Helge Timmerberg: Bon Voyage – mit Papas Benz bis nach Marokko
Translation with GoogleRoadmovie auf 236 Seiten
Der Rockstar unter den deutschsprachigen Reiseschriftstellern, die elegante Spießerschüssel und das Reiseglück bei 120 km/h.
Wieder eines der Bücher, die ich in einem Rutsch ausgelesen habe. Weil der Autor einfach gut, selbstironisch und komisch schreiben kann. Nichts Weltbewegendes, dazu habe ich schon zu viele Roadtrips durch ganz Afrika und Amerika gelesen, aber selbst Triviales wird bei ihm noch Kunst und (fast) immer nachvollziehbar.
Wenn auch ein wenig zu oft von Testosteron (-mangel) und Harndrang zur falschen Zeit zu lesen ist, aber so ist das halt bei Männern weit jenseits der 60. Die Zeiten sind vorbei, als es noch hieß „Raue Schale, aber ein Kern aus Granit“. Der Protagonist und Antiheld des Buches Helge zeigt, dass ein Mensch (Mann) auch weich sein und Angst (gerne auch in mehrfacher Form) haben kann und darf. Und ist nicht Erfahrung die Summe aller Fehler?
Von der großen Reise über Land nach Marrakesch träumt Helge Timmerberg, seit sein Vater ihm vor zehn Jahren seinen Wagen vermacht hat, zusammen mit den letzten Worten »Bon Voyage«. Was macht spontaner und unabhängiger als der eigene fahrbare Untersatz? Was ist robuster und stilvoller als eine Mercedes-Limousine? Womit rollt man entspannter dahin?
Doch was als lässige Genusstour gedacht war, wird zum Roadtrip mit Hindernissen, auf dem der Autor sich neu kennenlernt. Er wird ausgebremst und ausgeraubt, sein alter Benz wird zum Rückzugsort und die Reise mit sich allein zur Isolationshaft auf vier Rädern …
Ein ehrliches Buch über zerstochene Reifen, Gespräche mit dem Navi, Glückshormone und das ewige Freiheitsversprechen, unterwegs zu sein.
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