Sonnenreiches Ägypten. Kurz mal zum Schnorcheln in die Coraya-Bucht

Rotes Meer, Marsa Alam: Den Sommer verlängern – die bunten Fische warten schon

Hotel Jaz Solaya – was tut das Hotel für Körperbehinderte?

Diese Reise habe ich im Dezember 2016 unternommen, um den Weg für körperbehinderte Mitmenschen zu erkunden. Schließlich ist dieser Blog (nicht nur) für die Generation 50+ mit besonderem Augenmerk auf meine Mitmenschen mit Handicap.

Was kann ein Gehbehinderter oder gar Rollstuhlfahrer im Hotel Jaz Solaya in der Coraya-Bucht bei Marsa Alam erwarten?

Natürlich geht es wie immer auch um die vielen bunten Korallen und Fische, die uns Schnorchlern das Herz erwärmen.

 

Dillingen, Donauwörth und andere Städte an der Donautalbahn: Behindertengerecht geht anders. Um auf’s Gleis 2 (dort fahren die meisten Züge weg)  zu gelangen, muss der Behinderte 2 lange Treppen steigen, oder verbotenerweise über eine Rampe 2 Gleise zum Bahnsteig 2 queren. Eine Dillinger Behinderteneinrichtung kann rechtzeitig vorher beauftragt werden, das Schloss aufzuschließen, mit dem die Kette befestigt ist, so dass der Behinderte genau über diesen Weg auf Gleis 2 (oder bei der Rückfahrt von Gleis 2 in die Stadt) kommt.
Auf dem Hinweg ist das einfach, weil man die Abfahrt des Zuges lange vorher weiß. Bei der Rückkehr ist es oft so, dass man nicht mit dem Zug ankommt, den man eingeplant hat. Also steht der Helfer da und muss auf den nächsten Zug warten, oder den übernächsten.

 

Unverständlich: Der Stau am Nürnberger Flughafen vor den Check-in Schaltern von SunExpress. Man weiß, wann der Flieger geht, man weiß, dass man noch durch die Security muss und die Zeit langsam knapp wird, warum hapert es dann an Personal, noch einen oder 2 Schalter aufzumachen? 1 Stunde stehen geht gar nicht, Leute! So viele fliegen heute nicht SunExpress. Erschwerend kommt hinzu, dass bei uns die Abfertigung derart schleppend vor sich geht.

 

 

Der Verfall der Flugkultur. Früher (letztes Jahr) bekam man hier noch eine Plastikdose Wasser und ein Käsebrötchen samt Erfrischungstuch. Heute, Dezember 2016, ist alles, was ich bekomme, Luft. Deckel wieder nach oben geklappt. SunExpress macht also mit im großen Spar-Spiel. Willkommen beim Sparen. Und tschüss, Flug-Kultur!

 

Das Visum

Bekanntlich gab es letztes Jahr am Flughafen Marsa Alam bzw. auf dem Weg im Transferbus ein dickes Problem mit menschlichen Schwächen. Nachzulesen hier:

Mein Ägypten-Urlaub: Gastunfreundlichkeit, Zahlungserzwingung, Psychospielchen

 

Höchst erfreulich und reibungslos

Dieses Jahr fängt der Urlaub höchst erfreulich an: Die Bank in der Ankunftshalle des Flughafens Marsa Alam, wo ich mit meinen Dollar-Noten den Visum-Aufkleber kaufe, hat trotz der mitternächtlichen Stunde noch geöffnet. Zwar mit nur 1 Mann besetzt, ist diese Bank Ziel vieler Sparfüchse, die nur 25 US-Dollar zahlen wollen, statt das überteuerte Angebot der Reiseleitung. Dieselbe Arbeit, ob ich mich in die Schlange der Bank anstelle oder in die Schlange der Reiseleitung.

Allerdings leistet sich der Bankmensch einen kleinen Joke zur nächtlichen Stunde. Einer meiner Dollar-Lappen scheint im nicht geheuer zu sein. Er sei zu alt, mokiert er. Erstaunlich! Ich hatte die Teile alle gleichzeitig von der Bank geholt. Zu meiner Rettung kann ich den „alten“ Schein gegen einen, meinen letzten, anderen 5er austauschen, bekomme mein Pickerl in den Reisepass geklebt und dann geht’s schwuppdiwupp durch die Einreisekontrolle zum Gepäckband und raus in den Transferbus. Der dann doch nicht abfährt, weil eine Passagierin ihr Tablet im Flieger vergessen hat und das dauert halt, bis das Tablet den Weg in den Transferbus gefunden hat.

Aus den FTI-Reiseinformationen:

„Das notwendige Visum erhalten Staatsbürger der EU und Schweizer bei der Ankunft am Zielflughafen. Die Gebühr hierfür wird direkt vor Ort bezahlt (ca. €28; Stand: 05/16). Um Ihnen eine längere Wartezeit am Flughafen zu ersparen, erhalten Sie von unseren Vertretern das Visum im Flughafengebäude.“

Wir verlassen als letzter Bus das nächtliche Flughafengelände. Nach uns wird wohl jetzt das Licht ausgeschaltet. Heute kommt kein Flieger mehr. „Unserer“ hat schon wieder Richtung Nürnberg abgehoben.

 

Kleine Schlange vor der Bank

 

Spätnachts kommen zwei Maschinen an. Trotzdem geht die Abfertigung zügig und problemlos

 

 

Jaz Hotel Solaya

Im Hotel Solaya angekommen, werden wir zu einer Sitzgruppe gebeten, wo die Formalitäten abgehandelt werden und wir unser All-inclusive-Bändchen bekommen.

Ein Kofferträger rollt unsere Koffer über eine Rampe und dann einige Meter bis zum Zimmer 123, wo er dann nicht einfach wieder verschwindet, sondern erst nach dem Erhalt eines Trinkgeld für seine 2 Minuten „harter Arbeit“ wieder das Feld räumt.

Erstaunlich: An der Coraya-Bucht, wo ich nun zum 3. Mal bin, habe ich bisher keine Bakschisch-Forderung erlebt. Nur im Transferbus, wo der Mann am Mikrophon für die 5 km Fahrt für seinen Busfahrer schon ein Trinkgeld erbittet.

 

 

 

Des „Roomboys“ erstes Meisterstück: Ein Herz auf Handtüchern und Blüten, verziert mit 3 Mini-Pyramiden. Jeden Tag ein anderes Werk. Brauch ich nicht. Gründlich putzen reicht. Handtuch-Kunst hat sich aber offenbar hier in diesen Hotels so eingebürgert, dass manche Kunden darauf stehen und wie verzückt die towel-art an Freunde whatsappen.

 

 

Sollte hier wirklich mal ein Feuer ausbrechen, ist dieser Evakuierungsplan eher zeitraubend als lebensrettend. „Your position“ wird dort erwähnt, jedoch sucht man auf dem Plan den Punkt vergeblich. Währenddessen glüht einem vielleicht schon der Hintern. Ein einfacher ROTER dicker Punkt an der Stelle, wo man gerade steht, könnte im Plan selbst einen schnellen Bezugspunkt herstellen. So, wie der Evakuierungsplan im Dezember 2016 aussieht, hilft es dem (vielleicht) panischen Betrachter überhaupt nichts.

 

Letztes Haus vor dem Roten Meer. Wohnt hier der Wächter?

 

 

 

Der Steg zum Rand des Riffs. Einer der 3 Zugangspunkte zum Riff, zum Schnorcheln, und besonders hier: Zum Tauchen.

 

 

Großmaul-Makrele (Rastrelliger kanagurta)

 

 

Überhaupt keine aufdringlichen Verkäufer gibt es, wenn das Schild hier die Wahrheit wiedergibt,  im Nachbarhotel Dar el Madina

 

Wer mag und kann, steigt auf den höchsten Punkt des Solaya, für einen tollen Ausblick über die Anlage und die Coraya-Bucht

 

 

 

 

 

Großmaul-Makrele (Rastrelliger kanagurta) – wie auf ein geheimes Zeichen klappen die Fische den Unterkiefer aus, so dass man von vorne durch den Fisch hindurchsehen kann.

 

Indischer Segelflossendoktor (Zebrasoma desjardinii)

 

Vom Behinderten-Zimmer 123 zum Pool in weniger als 1 Minute, und das ohne Treppen!

 

 

Wander with Security: Auf dem Weg um die Bucht. Hier auf Höhe des Steigenberger Hotels Coraya Beach

 

 

Toller WLAN-Repeater. Not.
Ist dieses Teil, nur wenige Zentimeter neben Deinem Kopfkissen, endlich ausgesteckt, erhöht sich die Chance, dass Du auf dem Zimmer überhaupt für längere Zeit (3-5 Minuten) Internet betreiben kannst, bevor das WLAN wieder zusammenbricht. Offenbar ist das Teil nicht richtig synchronisiert. Und das WLAN im Zimmer nicht praxistauglich. Im Gegensatz zur Lobby, wo es problemlos flutschte.

 

Pfauenkaiserfisch  (Pygoplites diacanthus)

 

SCHWEFEL- DEMOISELLE (POMACENTRUS SULFUREUS)

 

 

 

Weißbauch-Demoiselle (Amblyglybhidodon leucogaster)

 

 

Fleißig wird ein Baum als Weihnachtsbaum umgewidmet. Festliche Dekoration allerorten, drinnen und draußen

 

Der Vorbau wird vor die Türe geschraubt, auf dem Dach Watte, Schnee darstellend

 

Blick vom Steigenberger Coraya Beach über die in der Sonne gleißenden Bucht, über den Taucher- und Schnorchlersteg bis auf’s Ufer vom Samaya/Lamaya/Solaya-Hotel

 

Vom Gehweg aus, auf der Höhe des Steigenberger Hotels

 

 

Indischer Segelflossendoktor (Zebrasoma desjardinii)

 

Barracuda

 

Blochs Doktorfisch (Acanthurus blochii)

 

 

Picasso-Drückerfisch (Rhinecanthus aculeatus)

 

 

 

 

 

Korallen haben sich einen neuen Lebensraum erobert an diesem Seil, mit dem eine Boje befestigt ist

 

Fladenbrot, frisch aus dem Freiluftofen. Tipp: Nimm aus dem Restaurant Butter und etwas Salz mit. Herrlich, ein ofenfrisches Fladenbrot!

 

Bist Du körperbehindert und überlegst, ob das Solaya etwas für Dich ist?

Das Zimmmer 123

Wie dieses Zimmer im Erdgeschoss sind noch 2 weitere über Rampen statt über Treppenstufen von Hoteleingang erreichbar. Dieses Zimmer hat eine befahrbare Dusche sowie Handgriffe zum Festhalten in Dusche und neben der Toilette.

All inclusive bedeutet auch: Rollstuhl vom Hotel steht zur Verfügung, Anti-Rutsch-Matte für Dusche kann ausgeliehen werden.

 

 

 

Rampe von der Terrasse zum Poolbereich

 

Speisesaal

Den Speisesaal erreichst Du von Deinem Zimmer aus, ohne Treppen zu nutzen. Dein Weg ins Restaurant vom Zimmer 123 führt Dich am Pool und am Spa rechts vorbei in großem Bogen über Rampen ins Restaurant, wo Du über eine weitere Rampe an Deinen Tisch kommst.

 

 

 

Wer keinen Rollstuhl benötigt, kann sich an die 3 Treppenstufen halten, wo er, vom Buffet kommend, den Niveauwechsel vom Buffet zum Restaurant überwinden muss. Genau an dieser Stelle, nämlich an Stufe 2, der mittleren Stufe, empfahl ich dem Restaurantleiter und der Gästbetreuerin, einen Handgriff zu befestigen (spiegelbildlich auch am Aufgang an der anderen Seite des Gebäudes).

 

Rampe für Rollis und Treppenstufen, allerdings ohne Handlauf. Schon ganz gut, kann aber noch verbessert werden. Als ein Gast (knappe 70 Jahre alt), an dieser Stelle fällt, wird mir klar, dass hier dringend gehandelt werden muss!

 

Nicht immer steht eine helfende Hand zur Verfügung, die Dir den Teller aus der Hand nimmt, während Du, Dich an der Wand abstützend, die 3 Stufen nach oben bewältigst. Schön, wenn da ein Griff wäre (man kann es nie oft genug wiederholen).

Ich habe spaßeshalber schon angekündigt, dass ich – falls noch nichts bis nächstes Jahr geschehen ist – von Baumarkt 2 Griffe mitbringe, die dann an dieser Stelle (hoffentlich) angebracht werden sollen.

Das folgende Bild zeigt den Eingang zum Restaurant von der Lobby und der Rezeption her. Wie Du siehst, gibt es hier keinen Handlauf. Rollstuhlfahrer betreten das Restaurant von der anderen Seite über eine Rampe. Dieser Zugang ist nur für Gesunde. Und Junge. Und junge Gesunde.

 

 

Möchtest Du als Gehbehinderter 1.) ohne Leiter und 2.) ohne eine lange Flachwasserstrecke zu überwinden ins Wasser gehen, um zu schnorcheln, empfehle ich Dir diesen Zugang im Bereich des Steigenberger Hotels Coraya Beach an der anderen Seite der Bucht (10 Minuten strammer Fußmarsch von Deinem Zimmer 123 aus):

Diese mit Handlauf an beiden Seiten ausgerüstete Rampe führt ins knietiefe Wasser, wo Du Schnorchel und Flossen gemütlich anlegen kannst. Ich fand das immer sehr angenehm.

Die Bucht ist nur über diese 3 Möglichkeiten für Schnorchler und Schwimmer erreichbar. Also

  • ein langer Steg mit Leiter bis zum Ende der Riffkante,
  • ein sehr langes, sehr seichtes Stück im Wasser, das sich allmählich so weit senkt, dass Du im Wasser schwimmen kannst. Leider ist das Wasser oft so trübe (durch die Mitschnorchler, die auch ins Wasser wollen), dass Du die Löcher im Boden nicht siehst. Für mich mit meinem tauben Fuß kann das schnell zur Beschädigung des Knöchels führen und zum Sturz.
  • Zugang (siehe oben) über die Rampe vom Steigenberger Hotel

 

Der 3.200 Meter (hin und zurück) lange Weg an der Küstenlinie und der Bucht entlang ist ohne Stufen zu bewältigen und dient als willkommene Freizeiteinrichtung, um nach einem reichlichen Essen, sogar nachts, beleuchtet von Lampen, ein paar Kalorien wieder loszuwerden.

 

Endstation und letztes Schild an der nördlichen Grundstücksgrenze vom „Madinat Coraya“, so heißt die Bucht und die Hotels zusammen, alsda wären (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Samaya, Lamaya, Dar el Madina, Solaya, Steigenberger Coraya Beach. Hinzu kommen, so sieht es jedenfalls eine Schautafel beim Steigenberger, noch 2 geplante Hotels mit ähnlich gleich klingenden Namen plus ein Ergänzungsgebäude zum Solaya.

 

 

Der Pool, zur Zeit meines Besuchs im Dezember 30° warm.

 

Erste Tauchversuche unter Anleitung im Pool

 

Nach dem Sonnenuntergang: Blick in die Sahara

 

Himmelsglühen weit nach Sonnenuntergang

 

Mann an offener Flamme: Vor dem Abendessen wird ein Irish Coffee zelebriert. Jeder, der Geduld mitbringt, bekommt einen. Nur 1 x während der Woche, in der wir anwesend waren. Was da auf dem Bild blau aussieht, ist brennender Brandy.

 

 

 

 

Chaetodon paucifasciatus – Rotfleck-Falterfisch und Naso elegans – Indischer Gelbklingen-Nasendoktor

 

Mittendrin im Schwarm: Abudefduf saxatilis – Gestreifter Sergeant

 

 

Riesenmuschel. Achtung, nicht reinlangen, die Muschel schließt sich, der Finger ist dann ab, wie ich gehört habe.

 

Dreibinden-Preußenfisch (Dascyllus aruanus)

 

Der Handtuchkünstler. Heute mal mit Tablet und Brille.

 

Der mittlere Zugang zum Riff ist nicht nur bei Ebbe (so wie hier) schlecht zu bewältigen. Verbesserung ist vonnöten! Nicht alle Besucher vom Solaya und Dar el Madina können über die Steigenberger Rampe ins Wasser. Der Zugang für die Hotels Solaya und Dar el Madina ist ein wenig weiter links, außerhalb des Bildes. Geradeaus ist der Zugang über das Riff-Dach verboten.

 

Essen: Abwechslungsreich, gewürzt für den durchschnittlichen Geschmack in Mitteleuropa (oder was man dafür hält). Wem Pfeffer und Salz (auf jedem Tisch) noch nicht reichen, der kann sich jede Menge Gewürze direkt an der Speisen-Theke abholen, dazu noch diverse Öle, Essige für die Marinade und eine große Karaffe mit Tabasco-ähnlichem Scharfgewürz. Ganz Scharfe unter uns können gerne in eine frische Chili-Schote beißen, die hier durchaus harmlos in „grün“ daher kommen kann.

 

Der Fischadler (Pandion haliaetus) – Osprey – beschäftigt sich mit seiner Beute, hoch oben auf einem Flaggenmast.

 

 

Wow, heute mal richtig windstill (23,1 km/h ist gar nix für die Bucht). Im Dezember zieht der Wind ziemlich kräftig aus Nordost, so dass ein Windschutz dringend erforderlich ist. Windschutz-Abtrennungen stehen am Strand, leider aber nicht im Poolbereich, wo es manchmal zieht wie Hechtsuppe

 

Merry Xmas: Wir sehen noch die vielen Lichtlein prangen, und das nicht nur am makellosen Firmament, dann geht es schon zurück in die Heimat

 

Nachtflug zurück nach Nürnberg

 

Muss ich noch erwähnen, dass auch hier auf dem Rückflug kein Getränk oder ein Snack inclusive ist? Muss ich nicht.
Kaufen kannst Du aber alles mögliche, vom reichlich teuren Wasser bis zu Essen, falls Du nach diesem AI-Aufenthalt im Solaya noch (oder schon wieder) hungrig bist.

 

Zurück in Nürnberg. Ein ziemlich gelungener Kurzurlaub. Wird bei Gelegenheit wiederholt. Solaya, wir kommen! Du auch?

Verbesserungsmöglichkeiten

  • Windgeschützte Ecken im Poolbereich machen
  • Evakuierungsschilder mit Punkten versehen, damit der Flüchtende auf Anhieb sieht, wo er laut Plan steht und in welche Richtung er vor dem Feuer flüchten soll
  • Flieger: Nix zu essen, nix zu trinken: Sunexpress.
    Danke dafür, dass wir schön schlank bleiben. Speis und Trank gibt’s nur gegen klingende Münze. Bitte diese unschöne Entwicklung korrigieren, Sunexpress! Sollten andere Airlines hier mitlesen: Gilt für Euch auch! Eine Flasche Wasser sollte für jeden Fluggast drin sein, sparen hin, sparen her.
  • Schwieriger Zugang vom Solaya-Strand her zur Bucht (nicht nur bei Ebbe). Löcher im Boden, die man nicht sieht, weil durch den aufgewirbelten Sand kein Durchblick mehr besteht. Vorschlag: Entweder den Meeresboden in der Breite von 1,50 m begradigen, oder einen (niedrigen) Steg / Rampe über das seichte Wasser machen, so lange, bis das Wasser tief genug ist und man losschnorcheln kann. Das Steigenberger Coraya Beach kann es auch, wenngleich dort die optimale Wasserhöhe schon nach wenigen Metern erreicht ist.
  • In unserem Zimmer 123: Sehr unzuverlässiger Internetzugang (WLAN, WiFi). Andauernd muss man sich neu einloggen. Zwar wird es besser, als ich den Router ausschalte (siehe unten), aber dennoch hält die Verbindung maximal 3-5 Minuten.  Vorschlag: Das kostenlose WLAN auch im Zimmer unterbrechungsfrei zur Verfügung stellen.
  • Sauna in Ordnung, Whirlpool in Ordnung, Dampfbad mit Dampf, aber mit kalter Sitzfläche.
    Als ich einen Menschen, der mir als der Bademeister vorkommt, darauf hinweise, meint er, er könne etwas mehr Dampf erzeugen, dann wäre es etwas wärmer . Aber er meint, dann würden die Besucher des Dampfbades das Grabschen anfangen, weil man es im Nebel nicht sehe, deswegen lasse er es lieber. Eine aus meiner Sicht seltsame Begründung. War wahrscheinlich als Witz gemeint. Später hat er dann doch mehr Dampf gemacht, aber sich auf die Steinbank zu setzen, ist es zu ungemütlich, weil nicht warm genug. Es sollte doch möglich sein, die Sitzbänke zu erwärmen. Das Jahr zuvor ging das doch auch!
  • Das Kopfkissen in Zimmer 123 ist zu dick und zu hart. Kein Schlafen darauf möglich für mich. Ohne geht’s auch.
  • Kofferträger geht erst, nachdem er lange auf ein Trinkgeld gewartet hat (Gehzeit nur wenige Minuten, gleiche Ebene, Rollkoffer). Vorschlag: Trinkgelderwartung deutlich herunterschrauben. Dafür gibt’s bei der Abreise noch genügend Zeit, oder die Trinkgeldboxen nahe der Rezeption.
  • Immer wieder wird gefragt, ob es einem hier gefällt. Wenn allerdings am Anfang der Woche von meiner Seite ein Hinweis auf einen Handgriff/Geländer im Speisesaal gegeben wird, hat man dort, obwohl gerade mal geschätzt 40% Gästeauslastung, keine Zeit oder Lust, sich von irgendwoher (Marsa? Hurghada? Lager?) einen Griff zu holen und zu montieren. Aber für das Aufbauen von Weihnachtsdekoration wird Stunden über Stunden liebevollst zugebracht, wobei ohne zu übertreiben je „Baustelle“ schon mal 3 Elektriker, einer, der den Christbaum schmückte und mindestens 3 vom restlichen Personal zusahen.
  • Völlig sinnlos sehe ich die Vergewaltigung von Hand- und Badetüchern zu mehr oder weniger opulenten Schwänen, Pfauen und sonstigen Figuren an. Einmal pro Woche reicht, glaube ich. Trotz des Aufwands der künstlerischen Gestaltung (mit dem Hintergedanken des Trinkgelds?) hat es zwar zur Sauberkeit, doch nicht immer zur Ergänzung der verbrauchten Pflegemittel im Bad gereicht.
  • Nur im Bad bleibt der Strom (zum Beispiel zur Aufladung von Tablet oder Smartphone) an, wenn die Schlüsselkarte beim Verlassen des Zimmers abgezogen wird. Alles ging aus, sogar der in wenigen Zentimetern Abstand vom Kopfkissen unter den Nachttisch getackerten WIFI-Router/Repeater/Verstärker. Kühlschrank blieb vermutlich, oder ganz sicher, an (haben wir nie benutzt).

Late check out

Sagen wir, Du kommst so um die mitternächtliche Stunde an, dann willst Du nur noch ins Bett, obwohl Dir noch ein Rest vom Abendessen zusteht und es Dir auch angeboten wird.

Sagen wir weiterhin, Dein Flieger zurück in die Heimat geht erst um 10 Uhr abends, dann hast Du einen „late check out“. Raus aus dem Zimmer musst Du aber um 12, so sind die Regeln im Solaya.

Du kannst Dich aber trotzdem noch in der Anlage aufhalten, das Gepäck muss halt irgendwo aufbewahrt werden. Dazu gibt es ein Zimmer neben der Rezeption.

Es gilt zum Thema „Spätabflieger – Zimmerverlängerung“ die Info vom Hotel:

  • Check out – 12 Uhr
  • Late Check out – 18 Uhr
  • Pro Zimmer 25€
  • Abendessen pP 15€
  • 1 Tag vor Abreise der Rezeption mitteilen

Ich habe allerdings keinen Grund zur Annahme, dass Dir Dein Kaffee an der Strandbar verweigert wird und Du bis zum Abflug verdursten musst, wenn Du nicht die Zimmerverlängerung buchst.

Gegenteilige Erfahrungen bitte an mich weitergeben, damit ich das hier ergänzen kann.

 

Buchungstipps

Ich habe wie üblich bei Weg.de* gebucht. Du kannst es aber auch über Holidaycheck* probieren. Bei beiden gab es 2016 noch einen Gutschein, der Deine (nächste) Reise erheblich billiger machen kann. Oder Du probierst einen Preisvergleich direkt beim Anbieter, zum Beispiel FTI* oder 5vorFlug*.

Wohl dem, der die Ferien meiden kann. So kostete 1 Woche AI im Doppelzimmer incl. Flug und Transfer im Solaya im Dezember rund 450 – 550 Euro plus 25 US$ Visum, am 23 Dezember dann über 1.400 Euro. Im Januar 2017 zahlte man für 1 Woche AI pro Person incl. Flug und Transfer um die 330 Euro bei Weg.de*, Abflug in München oder Nürnberg. Denk daran, dass die Temperatur im Januar sowohl in der Luft als auch im Wasser nicht mehr so warm ist, aber auf jeden Fall viel wärmer als in der Heimat.

 

Fazit

Willst Du schnorchelnderweise die bunte Wasserwelt im Roten Meer erleben, bist Du hier richtig. Auch bei dem oft heftig wehenden Wind ist diese Bucht geschützt. Wenn die anderen Hotels entlang der ägyptischen Küste am Ende des Stegs die rote oder gar schwarze Fahne hängen haben und deren Gäste missmutig ins Wasser stieren, weil die Schnorchelmaske trocken bleibt, hast Du hier freie Bahn zum Schnorcheln (und tauchen, denn hier gibt es eine Tauchbasis).

Willst Du zudem auch noch gut essen und die (oft live) Abendunterhaltung genießen, bist Du hier im Solaya richtig. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Hotelspersonals ist schon sprichwörtlich (Ausnahmen bestätigen die Regel). Bakschisch-Forderungen kommen so gut wie gar nicht, und die Akquirierung durch das Massage-Personal hält sich sehr in Grenzen.

Kommst Du nach 40 Minuten aus dem 25 Grad warmen Wasser (Dezemberwerte), kann es sein, dass Du im (heftigen) Wind möglicherweise schnell ausgekühlt bist. Dann hilft eine warme Suppe, und dann ab mittlerem Nachmittag das Jacuzzi (Blubberpool) und die 85 Grad warme Sauna. Im All-inclusive enthalten. Massage, Fußpflege etc. nicht. Sportgeräte stehen aber ebenfalls ohne Zusatzkosten zur Verfügung.

Noch ein Pluspunkt: Ich bin keine Transferjunkie (ähnliches Krankheitsbild wie der Stau-Liebhaber), der gerne 300 km mit dem Transferbus vom Flughafen zum Hotel gebracht wird, und dabei noch 10 andere Hotels anfährt. Wenn Du wie ich nach 5 km vom Flughafen in Deinem Hotel ankommen willst, dann bist Du hier in der Coraya-Bucht richtig.

Offenlegung

Ich habe diesen Familienurlaub selbst finanziert und habe weder vom Hotel noch von der Fluglinie ein Bakschisch bekommen. Auch nicht von der Transferbus-Gesellschaft. Ich schreibe hier, wie so oft und immer wieder, authentisch und ehrlich auf, was mir aufgefallen ist.

Lies meine anderen Reiseberichte und die der Gastautoren auf ReiseFreaks ReiseBlog.

Bunte Bilder vom Schnorcheln und Beiträge aus der Coraya-Bucht vom Hotel Solaya und Dar el Madina findest Du hier

Alle Bilder dieses Beitrages über das Solaya Hotel 2016  in der Coraya-Bucht am Roten Meer in Ägypten hier.

 

Link-Tipps für Fisch-Freunde: So weißt Du, was Du erschnorchelt hast

Fischführer – Rotes Meer und Persischer Golf
Meerwasser-Lexikon.de – DAS deutschsprachige Meerwasser Lexikon
Easydive24.de – Fischbestimmung
Riff-Führer Rotes Meer – MarcoWirth
Kategorie-Fische – Meerwasserwiki
Fischbestimmung Rotes Meer Malediven – FUN DIVE

 

 
  (*) Das Produkt oder die Dienstleistung, mit einem Sternchen bezeichnet, hat werblichen Charakter, kann also als "Anzeige" oder "Werbung" bezeichnet werden. Mehr zum Thema Angebote auf ReiseFreaks ReiseBlog

 

The following two tabs change content below.

Wolfgang Brugger

CEO, Founder
Wolfgang Brugger ist der Webmaster von ReiseFreaks ReiseBlog. Reist (trotz schwerem Unfall und Gehbehinderung) gerne und schreibt ehrlich über seine Reisen und die Möglichkeiten/Hindernisse, die er vorfindet.   PS: Bleib am Ball! Abonnier den kostenlosen ReiseNewsletter "ReiseJournal: ReiseNews und ReiseBerichte" unter http://ReiseNewsletter.ReiseFreak.de oder gleich auf dieser Seite, rechts.
Kurz-URL für diesen Beitrag:

Kurzlink zum Anklicken: https://goo.gl/8bkjuh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Mehr in ReiseBerichte
Bootsfahrt im Donaudelta bei Tulcea, Rumänien
Rumänien: Von den Karpaten durch die Walachei ins Donaudelta

Störche, Pferdewagen und einsame Kanäle Teil 5 und damit letzter Teil unserer Fotosammlung über eine Rundreise mit dem Bus in...

Ägypten. Coraya-Bucht, Marsa Alam: Schnorcheln statt Schmuddelwetter

Eine Woche Sonne tanken am Roten Meer im Winter Schlechter Anfang, gutes Ende Nur ca. 5 Stunden mit dem Flieger...

Schließen