Slowenien: Oberkrainer, eine süße Stadt und der See von Bled

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Bleder See, Bled, Slowenien Lesedauer: 12 Minuten

Ähnlich, aber ganz anders

Slowenien: Als Durchfahrtsland zu schade

Bevor wir “Karawankentunnel  7.864 m” lesen können und dem grünen Pfeil in den dunklen Berg hinein folgen, haben wir schon über 4 Stunden vom Münchner Zentrum bis hierher, an die Grenze Österreichs zu Slowenien, im Auto verbracht.

Das ist vergleichbar schnell, denn es gab wenig Verkehr und keinen Stau. Gut, von München nach Ljubljana zu fliegen wäre eine Alternative gewesen. Doch mit 4 Stunden ist die Reisezeit per PKW recht gut, da ist der Flieger auch nicht schneller (einschl. Anreise Flughafen, 2 Stunden Warten und dann wieder von der slowenischen Hauptstadt zurück nach Bled und Radovljica).

Ob die Rückreise nach Deutschland so glatt geht, steht noch in den Sternen. Immerhin sind zwei Grenzen, die durch die Flüchtlingskrise nicht mehr so toll durchlässig sind und etliche Tunnels sowie Baustellenstrecken zu überwinden. Und der Sonntag Nachmittag soll ja nicht so direkt der ideale Rückreisetermin in die bairische Landeshauptstadt sein, habe ich mir sagen lassen.

 

 

 

Meine Reise durch Slowenien:

 

Begunje und die Original Oberkrainer

Die Stadt Begunje in der Region Gorenjska liegt auf der Ebene von Radovljica unter den Hängen der Karawanken. Begunje ist der Geburtsort des weltberühmten Musikers Slavko Avsenik (Original Oberkrainer Musikanten) und Heimat der bekannten slowenischen Volksmusik.

Die jüngeren Leser werden sich jetzt die Augen reiben: Was ist DAS denn? Der “weltberühmte Oberkrainer Sound der Gebrüder Avsenik”?

Ja, liebe Leute, das war Pop-Musik vom Feinsten für die Generation, die in den fünfziger Jahren das Tanzbein schwingen wollte.

Und sie hat was. Ich glaube nicht, dass das mit der Generation 50+ bis 80+ zu tun hat. Auch junge Leute haben genug von dem aus Amiland importierten Rap und Techno. Es darf auch mal melodiös sein, mit Texten garniert, die zum Lächeln anregen. Mit Texten, die ohne F-Worte auskommen.

Bei Kürbissuppe, Schweinefilet mit Feigensauce und Käsestrudel (als Sättigungsbeilage) höre ich aus den Lautsprechern des Gastraumes im Wirtshaus der Avsenik-Familie dezente Klänge dieser Musik, die so typisch ist, dass sie auch heute noch von jungen Slowenen dargebracht und geliebt wird. Das Wirtshaus ist seit 150 Jahren in Familienbesitz.

 

 

 

 

Nachdem wir das süffige Bier im Gasthaus Gostilna Avsenik ausgetrunken haben, gehen wir ein paar Schritte weiter ins Museum Avsenik und stehen schon bald dem mannsgroßen Abbild des bekannten Musikers mit dem Akkordeon gegenüber: Slavko Avsenik, der eine ganze Generation mit den Original Oberkrainern erfreut hat.

 

 

Seinen erfolgreichsten Titel hatte Avsenik mit dem Trompeten-Echo (1954), der sich nach und nach  zum Evergreen der volkstümlichen Musik entwickelte. Im Museum werden nicht nur die goldenen Schallplatten ausgestellt, sondern auch ein Film über die Geschichte der Musikgruppe gezeigt. Dass für Busreisende gesorgt wird, sieht man an der Anzahl der Sitzplätze: 70.

In den Vitrinen findest Du unter anderem zahlreiche internationale Auszeichnungen aus Deutschland, Österreich, USA und Kanada.

Den Slavko Avsenik haben wir übrigens knapp verpasst: Er verstarb schon 2015. Aber sein Erbe wird durch die Familie musikalisch, durch Museum, Musikschule und “Sašo Avsenik und seine Oberkrainer” (Der Enkel von Slavko) weitergeführt.

 

 

 

 

 

 

Glamping in Bled

Wir fahren den See entlang und erreichen nach etwa 2 km den Campingplatz von Bled. Zahlreiche Wohnmobile, Caravans und Zeltler genießen dort die Ruhe und Abgeschiedenheit von Sloweniens Voralpen.

In unmittelbarer Nähe gib es einen Seestrand, sowie ein Restaurant und einen Supermarkt. Camping Bled bietet 280 Stellplätze, moderne Sanitäranlagen und ein reiches Unterhaltungsprogramm mit zahlreichen Ausflügen, Aktivitäten und Veranstaltungen.
Camping Bled befindet sich in einer ruhigen Lage in unmittelbarer Nähe des Bleder Sees. Wenn Du Dein Wohnmobil aber ganz hinten am Wald abstellst, bist Du dort, wo Fuchs und Has sich gute Nacht sagen – und genau das willst Du vielleicht ja auch.
Die natürliche Schönheit von Bled und seiner Umgebung sowie die Nähe des Triglav-Nationalparks bieten Naturliebhabern und Outdoorenthusiasten zahlreiche Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub.

Glamping: Öko-Campinghäuschen

2010 startete Camping Bled die Entwicklung eines Öko-Dorfs mit acht hölzernen Öko-Campinghäuschen.
Mit diesem Projekt folgt Camping Bled dem neuesten Trend im Campingtourismus: Glamping (glamouröses Camping).
Die Idee: Gästen soll nicht nur ein besonders komfortabler Aufenthalt in natürlicher Umgebung geboten werden. Vielmehr wird dabei der Ansatz von umweltfreundlichem Urlaub verfolgt. Daher hat man sich bewusst gegen Mobilhäuser oder andere auf dem Markt zugängliche Produkte (Safarizelte, Tipis, Campingpods) entschieden und gezielt nach einer Lösung gesucht, die aus dem reichen Natur- und Kulturerbe der Region entstammt und darüber hinaus umweltgerecht ist.

 

 

 

 

 

Restaurant der Burg: Was für eine Aussicht!

 

 

 

 

Wenn dieses perfekt gebratene Stück vom Rind nicht satt macht, dann weiß ich auch nicht…

 

Geht noch was? Vermutlich schon. Diese Cremeschnitte hilft, dass wir nicht zu kalorienlos vom Hofe reiten 😉

 

Good 2 know:

Restaurant Bled Castle
http://www.jezersek.si/en/bled-castle-restaurant/
https://www.facebook.com/Bled-Castle-Restaurant-695532470558319

 

Der Karawankentunnel einmal anders: Mitten im Tunnel ist die slowenisch-österreichische Grenze. Kein Stau heute, keine Kontrollen. Glück gehabt.

Wir hatten doch anfangs vom Sonntag Nachmittag gesprochen. Davon, dass es da eventuelle zeitliche Verzögerungen geben könnte, durch Stau, Rückreiseverkehr etc.

Die gute Nachricht: Vor den Grenzen gibt es keinen Stau.

Die schlechte Nachricht: Schon in der Mitte Österreichs empfängt uns der erste Stau. Und der rote Faden “Stau” zieht sich durch – mit wenigen freien Strecken – bis an den Münchener Hauptbahnhof.

Summa summarum brauche ich vom Parkplatz unterhalb der Burg Bled bis zum Einlaufen in den heimatlichen Hafen (Haustüre) satte 9 Stunden. Aber man kann ja nicht alles haben.

 

 

In der nächsten Folge erzähle ich Dir weiter von Slowenien, vom Wein, von leckerem Essen und vom Meer, von Höhlen, Panzern und Thermalbädern. Bleib dran und bookmarke Slowenien16!

 

 

Mehr über die Region Gorenjska findest Du hier:

Die Burg Bled und Luxus Camping in der Natur

 

 

Die Slowenien-Beiträge wurden ermöglicht mit Hilfe der Agentur BestPresstory“ (mgm-mediaoptima.com) aus Ljubljana und aller oben aufgeführten Mitglieder der Tourismusbranche. Was mich aber nicht daran hindert, hier meine eigene Meinung zu vertreten.

 

Ein Kommentar

  • Hallo Wolfgang,

    ich bin gerade auf Deinen Post von unserer gemeinsamen Reise gestoßen. Bled war schon ein besonders schöner Ort. Aber auch die übrigen Orte haben die Reise zu einem Highlight gemacht.

    Viele Grüße,
    Monika