Das Mittelalter in der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig erleben

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Eine Reise zurück in fast vergessene Zeiten

An kaum einem anderen Ort lässt sich Geschichte so hautnah erleben wie in der grenzübergreifenden Urlaubsregion Coburg.Rennsteig, gelegen im Herzen Deutschlands in Südthüringen und Oberfranken. Hier lässt sich nicht nur die jüngere deutsch-deutsche Geschichte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, dem heutigen Grünen Band, nachvollziehen: Auch die Epoche des Mittelalters hat hier zahlreiche Spuren hinterlassen, die noch heute besichtigt und erlebt werden können.

Imposante Burgen und geheimnisvolle Burgruinen

Zwischen endlosen Wäldern und Wiesen reihen sich märchenhafte Schlösser und imposante Burgen und prägen das Landschaftsbild von Coburg.Rennsteig. Hoch über den Dächern Coburgs erhebt sich die eindrucksvolle Veste mit ihren gewaltigen Mauern und Türmen, auch bekannt als „Fränkische Krone“. Der Aufstieg durch den Hofgarten wird mit fantastischen Ausblicken über die Stadt und die Region belohnt. Ihre Blüte erlebte die mittelalterliche Burganlage zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Sitz der sächsischen Kurfürsten. Martin Luther lebte 1530 sechs Monate hier – sein Arbeitszimmer ist noch heute zu besichtigen. Zudem beherbergt die Veste Coburg international bedeutende Kunstsammlungen: außergewöhnliche Sammlungen von Rüstungen und Waffen, kostbares Kunsthandwerk, die ältesten erhaltenen Kutschen der Welt, die Große Hofstube mit dem größten erhaltenen Eisengussofen sowie Bilder von Dürer und Cranach d. Ä. machen die Kunstsammlungen so sehenswert.

Rund 15 km entfernt bietet die als „Fränkische Leuchte“ bekannte Veste Heldburg eindrucksvolle Weitblicke über den Thüringer Wald. Stolz und schön thront sie auf einem 400 m hohen Phonolit-Felsen:

Eine beeindruckende und ebenso märchenhafte Erscheinung, die durch einen Großbrand im Jahr 1982 beinahe vernichtet worden wäre. Früher hatte sie die Aufgabe, den fränkischen Nachbarburgen in Gefahrensituationen Feuerzeichen zu geben, was ihr vermutlich den heutigen Spitznamen eingebracht hat. Heute beherbergt sie das Deutsche Burgenmuseum: Ein absolutes Muss für jeden Burgenfreund, egal, ob begeisterter Laie oder passionierter Wissenschaftler. Wie sind Burgen entstanden? Wie veränderten sie sich im Laufe der Generationen? Im Deutschen Burgenmuseum lässt sich die Entwicklung, Funktion und Nutzung der Burgen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit verfolgen.

Weithin weniger bekannt ist das in Ahorn gelegene Schloss Hohenstein: Im Jahr 1306 wurde das heutige Schloss erstmals als Burg erwähnt. Der Sage nach lebten und arbeiteten mehr als fünf Dutzend Zwerge (fränkisch: Querkel) auf dem Berg Hohenstein.

Sie unterstützen die Bauern des Dorfes auf deren Feldern, halfen bei der Ernte und bauten Silber und Gold ab. Angeblich aufgrund eines vergessenen Abendessens warfen die Zwerge der Sage nach in ihrer Wut riesige Steinblöcke nach dem Dorf, die allerdings am Berghang liegen blieben und noch heute bei einer Wanderung auf dem „Querkelsteinweg“ als „Querkelfelsen“ zu bestaunen sind. Nachdem die Burg über Jahrhunderte hinweg mehrmals zerstört wurde, wurden die unbewohnbaren Burgreste 1573 zu einem Schloss im Stile der Renaissance umgebaut, das heute ein Hotel beherbergt.

Weitere Zeugnisse des mittelalterlichen Lebens finden sich in den Ruinen, die überall verstreut in der Region zu finden sind, etwa im Sonneberger Land die Burgruine Rauenstein, die Burg Neuhaus oder die Ruine Schaumburg bei Schalkau. Dort auf dem Schaumberg, auf dem sich einst eine imposante Burg erhob, finden sich heute nur noch vereinzelte Mauerreste. Vom Berg aus bietet sich ein fantastischer Ausblick in das Schaumberger Land. Besonders lebendig wird das Mittelalter beim jährlichen Schaumburgfest im Juni: Das Mittelalterspektakel mit Musik, Markttreiben und Ritterkämpfen macht die Ruine alljährlich zum Besuchermagnet.

Mittelalterliche Städte und Stadtführungen der ganz besonderen Art

Zwischen Fachwerkkunst und mittelalterlicher Zeitreise: Von der Residenzstadt Coburg über das mittelalterliche Seßlach bis in die von Fachwerk geprägten Orte im Rodachtal laden geschichtsträchtige Bauwerke und heimelige Gassen zum Verweilen und Entdecken ein. Ummerstadt im Rodachtal etwa ist eine der kleinsten Städte Deutschlands und ein echter Geheimtipp. Fachwerkfassaden säumen die Straßen und idyllische Natur umgibt den Stadtkern. Nicht selten begleiten erfahrene Stadtführer im Nachtwächter-Gewand die Gäste durch ihre Heimatstädte: Bad Rodach blickt beispielsweise auf eine lange Nachtwächtertradition bis in das Jahr 1349 zurück. Neben Nachtwächterrundgängen von Mai bis Oktober gibt es auch musikalisch begleitete Aufführungen. In der Stadt Coburg wird auch der Aberglaube der Menschen im Mittelalter thematisiert, etwa bei der Führung „Aberglaube, Hexen und Scharfrichter“. Weitere Führungen unter https://www.coburg-rennsteig.de/fuehrungen.

Martin Luther in Coburg.Rennsteig

Luther prägte nicht nur eine gesamte Religion – sondern auch die Region rund um Coburg. Sein Besuch in der Vestestadt hinterließ Spuren in der gesamten Urlaubsregion Coburg.Rennsteig, die Stationen können im Rahmen einer Wanderung auf dem überregionalen Wanderweg „Lutherweg“ erwandert werden. Jahrhundertealte Stadtsilhouetten, verträumte Fachwerkhäuser und ursprüngliche Landschaften bieten eine Zeitreise in die Lebensgeschichte des Reformators. Doch nicht nur die tatsächliche Historie Martin Luthers, sondern auch Anekdoten ranken sich um diese Zeit: So soll Martin Luther im heutigen Brauerei-Gasthof Grosch, damals auch Zollstation, auf seinem Weg zur Veste Coburg Rast gemacht haben.

Damit soll er den Grundstein gelegt haben, dort ein qualitativ erstklassiges Bier zu brauen, das seiner oberfränkischen Heimat in aller Welt Ehre bereitet. Bei einer Einkehr kann man sich den „Luthertrunk“ noch heute schmecken lassen. Eine ganz andere, außergewöhnliche Geschichte erzählt das Lutherhaus in Sonneberg: Einst an der Alten Handelsstraße Nürnberg-Leipzig in Judenbach gelegen, erinnert sein Name an Luthers Aufenthalt in dem kleinen Ort nahe Sonneberg. Wie das Haus nach Sonneberg „wanderte“? Kurz vor dem Abriss lies ein Sonneberger das alte Schrothaus retten und in die Spielzeugstadt umsetzen. Heute erwartet Besucher in der inzwischen dort ansässigen Gaststätte mit dem Lutherschnitzel eine kulinarische Hommage an den Reformator.

Film ab: Drehorte des Historienfilms „Luther“ in Coburg.Rennsteig erleben

Ein Hauch Hollywood wehte im Frühjahr 2002 durch die Urlaubsregion Coburg.Rennsteig, als der Historienfilm „Luther“ entstand. In drei Ländern wurde zum Teil an Originalschauplätzen gedreht – darunter auch im Heldburger und Coburger Land. Der Historienfilm „Luther“ unter Regie von Eric Till ist eine deutsche Filmproduktion der NFP mit internationaler Starbesetzung und kam 2003 in die Kinos.

Neben Joseph Fiennes als Martin Luther spielten mit: Sir Peter Ustinov als Kurfürst Friedrich der Weise, Bruno Ganz als Johann von Staupitz, Claire Cox als Katharina von Bora, Uwe Ochsenknecht als Papst Leo der X. und Mathieu Carrière als Kardinal Cajetan. Ein Besuch der Drehorte lohnt sich für Mittelalterfans, die vor den beeindruckenden Kulissen direkt in das Zeitalter zurückversetzt werden. Die kurzen Wege zwischen den einzelnen Orten lassen sich bestens mit dem Rad auf der Tour ‚Mit dem Rad auf den Spuren des Filmes „Luther‘“ erkunden:

  • Ummerstadt: Das Fachwerkstädtchen im Heldburger Land diente im Film als Kulisse für Jüterbog.
  • Heldburg: In der Pfarrkirche in Heldburg erließ Alfred Molina als Ablasshändler Tetzel den verängstigten Menschen ein paar Jahre im Fegefeuer.
  • Ahorn | Schloss Hohenstein: Hier feierte Martin Luther Film-Hochzeit mit Katharina von Bora.
  • Seßlach: An der alten Steinbrücke wurden die 95 Thesen gelesen. Außerdem wurden hier im Film Bücher verbrannt und Luthers Gegner zogen durch ein Stadttor.
  • Veste Coburg: Als Kulisse dienten unter anderem die Burghöfe, der Treppenaufgang und der Bulgarenturm.

Alle Drehorte sowie die Filmausschnitte und die Karte der Radtour sind zu finden unter www.reformation-im-rodachtal.de.

Weitere Informationen:
Tourismusregion Coburg.Rennsteig e.V.
Lauterer Straße 60, 96450 Coburg
Web: www.coburg-rennsteig.de


 

Mehr über die Gegend hier im ReiseMagazin/ReiseBlog:

Coburg: Zeitreise durchs Coburger Land – ein Wochenende in Franken und Thüringen | ReiseFreak’s ReiseMagazin und ReiseBlog

Coburg: Zeitreise durchs Coburger Land – ein Wochenende in Franken und Thüringen

 

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