.
Marken: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
Taschenbuch von Sabine Becht
Die Marken (Le Marche) stehen noch immer im Schatten der übermächtigen Toscana. Zu Unrecht!
Die großartige Hügellandschaft jenseits der endlosen Sandstrände an der Adriaküste ist einzigartig. Außerdem zeigen sich in dieser östlichen Region des Stiefels grandiose Höhlen wie die berühmten Grotten von Frasassi, die bis zu 2.500 Meter hohen Monti Sibillini in beeindruckender Gebirgswelt oder Urbino, die perfekte Renaissancestadt. Auch Pesaro, Macerata und Ascoli Piceno, wo eine der schönsten italienischen Piazzas beheimatet ist, haben es touristisch in sich.
Fazit: Kunst und Kultur findet man in den Marken im Überfluss, aber auch kulinarische Hochgenüsse und hervorragende Weine, kleine Dörfer in herrlicher Landschaft und an der Küste die lebhaften Zentren des italienischen Badetourismus. Abgerundet wird das Reisehandbuch von Sabine Becht durch zahlreiche praktische Informationen zu Übernachten, Essen, Trinken und Shoppingmöglichkeiten in der Region.
Loreto – Führer durch Kunst und Geschichte
Das Taschenbuch – letzte Ausgabe Juli 2017 – von Guiseppe Santarelli kannst Du im Klosterladen von Loreto erwerben – und dabei, mit etwas Glück, noch ein Schwätzchen (auf italienisch) mit dem ehrwürdigen Pater Guiseppe Santarelli halten, der sich im hohen Alter noch wacker auf den Beinen hält.
Wein aus den Marken

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Offenlegung / Transparenz
Ich danke der Camera di Commercio Italo-tedesca – Italienische Handelskammer München Stuttgart
Landaubogen 10, D-81373 München
Tel.: +49 – 089 96166170
italcam.de
in Zusammenarbeit mit
Marchet. Azienda Speciale della Camera di Commercio di Ancona
www.marchet.it
für die Organisation und finanzielle Unterstützung dieser Pressereise, wobei ein Großteil der Kosten übernommen wurden. Für die Berichterstattung wurde ich nicht bezahlt. Meine Meinung bleibt – wie immer – die meine.
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