Ungarn-Urlaub: Fallen und Fettnäpfchen umgehen
Translation with GoogleUngarn ist ein wunderbares und sehr gastfreundliches Reiseland. Dennoch lauern auch hier einige typische Touristenfallen, strenge Vorschriften und kulturelle Besonderheiten, die du kennen solltest. Damit du deinen Aufenthalt stressfrei genießen kannst, beachte am besten die folgenden Tipps.
Kulturelle Fettnäpfchen vermeiden
Verzichte in geselliger Runde lieber darauf, mit Biergläsern anzustoßen. Das hat einen historischen Hintergrund: Nach der Niederschlagung des ungarischen Freiheitskampfes 1849 feierten die österreichischen Sieger dies traditionell mit klirrenden Bierkrügen. Bei Wein oder dem bekannten Pálinka (Obstler) ist das Anstoßen hingegen völlig normal – man schaut sich in die Augen und sagt „Egészségedre!“. Bietet dir ein Einheimischer einen Pálinka an, kann eine strikte Ablehnung schnell unhöflich wirken. Trinkst du gar keinen Alkohol, erkläre das freundlich, ansonsten gehört ein kleiner Schluck oft zum guten Ton.
Sicher bezahlen und Geld wechseln
Lass unbedingt die Finger vom Geldwechseln bei fliegenden Händlern auf der Straße. Mache in Budapest zudem einen großen Bogen um die freistehenden, grell leuchtenden Euronet-Geldautomaten in den Touristenzonen. Diese verlangen oft extrem hohe Gebühren. Hebe dein Bargeld stattdessen immer an den Automaten offizieller Banken wie OTP, Erste oder K&H ab. Wenn du mit Karte bezahlst, pass gut auf: Es ist fast immer günstiger, in der Landeswährung Forint (HUF) abzurechnen. Wähle am Kartenterminal daher immer die Abrechnung in HUF, um extrem schlechte Wechselkurse der Händler zu vermeiden.
Sicher unterwegs im Verkehr
Winke niemals unlizenzierte Taxis am Straßenrand heran, da einige Fahrer von Touristen astronomische Preise verlangen. Nutze stattdessen bewährte Taxi-Apps wie Bolt oder lass dir im Restaurant ein offizielles Taxi rufen. Im öffentlichen Nahverkehr verstehen die Kontrolleure absolut keinen Spaß: Du musst dein Ticket zwingend vor Fahrtantritt abstempeln oder digital entwerten. Wenn du selbst hinter dem Steuer sitzt, merke dir: In Ungarn gilt eine strikte 0,0-Promille-Grenze. Für die Nutzung vieler Autobahnen benötigst du zudem zwingend eine elektronische Vignette (e-Matrica), die du vor der Auffahrt kaufen musst, um teure Strafen zu umgehen.
Gefahren in der Gastronomie und im Nachtleben
Bestelle in Restaurants niemals, ohne vorher einen Blick auf die Preise geworfen zu haben. In einigen sehr touristischen Lokalen, etwa rund um die bekannte Einkaufsstraße Váci utca, können die Preise stark überhöht sein. Sei zudem im Budapester Nachtleben wachsam und meide die klassische Bar-Falle: Alleinreisende Männer werden auf der Straße von attraktiven Frauen in eine Bar gelockt. Dort werden teure Drinks bestellt und der Barkeeper präsentiert am Ende eine völlig überzogene Rechnung. Besuche daher am besten nur Bars und Clubs, die du selbst im Vorfeld ausgewählt hast.
Wichtige gesetzliche Regeln
In Ungarn musst du dich bei polizeilichen Routinekontrollen offiziell ausweisen können. Trage deinen Personalausweis oder Reisepass daher am besten immer bei dir. Zudem hat das Land extrem strenge Antidrogengesetze. Schon der Besitz kleinster Mengen führt zu harten Strafen. Lass dich im Ausgehviertel auf keinen Fall auf Straßenhändler ein, das bringt dich nur unnötig in große Schwierigkeiten.
