Ägypten. Coraya-Bucht, Marsa Alam: Schnorcheln statt Schmuddelwetter

Titelbild: Ägypten 2015. Coraya-Bucht bei Marsa Alam. Sommer im Winter genießen

Eine Woche Sonne tanken am Roten Meer im Winter

Schlechter Anfang, gutes Ende

Nur ca. 5 Stunden mit dem Flieger von Süddeutschland nach Marsa Alam. Und dann 5-15 Minuten Transfer bis zum JAZ Solaya* -Hotel an der Coraya-Bucht.

 

 

 

Wie immer gibt es im Ferienflieger vor dem reichhaltigen mehrgängigen Mahl ein Glas Champagner …

… stop, halt, das war ja bei meinem Flug mit der Air France von Johannesburg nach Paris.  😉

 

Bei der SunExpress gibt es, wie letztes Jahr, folgendes:

Und das war’s schon. Was will man schon mehr erwarten, vielleicht gleich 2 Feel Better Freshener? Oder 2 dieser verschweißten Wasserbecher?

Der Flieger kann alles, was auch ein Airbus A380 kann: Starten, fliegen, landen. Und das pünktlich. On the dot.

Und wenn Du Glück hast, bekommst Du sogar einen Fensterplatz. Der ist übrigens für 10 Euro über’s Internet einfach zu buchen.

 

Abflug von München am späten Nachmittag

 

Sonnenuntergang über den Alpen

 

Wir kommen nächtens in Marsa Alam an und ich habe schon 5 Fünf-Dollar-Banknoten bereit, um am Bankschalter im Eingangsbereich des Flughafens mein Visum für 25 US$ zu holen.

So wie letztes Jahr.

Anders als letztes Jahr (zur selben Tageszeit)  ist der Bankschalter aber geschlossen und dunkel. Stattdessen müssen wir uns am Schalter der mit dem Empfang und Transfer beauftragten Gesellschaft einfinden, wo wir das Visum in den Pass geklebt bekommen.

Schnell geht es durch die Passkontrolle, schnell kommen die Koffer, und wir werden einem Transferbus zugewiesen. Dort dauert es ein wenig, bis falsch eingestiegene Urlauber wieder gegangen und alle, die zu den JAZ-Hotels in die Coraya-Bucht wollen, sich zu uns gesellt haben.

 

Am Anfang stand der Druck

Während der Transferbus schon fährt, dankt uns ein Ägypter, der offenbar das Empfangskomitee bildet, dass wir den Sprung nach Ägypten trotz der Ereignisse am Sinai (Explodierendes Flugzeug) gewagt haben. Und wiederholt dasselbe noch einmal, um dann die Kosten für das Visum einzufordern.

Ich reiche ihm die 25 US-Dollar hin, die, wie ich weiß, von der Bank für das Visum verlangt werden. Steht ja auch am Fenster des (geschlossenen) Bankschalters im Flughafengebäude. Und auf dem Visum-Aufkleber in meinem Pass. Wer will, kann das (Abruf der URL spätestens am 22.12.2015) beim Auswärtigen Amt nachlesen:

Seit dem 01.05.2014 beträgt die Gebühr 25 USD (bzw. entsprechender Gegenwert in EUR). Die Visagebühr ist an offiziellen Bankschaltern vor Erreichen der Passschalter zu entrichten.

Nein, das ist zu wenig, meint der Herr Kassierer. 37 US-Dollar will er haben. Hoppla, denke ich, trotz später Stunde kann ich noch rechnen – und ihm nicht zustimmen. Das wäre ja eine Preissteigerung von ca. 50%.

Ich weigere mich, diesen Betrag abzudrücken. Nicht wegen des Aufschlages, sondern aus Prinzip.

Er nähme auch 27 Euro, meint er darauf. Ich rechne nach: Beim damaligen Kurs wären 25 US-Dollar 23,005 Euro, also unter Freunden 23 Euro. 

Und die 4 Euro pro Person nähme er dann für seine Bemühungen? Für den Bus also geschätzte 50 Euro? Und das hier ist ein Kleinbus. In einem großen Bus kommen da stattliche 100 bis 150 Euro pro Fuhre zusammen.

Ich lese gerade bei den Urlaubspiraten, wo ein Kommentator schreibt:

Ein Arzt verdient in Ägypten monatlich ca. 120 € in einem staatlichen Krankenhaus. Die Hotelangestellten kommen auf ein Monatseinkommen von ca. 60 € ohne Trinkgelder.

Ein netter (für meine Person ungefragter und ungebetener) Nebenverdienst für den, der den Betrag am Ende kassiert.

Wie viele Sitze hat unser Flieger?

Wir sind mit einer Boeing 737-8CX angekommen. Laut Flugzeuginfo.net passen in den Flieger 160 / 184, max. 189 Personen hinein. Sagen wir einmal 170.  Da laufen bei 4 Euro bzw. 12 US-$ pro Nase Provision oder Trinkgeld oder was-auch-immer ganz schöne Beträge auf.

  • In Dollar: 170 x 12 = 2.040 US$ Provision,
  • in Euro: 170 x 4 Euro = 680 €.

Pro Flieger.  Wenn auch Hurghada dieses Spiel noch mitspielt, dann rechne mal hoch, wie viele Flieger pro Woche aus München, Stuttgart, Hamburg, Berlin …. in Ägypten ankommen. Da ist der Weg zum neuen Porsche nicht mehr weit  😉

Warum überhaupt ist dieses Jahr der Bankschalter zu? Hat man den Bankmenschen nach Hause geschickt, um dieses unwürdige Provisions-Tänzchen mit den „dummen“ Touris, die sich alles gefallen lassen, zu veranstalten?

Ich diskutiere noch ein wenig mit dem Herrn, und dieser befiehlt dem Fahrer, der schon auf dem Weg zu den Hotels ist, anzuhalten. Mitten in der Wüste. Rundherum nur Dunkelheit – und Kälte. Um Druck aufzubauen.

Nun bekomme ich also Druck. Die Rede und Gegenrede hat einige der Mitfahrenden auf den Plan gebracht, und die Diskussion wird etwas lauter.

Raus mit dem Kerl, tönt es

 

„Raus mit dem Kerl. Aussteigen! Wir wollen endlich ins Hotel!“
PS: Ich dachte, den Transfer hatten wir alle mit dem Kauf der Pauschalreise bezahlt. Warum also aussteigen?

 

Ich solle aussteigen, meint der ein oder andere, wenn ich den erhöhten Betrag nicht zahlen wolle. Draußen ist es zugig, kalt und dunkel. Ich weiß nicht so recht.

Einerseits ist die Provision, die der Herr verlangt, nicht gerade sehr viel.

Andererseits bin ich selbst fähig, mir ein Visum zu besorgen und zu bezahlen. So wie letztes Jahr auch. Auf den Tag genau zur selben Jahreszeit, zur selben Uhrzeit.

Ich halte nichts von Bevormundung.

Wir Urlauber sollten die Wahl haben, unseren Visum-Aufkleber am Bankschalter oder gegen Provisions-Aufschlag vom „Incoming Tour Operator“ zu erwerben.

 

 

Als man mich dann fast schon aus dem Bus werfen will – die Ungeduld und vereinzelte offene Aggression der Mitfahrenden scheint kurz vor diesem Punkt zu sein- , willige ich in das perfide Spiel ein, kratze die letzten Münzen aus dem Geldbeutel  und reiche dem Kassierer die verlangten 27 Euro. Er gibt dem Fahrer einen Wink. Der fährt los.

Interessantes Spiel, das hier gespielt wird. Eine mitreisende Dame, die wohl schon öfter in Ägypten Urlaub gemacht hat, erzählt ihrem Sitznachbar, dass sich in jedem Bus Leidensgenossen gegen die Abzocke (wie sie sagt)  wehren (wollen).

Aber es wohl nicht schaffen, denn der Kassierer weiß schon, wie er es macht. Er versichert sich der Hilfe der durch die lange Anreise (und die schon reichlich vorgerückte Stunde) mehr oder weniger willenlosen Touris, indem er psychologisch geschickt den Druck aufbaut, den Bus anhalten lässt und einfach beobachtet, was sich da so gruppendynamisch entwickelt. Und am Ende siegt. Schlauer Pursche!

Aber man sollte so etwas nicht durchgehen lassen.

Die vorgesehenen 5 x 5 US-Dollar – Banknoten  für’s Visum kann ich ja für’s Trinkgeld verwenden. Leistung soll sich lohnen. Unter-Druck-setzen sicherlich nicht.

Die Stimmung ist am Boden. Erst bedankt der Kassierer sich, dass wir in sein Land gekommen sind, dann spielt er dieses Spielchen mit dem Druck der Gruppe.

Ich fordere, die Firma, die den Transfer übernimmt, sollte dieses Verhalten gründlich überdenken. Wenn schon sowieso so wenige Touristen kommen, sollte man sie fair behandeln, und nicht schon die Stimmung am Anfang auf den Gefrierpunkt herunterdrücken. Gastfreundlichkeit sieht anders aus. Gastfreundschaft und Kundenbindung auch.

 

Lage der Coraya-Bucht


Größere Karte anzeigen

 

Im Hotel Solaya angekommen, sollen wir ins Zimmer gehen, während unsere Koffer in den obersten Stock (ohne Aufzug) gebracht werden.

 

 

Dann erhalten wir ein spätes Abendmahl. Sehr hilfreich nach dem eben Erlebten.

 

 

Der nächste Tag bringt, wie nicht anders erwartet, die schon lange ersehnte Sonne, und eine tolle Sicht auf die Bucht von unserem Balkon. Es ist windig, zu windig, wie sich herausstellen wird.

 

 

Wirklich gut ausgesucht, liebe Rezeption. Nach vorne haben wir den Blick über die Bucht, und  links sehen wir über den anschließenden Gebäudetrakt in die Wüste. Und wenn wir das Treppenhaus im untersten Stock verlassen, sind wir in 2 Minuten am Strand.

 

Deutlicher wird es, wenn wir aus der Türe treten. Bilder kommen etwas weiter unten.

 

Der Steg für die Schnorchler und Taucher

 

Nebenbei: Für mobilitätseingeschränkte Zeitgenossen

Ich habe versprochen, dass ich auch etwas für meine Leidensgenossen, die Menschen mit Handicap berichte. Wie schon letztes Jahr das JAZ Dar el Madina Hotel hat dieses Hotel so gut wie keine Handläufe und Treppengeländer, um sowohl kleinere Niveau-Unterschiede, wie die 2-3 Stufen von der Lobby zum Speisesaal und dort von der Essensausgabe zum Sitzplatz zu überwinden.

 

Auch in den Treppenhäusern des Hotels wirst Du keine Handläufe finden. Gerade für mich als Schwerbehinderten ist dies, wie schon letztes Jahr, ein potentieller Gefahrenpunkt.

 

Bougainvilleen an der Hauswand

 

 

Vor dem Speisesaal: Bunte Drinks, natürlich ohne Alkohol

 

Leckere Salate und andere Vorspeisen

 

Eine reiche Auswahl von Öl und Essig

 

Phantasievoll angerichtete Desserts

 

Es weht ein steifer Wind aus Nord, so dass der für das Hotel JAZ Solaya* vorgesehene Strandabschnitt für uns nicht in Frage kommt. Man kühlt zu schnell aus, trotz Windschutz.

Wir gehen hinüber zum Schwesterhotel Coraya Beach, wo wegen der Angst vor Terroranschlägen in Ägypten gerade mal maximal ein Drittel der Liegen besetzt ist.

Hier ist Lee, also Windschatten, und wir haben Gelegenheit, der Sonne die Aufwärmung des Körpers zu überlassen, damit wir hernach lange schnorcheln können.

 

Ausblick von der 2. Reihe des Strandes am Hotel Coraya Beach

 

In der Tat sind wir zwischen 40 Minuten und mehr als 1 Stunde pro Schnorchelgang im Wasser. Das Ergebnis siehst Du im Beitrag Ägypten. Bunte Fische schnorcheln am Korallenriff: Coraya Bay, Rotes Meer. 

Natürlich kann ich hier nicht die über 800 Bilder zeigen, die ich gemacht habe. Ergänzend kannst Du Dir die Unterwasser-Bilder von letztem Jahr ansehen:

100 x die bunte Welt im Roten Meer: Fotogalerie Coraya-Bucht, Ägypten.

Zurück im Zimmer sehe ich, dass der Zimmerdienst, der hier immer von Herren durchgeführt wird, aus meinem benutzten, noch feuchten Handtuch einen Vogel gedrechselt hat. Er hat es vom Balkon geholt, wo ich es zum Trocknen aufgehängt hatte.

 

 

Das wird der letzte Vogel während dieser Woche bleiben. Im Nachbarhotel JAZ Dar el Madina, wo ich letztes Jahr war, wurden mehr dieser meiner Meinung nach unnötigen Tierlein gebaut. So etwas ist zwar nett und fein, doch es hält die dienstbaren Geister von der eigentlichen Arbeit ab.

Ein Schritt aus der Zimmertür, und schon begeistert uns der Sonnenuntergang über der Wüste. Herrlich!

 

Wenn Du es noch nicht wusstest: Auch in der Wüste gibt es hohe Berge:

 

Jeden Abend 2 verschiedene Suppen: Gut, wenn der Wind Dich abgekühlt hat und Du wieder einmal zu lange im 25° warmen Wasser geschnorchelt hast:

 

Nicht aus Langeweile, aber aus Interesse sehe ich im Gang, was sich die Sicherheitsleute zum Thema Fluchtwege bei Feuer haben einfallen lassen.

Schade nur, dass ich dem Farbklecks „Your position“ keine Entsprechung im Plan zuordnen kann. In der Panik nach einem potentiellen Feuerausbruch kann das wertvolle Sekunden kosten, wenn man nicht weiß, wo man ist und wohin man entfleuchen soll.

Vorschlag: Mach mal einen roten Punkt oder Pfeil  (statt keinen schwarzen Klecks, wie durch die Legende angedeutet) auf den Gebäudegrundriss. Das hilft!

 

Das Hotel bietet unerwartet hübsche Ausblicke

 

Wenn Du vor lauter Schnorcheln den Termin zum Mittagessen verpasst hast, bringt Dich dieser Snack am Pool energietechnisch bis zum Abendessen:

Apropos Pool

Von den 2 Pools des Hotels ist einer auf angenehme 27 Grad erhitzt. Leider nicht mit Solarenergie – Ägypten hat ja wahrlich genügend Sonne! – sondern mit Dieselkraft.

Der warme Pool eignet sich vorzüglich zum Schwimmen. Wer ein wenig ausgekühlt ist vom vielen Schnorcheln, kann sich hier wieder aufwärmen. Oder am späten Nachmittag im Dampfbad, in der Sauna und im Blubberbad (Jacuzzi).

 

Der 2. Advent. Auch die Moslems wissen, was christlichen Besuchern gefällt:

 

Erstaunliche Kreationen auf dem Süßigkeiten-Tisch

 

 

Ein nächtlicher Besuch im benachbarten Hotel Coraya Beach: Hier findet man es selbstverständlich, auch kleine Höhenunterschiede mit einem geschmackvollen Geländer zu versehen.

 

Noch ein Bild aus unserem Hotel, dem JAZ Solaya* : Es wird auf der Terrasse gegrillt, was das Zeug hält:

 

 

Der übliche Spaziergang nach dem Essen bringt uns zu den schon im letzten Beitrag erwähnten beschilderten Bäumen. Hier haben wohl Rainer und seine ausländische Frau Poora dem Baum Paten gestanden:   😉

 

Der Empfangsbereich des JAZ Solaya Hotels zu nächtlicher Stunde

 

Blick über das Treppenhaus zum Gebäudekomplex der Bediensteten des Hotels jenseits der Straße

 

 

 

Hoppla, da sehe ich doch ein Geländer im Treppenhaus. Bin ich etwa zu kritisch gewesen?

Nein, ich war nicht zu unaufmerksam. Dieser Handlauf ist der einzige. Überhaupt.

Er führt genau so weit, wie Du ihn hier siehst. Biegst Du um die Ecke, hast Du keine Chance mehr, Dich festzuhalten. Außer Du gehst innen und greifst um die dicke Mauer herum. Doch da sind die Treppenstufen  zwangsläufig durch ihre Bauart schmäler, so dass die Trittsicherheit gefährdet ist.

 

Speisesaal

 

Essensausgabe

 

Animationsteam: Gut drauf, aber mehr Leute, die animieren, als Leute, die mitmachen. So ist das, wenn die Deutschen, Österreicher und Schweizer Angst vor einer Ägypten-Reise haben.

 

Bessere Ausstattung als das Dar el Madina von letztem Jahr: Hier ein Blubberbad, eine Sauna und ein Dampfbad. Und ein wohl ausgestatteter Gymnastik-Raum.

 

 

Hoppla, was geht hier? Empfang zum Galadiner.

 

Strand des Solaya-Hotels. Zum Schwimmen und Schnorcheln musst Du durch sehr seichtes Wasser relativ weit gehen.

 

Verschwindet von hier: Vertreibung aus dem Paradies

Warum zeige ich jetzt ein Bild des Strandes des Solaya-Hotels?

Ganz einfach. Gestern liege ich noch friedlich auf einer der Liegen im Windschatten des Hügels am Coraya Beach Hotel, da werde ich von einem Herrn angeherrscht, dass ich doch, wie mein AI-Armband zeige, gar nicht hier liegen dürfe.

Auf meinen Einwand hin, dass gefühlte 75% aller Liegen unbesetzt seien, fordert er mich auf, das Gelände, also den Strand des Coraya Beach Hotels umgehend zu verlassen.

Auch meinen Nachbarn und seine Frau, die lautstark protestieren, will er derart verscheuchen. Dabei fällt es ihm nicht ein, höflich zu wirken.

Was soll ich von so einem Verhalten halten? Haltlos!

Ich spreche mit seinem Vorgesetzten und erkläre die Situation: Freie Plätze und starker Wind an unserem „Hausstrand“. Und hier Windstille.

Er sieht es sein und ist wohl weniger Bürokrat als sein Untergebener. Er verspricht, dass wir jetzt und auch morgen hier gerne gesehen würden.

Geht doch.

Aber die schlechte Stimmung bleibt. Am nächsten Tag ist weniger Wind, so dass ich mich am Solaya-Hausstrand niederlasse. Ich gehe über den langen Weg in sehr seichtem Wasser in Richtung schnorchelbare Tiefen.

Unpraktisch für mich, denn ohne Gehstöcke zu gehen fällt mir schwer. Dazu kommt, dass der Meerboden oft Löcher hat, wo ich einsinken und umknicken kann. Drüben am Strand des Coraya-Beach Hotel geht es hingegen vergleichbar schnell ins tiefe Wasser.

 

Terrasse des Solaya

 

Schaukochen nach Ansage: Wünsch Dir was!

 

 

Weihnachten ist nicht mehr weit

 

Hat es Dir gefallen? Dann kannst Du das Trinkgeld gerne aufteilen. Bloß: Was ist Aqua?

 

Der letzte Morgen ist angebrochen. Wir werden von einem großen Bus zu einem benachbarten Hotel gebracht, wo ein einzelner Mann zusteigt. Dann sind wir schon in wenigen Minuten am Flughafen Marsa Alam.

Wir steigen aus, nehmen unsere Koffer und gehen auf das Flughafengebäude zu. Kurz vor dem Gebäude spannt ein Arbeit gerade in dem Moment, als wir kommen, eine Kette vor uns.

Das zwingt uns, um ein paar Meter Umweg zu machen. Wie das? Warum?

Als wir alle schon in der Schlange vor der Security stehen, entfernt der Arbeiter wieder die Kette, so dass die Insassen des Folgebusses ohne Hindernis ins Flughafengebäude gelangen können.

Mysteriös. Uns gibt das noch einige Zeit zu denken:

 

 

Noch ein paar Bilder von der Heimreise:

 

 

„Unsere“ Coraya-Bucht. Wir kommen wieder. Sicher!

 

Am Nil angekommen: Über Khozam Qus

 

Nil- über Tahta

 

Die griechische Insel Santorini

 

Milos, Kimolos, Polyaigos

 

Milos, Kimolos, Polyaigos

 

Plastiras-Stausee (techniti limni Plastira), Griechenland

 

Alpen, Mur-Tal, Österreich

 

Salzkammergut, Mondsee, Wolfgangsee, Attersee. Österreich

 

Fazit:

Wir hatten Pech und Glück.

Pech, dass dieses Jahr ein stärkerer Wind als letztes Jahr um dieselbe Zeit wehte, der uns vom angestammten Strand vertrieb. Auch die Lufttemperatur war mindestens 5 Grad kühler – aber natürlich wesentlich wärmer als zu Hause  😉

Glück, dass so wenige Touristen den Weg nach Ägypten fanden, so dass wir die vollste Aufmerksamkeit der immer freundlichen dienstbaren Geister des Hotels hatten. Dank in diesem Zusammenhang auch an den Schichtleiter der Rezeption, Herrn Saber, für die freundlichen Plaudereien auf deutsch.

Glück auch, dass wir – meiner Meinung nach – mehr Fische sahen und ich einige neue für meine Sammlung erschnorcheln konnte. Bericht folgt.

Wir hatten zwei Mängel im Zimmer gefunden: Lampe in der Dusche war kaputt und die Türe scheuerte auf den Fliesen. In kürzester Zeit war der Hausmeister da und ein Trupp von Leuten reparierte die Mängel im Nu.

Im Gegensatz zu letztem Jahr gibt es – sogar am Solaya-Strand – WIFI / WLAN kostenlos und unbegrenzt. Allerdings mit geringerer Geschwindigkeit und häufigen Aussetzern. Und wenn Du Pech hast, musst Du Dir an der Rezeption einen neuen Zugangscode abholen, weil angeblich Dein Limit überschritten ist. Telefonieren mit WhatsAPP geht nicht, aber es geht auch mal ohne Telefonate nach Hause.

Das Hotel JAZ Solaya* kann ich ohne weiteres weiter empfehlen, muss den Verantwortlichen des Hotels aber raten, sich mit dem Thema „Geländer“ eindringlich zu befassen.

Dem Schwesterhotel Coraya Beach* könnte ich raten, wenn mich jemand fragt (und hier wird man ständig gefragt, was man verbessern könnte), sich mit der Schulung der Strandaufseher näher zu befassen. In Sachen Höflichkeit und Respekt dem Urlauber gegenüber.

Ich denke, dass das Solaya und alle Hotels der Coraya-Bucht ein toller Platz für Langzeiturlauber, vor allem natürlich für die Generation 60+ werden könnte, die die Auslastung des Hotels zwischen den Ferienterminen, gerade in der für uns kühlen Jahreszeit, gehörig in die Höhe treiben könnte. Das ist momentan auch dringend nötig bei weniger als 50% Auslastung durch die jüngsten Vorfälle in Ägypten.

Bei einem Preis von unter 400 Euro für 1 Woche All inclusive im DZ, den wir bei Weg.de* bezahlt haben, kann man wirklich nicht meckern. In den Ferien zahlst Du natürlich locker das Doppelte und mehr. Such gerne auch nach JAZ Dar el Madina, das ist in der Regel ein paar Euro billiger und das Essen schmeckt vorzüglich dort.

Und so war es letztes Jahr, berichtet in zwei Etappen:

Der Sonne entgegen: Urlaub am Roten Meer. Die Coraya-Bucht in Ägypten bei Marsa Alam und

100 x die bunte Welt im Roten Meer: Fotogalerie Coraya-Bucht, Ägypten.


 

(*) Mehr zum Thema Angebote auf ReiseFreaks ReiseBlog

 


 

Klarheit und Wahrheit:

Diese Reise wurde von mir selbst finanziert. Wie immer halte ich meine Augen und Ohren offen und bin wohlwollend kritisch in meiner Berichterstattung. Durch die Benennung vereinzelt auftretender Missstände kann manchmal sogar eine Besserung erfolgen, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat. Schweigen dagegen ändert nichts.

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Wolfgang Brugger

Wolfgang Brugger

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Wolfgang Brugger ist der Webmaster von ReiseFreaks ReiseBlog. Reist (trotz Gehbehinderung) gerne und schreibt ehrlich über seine Reisen und die Möglichkeiten/Hindernisse, die er vorfindet.   PS: Bleib am Ball! Abonnier den kostenlosen ReiseNewsletter "ReiseJournal: ReiseNews und ReiseBerichte" unter http://ReiseNewsletter.ReiseFreak.de oder gleich auf dieser Seite, rechts.
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