Hightech auf Reisen: Drohnen gegen Dengue
Translation with GoogleWenn du in tropische Länder reist, kennst du sicher das Problem: Mücken sind nicht nur extrem lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie Malaria, Denguefieber, Zika oder Chikungunya übertragen. Besonders tückisch sind winzige Wasseransammlungen in alten Reifen oder leeren Behältern, in denen sich die Insekten rasant vermehren. Forscher nutzen nun in Indonesien eine faszinierende neue Methode, um solche Gefahrenquellen zu beseitigen und das Reisen in Risikogebieten in Zukunft sicherer zu machen.
Mit künstlicher Intelligenz gegen Brutstätten
In der dicht besiedelten Küstenstadt Makassar testen Wissenschaftler eine smarte Kombination aus Drohnen und künstlicher Intelligenz, um versteckte Mückenbrutstätten aufzuspüren. Bisher war es für Kontrolleure am Boden fast unmöglich, jeden weggeworfenen Reifen auf Dächern, hinter Zäunen oder unter dichtem Pflanzenwuchs zu finden. Genau in diesem ungestörten Regenwasser fühlen sich die Larven der Gelbfiebermücke jedoch besonders wohl.
Die Technologie sieht mehr als der Mensch
Die Lösung des Problems kommt aus der Luft: Drohnen überfliegen ganze Stadtviertel und liefern hochauflösende Bilder. Eine speziell trainierte KI wertet diese Aufnahmen aus und erkennt dabei fast doppelt so viele Brutstätten wie ein menschlicher Analyst. Das System identifiziert sogar alte Reifen, die teilweise im Wasser liegen oder vom Schatten der Vegetation verdeckt werden. So können Gesundheitshelfer gezielt ausrücken und die Gefahrenquellen beseitigen, bevor die Mücken schlüpfen.
Ein weltweiter Lösungsansatz
Da steigende Temperaturen dafür sorgen, dass sich Krankheitsüberträger immer weiter ausbreiten, ist diese Technologie ein echter Meilenstein. Was derzeit im Dengue-Hotspot Indonesien erfolgreich getestet wird, ist stark skalierbar. Es könnte bald weltweit zum Einsatz kommen und dazu beitragen, das Risiko von Tropenkrankheiten für Einheimische und Reisende drastisch zu senken.
