La Palma: kanarische Insel als Vorreiterin nachhaltigen Tourismus
Translation with GoogleDie besonderen Landschaften La Palmas wurden schon früh als schützenswert erkannt. Sie sind nicht nur Herz und Seele der Insel, sondern prägen auch ein Tourismuskonzept, das weit über die Kanaren hinaus als vorbildlich gilt.
Die Kanarische Insel La Palma hat früh erkannt, welchen Wert ihre außergewöhnlichen Landschaften besitzen. Vulkanketten, artenreiche Ökosysteme und ein bemerkenswert klarer und sternenreicher Nachthimmel prägen die Insel – und bilden die Grundlage für ein Tourismusmodell, das international als Beispiel für nachhaltige Entwicklung gilt. Statt auf Massentourismus setzt La Palma auf behutsame Entwicklung und konsequenten Umweltschutz.
Schutz als Fundament der Entwicklung
Seit Jahrzehnten verfolgt La Palma einen Kurs, der sich durch konsequente ökologische Verantwortung auszeichnet und wirtschaftliche Nutzung und Naturerhalt in Einklang bringen soll. Im Jahr 2006 wurde die Insel als weltweit erstes Reiseziel vom Responsible Tourism Institute als Sustainable Tourism Destination ausgezeichnet. Bereits zuvor hatte die UNESCO die Entwicklung gewürdigt: Im Jahr 2002 wurde die gesamte Insel zum Biosphärenreservat erklärt – ein Meilenstein und wichtiges Signal für den Anspruch, menschliche Aktivität und Naturschutz dauerhaft zu verbinden. Seither wurden große Teile der Insel schrittweise unter Schutz gestellt, um empfindliche Lebensräume zu bewahren und natürliche Ressourcen langfristig zu sichern.
Heute sind rund 35 Prozent der Insel offiziell als Natur- und Schutzgebiete ausgewiesen. Dazu zählt der Nationalpark Caldera de Taburiente, ein weitläufiges vulkanisches Becken, das als zentrales Schutzgebiet für endemische Pflanzenarten, Wasserressourcen und geologisches Erbe bewahrt wird. Auch die Küstengewässer werden gezielt geschützt: Im Meeresreservat La Palma sind Aktivitäten wie Kajakfahren oder Schnorcheln klar geregelt, um die Vielfalt mariner Lebensformen zu erhalten und zugleich ein schonendes Naturerlebnis zu ermöglichen.
Ökotourismus als Erlebnis
Der Schutz der Natur spiegelt sich direkt im touristischen Angebot wider. La Palma bietet Erlebnisse, die nachhaltigen Tourismus konkret erfahrbar machen. Als zertifizierte Starlight Reserve und Destination ist die Insel bekannt für einen der dunkelsten und klarsten Nachthimmel Europas. Seit 1988 regelt das sogenannte „Sky Act“, ein Gesetz zum Schutz des Nachthimmels, die Außenbeleuchtung und begrenzt die Lichtverschmutzung – zugunsten nachtaktiver Tierarten ebenso wie der wissenschaftlichen Forschung. Das Observatorium am Roque de los Muchachos zählt zu den renommiertesten der Welt. Besucher können an geführten Sternenbeobachtungen, Teleskopführungen oder astronomischen Workshops teilnehmen und diesen besonderen Naturraum unmittelbar erleben.
Auch tagsüber lädt die Insel zur entschleunigten Erkundung ein. Über 1.000 Kilometer ausgeschilderter Wanderwege, darunter die Ruta de los Volcanes, führen durch vulkanische Höhenzüge und bewaldete Landschaften – ohne motorisierten Verkehr und mit minimalem Eingriff in die Natur.
Sanfter Tourismus
Im Gegensatz zu anderen Kanarischen Inseln verzichtet La Palma bewusst auf Massentourismus. Boutiquehotels, ländliche Unterkünfte und familiengeführte Pensionen prägen das Bild. Viele Häuser wurden aus traditionellen Gebäuden entwickelt und sind eng mit den Gemeinden verbunden. Dieses Modell ermöglicht eine unmittelbare Begegnung mit dem Alltag der Insel: Gäste lernen die traditionelle kanarische Kultur im direkten Austausch kennen.
Der Tourismus ist zudem eng mit nachhaltiger Landwirtschaft verknüpft, insbesondere mit dem Anbau von Bananen und Wein. Besucher können ökologische Betriebe besichtigen, regionale Produkte verkosten und sich über Permakultur informieren.
Ein langfristiges Erfolgsmodell
La Palma zeigt, dass nachhaltiger Tourismus kein Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung für Qualität ist. Der Schutz außergewöhnlicher Landschaften, die Förderung lokaler Strukturen und ein sanftes Besucherkonzept greifen ineinander. Wandern durch vulkanische Landschaften, Sternenbeobachtungen unter geschützten Himmeln, die Erkundung mariner Schutzgebiete und der Austausch mit lokalen landwirtschaftlichen Betrieben verbinden Naturerlebnis mit Verantwortung. So ist eine Insel entstanden, die Natur bewahrt, wirtschaftliche Perspektiven schafft und Gästen intensive Erlebnisse ermöglicht – und damit ein zukunftsfähiges Modell für Tourismus in sensiblen Regionen bietet.
Über La Palma
La Palma, auch bekannt als „isla bonita“ (die schöne Insel), ist mit ihren 88.000 Einwohnern und 708 km2 Fläche die fünftgrößte und grünste Insel des kanarischen Archipels. Von üppigen Wäldern bis hin zu steilen Klippen, hinter denen sich Strände mit schwarzem Sand verbergen, überrascht die Insel ihre Besucher mit ihren ökologischen Schätzen und ihrer außergewöhnlichen Landschaft.
La Palma wurde 2002 als erste Kanarische Insel zum Biosphärenreservat erklärt. Die Insel verfügt über eine Vielzahl geschützter Naturräume und im Landesinneren befindet sich der Nationalpark Caldera de Taburiente. Die bis ins Meer reichende Lava hat eine niedrige, felsige Küste mit kleinen, zwischen steilen Klippen versteckten Buchten geschaffen.
Aufgrund ihrer großen Höhe im Verhältnis zu ihrer geringen Fläche gilt La Palma als eine der höchstgelegenen Inseln der Welt. Die Insel verfügt über hohe Berge wie den Roque de los Muchachos, der dank des modernen Observatoriums, das über eines der modernsten und spektakulärsten Teleskope der Welt verfügt, ein weltweiter Bezugspunkt für die Astrophysik ist.
Mehr Informationen hier: https://visitlapalma.es/de/
