Ägypten (1) – Turbulentes Kairo, eiskalter Sinai und spektakuläre Wüstenfahrt [Vintage]
Translation with Google
Autor: | Olaf Remmers |
Reisezeit: | Anfang März 1983 |
Art der Reise: | Rucksackreise |
Lesezeit: | 30 Minuten |
Vorbemerkung: Der Text meines Tagebuchs unserer Ägypten-Reise von 1983 wurde fast unverändert übernommen. Lediglich die Rechtschreibung wurde angepasst und auf die Umrechnung in DM (Deutsche Mark, die Älteren werden sich erinnern) wurde weitestgehend verzichtet. Die damals gültige Landeswährung „ägyptisches Pfund“ (E£) wurde beibehalten.
Informationen aus dem Internet über Land und Leute, günstige Hotels oder empfehlenswerte Restaurants gab es damals natürlich noch nicht, geschweige denn Verbindungen zu Freunden oder Familie über What’s App, Polarsteps oder ähnliches, d.h. es handelte sich um eine rein analoge Reise. Mein handgeschriebenes Tagebuch war der einzige Kontakt nach Hause und meine Mutter hat es immer mit der Schreibmaschine abgeschrieben, um die Herausforderungen meiner Handschrift zu kompensieren. Nach Jahrzehnten in einem Leitzordner im Keller konnte ich das wiederentdeckte Tagebuch unlängst problemlos in WORD einscannen und als TXT-Datei dem ReiseFreak’s ReiseMagazin und ReiseBlog zur Verfügung stellen, inklusive über 40 Jahre alter Dias, die trotz teilweise zweifelhafter Qualität in digitalisierter Form Eingang fanden.
Auf geht’s nach Ägypten!
Sonntag, 27.2. Von der schlechten und teuren Jugendherberge in München fahren Ralph und ich am Morgen per Bus und Tram zum Flughafen München-Riem und mit einstündiger Verspätung geht der Flug in der sehr engen Boeing 737 in Richtung Kairo los. Er dauert 3¾ Stunden und in KAIRO empfangen uns 14°C kaltes Wetter mit bedecktem Himmel – das hatten wir nicht erwartet! Mit wenig Aufwand und innerhalb einer halben Stunde bekommen wir die notwendigen Einreisestempel und unser Gepäck.
Nach kurzem Fragen finden wir den Bus Nr. 400, der uns für 10 Piaster in fast einstündiger Fahrt durch das schier unbeschreibliche Gewimmel aus Autos, Mopeds, Eselskarren, Bussen etc. zum Midan el-Tahrir bringt, was unser noch fehlender Freund Wolfgang uns empfohlen hatte, der erst am Abend mit einem späteren Flugzeug ankommen soll. Ebenso voll wie die Straßen mit den ständig hupenden, dicht an dicht und kreuz und quer fahrenden Autos ist auch der Bus, wo man ständig hin- und hergeschoben wird, wir aber bald das Busgespräch sind. Dieses insbesondere nachdem Ralph ein Päckchen Knäckebrot verteilt, das wir dabeihaben.

Am Platz „Midan el-Tahrir“ mitten in Kairo [Bild REM]

Die Talaat-Harb-Street und unser Hotel „Beausite“ irgendwo im 5. Stock [Bild REM]

Fischerboote auf dem Nil in Kairo [Bild REM]

Unser sogenanntes Frühstück im „Beausite“ [Bild REM]
Kairo ist ein Abenteuer
Wir gehen weiter durch Kairo an vielen kleinen Geschäften, kleinen Cafés, große Wasserpfeifen rauchenden Männern vorbei, rennen vor Autos über die Straße, essen Falafeln (Teig mit frittiertem Bohnenpüree, Tomaten und Gurken), sehen ärmste Leute, die im Dreck vegetieren, reiche Leute mit großen Mercedes‘, hübsche Mädchen und dicke alte Muttis etc. etc., sprich: Wir lassen alles auf uns wirken. Später nach kurzer Siesta im Hotel geht’s mit bereits „halb-abgefaulten“ Füßen wieder weiter, wobei wir – à la Marokko – noch bei einem Parfüm-Händler zum Tee eingeladen werden und schließlich in einem untypischen, aber gemütlichen Restaurant zu Abend essen, wo wir uns mit den Stuttgarterinnen verabredet haben („Felfella“ zwischen Midan el-Tahrir und Midan-Talaat-Harb).

Vor jedem Café rauchen zahlreiche Männer stundenlang ihre Wasserpfeifen (gab es 1983 in Deutschland nirgendwo) [Bild REM]

Hier irgendwo am Straßenrand essen wir etwas – und alles bekommt uns gut! [Bild REM]

Eingang zur berühmten al-Azhar Moschee in Kairo [Bild REM]
Am Spätnachmittag – gerade wieder im Hotel – kriegen wir sehr netten Besuch von zwei Australierinnen, die auch bei uns übernachten. Mit ihnen gehen wir dann in eine „Koscherie“ zum Essen. Dieses ist ein hyperbilliges Lokal, es gibt für 11 Piaster Reis, Nudeln und Linsen gemischt, die Löffel und Teller etwas benutzt vom Vorgänger, aber sehr wohlschmeckend. Es gibt nur dieses Gericht, so dass man nur zu sagen braucht, wie viele Teller man möchte. Dann gehen wir früh schlafen, um am nächsten Tag rechtzeitig auf der sudanesischen Botschaft sein zu können.

Innenhof der al-Azhar Moschee [Bild REM]

Minarett der al-Azhar Moschee [Bild REM]
Bekommen wir noch unser Visum zur Weiterreise in den Sudan?
Mittwoch, 2.3. Die Aktion bei der Botschaft gestaltet sich natürlich erwartungsgemäß sehr schwierig, aber Ralph in seiner optimistischen Art meint, alles hinkriegen zu können. Wir treffen zwei andere Deutsche, die schon drei Wochen auf das Visum warten, stellen aber trotzdem unsere Anträge und werden dann zum Konsul vorgelassen, nachdem Ralph alle bequatscht hat. Dieser sagt aber, er könne für uns nichts beschleunigen und wir müssten abwarten. Ralph verlangt dann aber, zum Botschafter vorgelassen zu werden, was natürlich nicht klappt. Dabei lernen wir eine Deutsche – Gaby – kennen, die auch ein Visum haben will. Ich schlage vor, den Antrag normal abzugeben und abzuwarten, um ihn dann nach einer Woche zurückzuziehen oder das Visum in Empfang zu nehmen. Ralph behauptet aber steif und fest, er würde den deutschen Konsul einschalten, und der würde uns sofort ein Visum besorgen. Da Gaby ihn auch noch unterstützt, fahren wir per Taxi wieder zur Deutschen Botschaft, die natürlich heute keinen Sprechtag hat. Ralph überredet aber als Polizist seinen BGS-Kollegen, der gerade Dienst hat, uns doch vorzulassen. Während Gaby und ich geschlagene zwei Stunden in einem Lokal warten, spricht Ralph mit dem Konsul, der verspricht, sich einzusetzen, allerdings erst am nächsten Tag, da er am Nachmittag nicht da sei. So gibt Ralph unsere Pässe ab, obwohl wir abgemacht haben, es nur zu versuchen, wenn es nicht noch einen Tag dauert, damit wir nicht einen weiteren Tag verlieren. So sind wir also unsere Pässe los – sprich: wir können nicht weiterfahren – und haben das Versprechen des Konsuls, er setze sich für uns ein, aber welchen Einfluss hat er schon auf die sudanesische Botschaft? So sind Wolfgang und ich entsprechend sauer über Ralphs Eigenmächtigkeit, zumal sie unserer Ansicht nach wenig Hoffnung auf Erfolg hat und uns noch wieder einen Tag kostet.
So beschließen wir dann – inzwischen wieder im Hotel – per Taxi. wieder zur Botschaft zu fahren, um unsere Pässe wieder abzuholen, auf die geplante Weiterreise in den Sudan zu verzichten und noch heute verabredungsgemäß nach Suez zu fahren. Ralph ist zwar zunächst sauer, sieht aber dann seinen etwas übermäßig positiven Glauben in die Fähigkeiten der deutschen Bürokratie doch ein, so dass wir dann per Bus von Kairo in Richtung Suez fahren.

Abfahrt in Richtung Suez [Bild REM]

Moderne Pyramide zu Ehren des 1981 erschossenen Friedensnobelpreisträgers und ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat [Bild REM]
Der Suezkanal und die Halbinsel Sinai
Donnerstag, 3.3. Früh um 5 Uhr klingelt der Wecker und wir wollen möglichst schnell das Hotel verlassen, um auch im Bus mitgenommen zu werden. Erstes Hindernis ist der Nachtwächter, der gerade vor der verschlossenen Tür dabei ist zu beten, wie es nach muslimischer Art üblich ist, also gedulden wir uns fast 10 Minuten. Danach will er uns aber auch nicht so gehen lassen, so dass wir ihm ein kleines Bakschisch geben, was aber auch nicht zu reichen scheint, so dass wir dann rabiat die Tür öffnen müssen, um das Hotel verlassen zu können. Am Busbahnhof stellt sich dann heraus, dass der Bus doch nicht um 6 Uhr, sondern erst um 7:20 Uhr fährt, so können wir wenigstens frühstücken.
Wir kriegen sehr gute Plätze im Bus, und es geht in Richtung Suez-Kanal los, zu dem wir zunächst parallel Richtung Norden fahren, ohne ihn zu sehen. Sehen tun wir jedoch die Schornsteine und Aufbauten scheinbar durch die Wüste fahrender Schiffe. Dann geht’s rechts ab und durch einen langen Tunnel unter dem Kanal hindurch, so daß wir enttäuscht sind, ihn immer noch nicht sehen zu können. Eine halbe Stunde später verlassen wir aber plötzlich die einigermaßen asphaltierte Straße und fahren über eine Piste zu einem Camp, das tatsächlich direkt am SUEZ-KANAL liegt! Dann kommt ein großer Frachter nach dem anderen vorbei und fährt durch das sehr saubere Wasser des über 200 m breiten Kanals; das ist schon ein toller Eindruck mitten in dieser Einöde das blaue Wasser mit den riesigen Schiffen! Aus uns unerfindlichen Gründen bleiben wir dort über eine Stunde und fahren dann Richtung Süden, meist entlang des Gulf of Suez auf der Sinai-Halbinsel.

Ein riesiger Frachter im Suez-Kanal [Bild REM]

Dieses Dromedar bietet etwas Abwechselung während unserer drei Stunden Wartezeit auf den Bus in Richtung Katharinenkloster [Bild REM]

In einer dieser behelfsmäßigen Behausungen übernachten wir nahe beim Katharinenkloster [Bild REM]
Vom Katharinenkloster auf den Berg Moses
Freitag, 4.3. Die ersten Leute – u.a. auch Ralph – haben sich bereits morgens um 3 Uhr an den Aufstieg gemacht, um den Sonnenaufgang von oben zu genießen, während wir noch ein paar Stunden in unseren Lagern weiter gefroren und etwas geschlafen haben. Frühstück essen wir in dem Lokal, wo wir uns auch mit unserem ägyptischen Freund verabredet haben. Mit ihm zusammen sowie einem Finnen und einem Österreicher gehen wir zunächst 3 km in der Ebene bis zum Kloster. Dieses ist heute – Freitag – leider geschlossen, da es ja der islamische Feiertag ist und sich in den Klostermauern auch eine Moschee befindet. Aber das wussten wir bereits vorher. Das Kloster ist um das Jahr 500 u.Z. unter Kaiser Justinian erbaut worden und durch einen Schutzbrief Mohammeds seinerzeit vor der Zerstörung bewahrt worden, ist unzerstört geblieben und bis heute ein griech.-orthodoxes Kloster. Wir kommen dann also zum Kloster und sehen schon von weitem die hohen Zypressen der Oase und die trutzigen Mauern.

Der Autor (rechts) vor dem im Hintergrund liegenden Katharinenkloster [Bild REM]
Es ist immer noch recht kalt, aber die Sonne kommt glücklicherweise ab und zu durch. Wir gelangen immer weiter hinauf, haben einen herrlichen Blick auf das Kloster, die umgebende Hochebene und die anderen umliegenden Berge. Die letzten 300 Höhenmeter überrunden wir mittels in den Fels geschlagener und aufgeschichteter Steine und kommen dann bei eisiger Kälte (überall ist Eis auf den Felsen) und einem fürchterlichen Sturm zu der auf dem Gipfel gelegenen, geschlossenen Kapelle und der geöffneten Moschee, wo wir viele andere wiedertreffen und uns ausruhen. Nachdem wir die Aussicht auf die immer wieder hinter Wolken verschwindenden aber dennoch beeindruckenden Berge und Täler genossen haben, machen wir uns an den Abstieg und kommen am Ende der Stufen zu einer ehemaligen Einsiedelei, die an einem kleinen Teich liegt.

Über diese aufgeschichteten Steine gelangen wir in eisiger Kälte zum Berg Moses [Bild REM]

Blick auf die ehemaligen Einsiedelei [Bild REM]
Welcher deutsche Professor ist den Ägyptern geläufig?
Zurück im Dorf, essen wir zunächst einmal etwas in dem Lokal, um dann Tagebuch zu schreiben, denn an ‚Rausgehen ist gar nicht zu denken, da es bei der Kälte inzwischen sogar angefangen hat, leicht zu schneien! Aber nach kurzer Zeit sitzen bereits einige Ägypter an meinem Tisch, um mich zu unterhalten und zeigen sich recht interessiert an Deutschland, von dem sie – wie die meisten anderen auch – total begeistert sind; wegen Industrie, Maschinen, Geld, Fußball etc. Dann fragen sie mich ewig nach einem berühmten deutschen Professor für „public information„, und ob ich den kenne, aber mir fällt keiner ein. Schließlich schreiben sie den Namen: jetah, aber ich komme wirklich nicht darauf, was mir sehr leidtut. Schließlich sagen sie, er sei „so ähnlich wie Shakespeare„, jetzt weiß ich’s: Goethe!! Den Abend verbringen wir wieder in der Kneipe und haben viel Spaß mit den Einheimischen bis wir schließlich in einem Schneesturm nach Hause gehen, uns dabei waschen und schließlich frierend einzuschlafen versuchen. Vorher jedoch kommen noch zwei UNO-Offiziere – einer aus Schweden, einer aus Kanada – die auf einem nahgelegenen Flughafen stationiert sind (als einzige) und bei einer Kontrollfahrt zufällig bei uns vorbeikommen. Sie laden uns zu einer warmen Dusche und Whisky ein, was wir frierend und dicht an dicht in unseren Schlafsäcken liegend, jedoch dankend ablehnen, angesichts dessen, dass wir bereits um fünf Uhr wieder aufstehen müssen.

Das Hochtal mit dem Katharinenkloster [Bild REM]

Weitere vier Stunden Wartezeit an dem uns gut bekannten Abzweig auf den Bus von Kairo nach Sharm el-Sheikh [Bild REM]

Glücklicherweise sind die zahlreichen Schützengräben außer Funktion – hoffentlich bleibt das noch lange so! [Bild REM]
Sharm el-Sheikh war bis vor Kurzem noch israelisch!
Endlich können wir wieder duschen und ich wasche Wäsche, die bei Sturm und Sonne innerhalb ½ Stunde trocknet. Der gesamte Ort Sharm el-Sheikh besteht nur aus modernen Häusern, die hier alle während der israelischen Besetzung gebaut worden sind. 1967–1982 war die Siedlung nach dem Sechstagekrieg nämlich von Israel besetzt und ist seit Kurzem wieder in ägyptischer Hand; leider ist aber schon jetzt alles ziemlich heruntergekommen und verdreckt, da nichts mehr repariert und saubergemacht wird. Kaputte Fensterscheiben werden beispielsweise mit Lumpen zugestopft oder durch Bretter ersetzt. Die größte Zahl der Häuser steht sogar leer und verkommt natürlich auch. Viel genutzt werden hingegen die ehemaligen Militärbaracken. Zu erklären ist dieses folgendermaßen: Entsprechend der Bedingungen im Camp-David-Abkommen vom 17. September 1978 zur Friedenssicherung im Nahen Osten hat der ägyptische Staat dem israelischen Staat alle Gebäude bezahlt, die während der israelischen Besatzungszeit im Sinai entstanden sind. Ägypten will diese nun an seine Bürger weiterverkaufen, für die die (israelischen) Preise aber unerschwinglich sind, so steht alles leer und vergammelt! Schade drum.

Im Zentrum von Sharm el-Sheikh [Bild REM]
Sonntag, 6.3. Bereits ab 5 Uhr morgens ist Krach in der Jugendherberge, da um 6 Uhr der erste Bus zum nahen Eilat (Israel) abfährt, so dass wir auch früh aufstehen. Übrigens ist dieses überhaupt ein gesunder Urlaub: Wir gehen selten nach 22 Uhr ins Bett, stehen selten nach 6 Uhr auf und es gibt keinerlei Alkohol. Zum Frühstück holen wir uns das obligatorische Fladenbrot – wenn man sich nicht bescheißen lässt – 1 Piaster = 2,3 Pfg. pro Stück, wobei man allerdings immer eine durch fünf teilbare Anzahl nehmen muss, da es kaum 1 Piaster-Stücke gibt – und es gibt heißes Wasser in der modern eingerichteten aber total verdreckten Küche (made in Israel). Dann wollen wir einkaufen in einem der beiden Supermärkte, es ist zwar Sonntag, aber hier ist ja freitags Feiertag; jedoch weiß keiner, wann der Supermarkt öffnet, wie sich noch herausstellen wird, lohnt es sich sowieso nicht.
Ich gehe dann zur Post – die jetzt beim dritten Versuch endlich geöffnet ist – und kaufe schöne Briefmarken. Dann trampe ich, den anderen hinterher, zur 6 km entfernten Na’ama Bay und werde sofort vom ersten Auto mitgenommen. Es ist glücklicherweise nicht mehr so windig wie am Tage zuvor und in der Sonne sogar heiß. So sonnen wir uns mit einigen Leuten, die wir aus der Jugendherberge kennen und leihen uns dann beim Tauchclub Schnorchel, Maske und Flossen, um zu schnorcheln. Mittels eines Ägypters finden wir eine gute Stelle, wo man oberhalb eines Korallenriffs sehr gut schnorcheln kann, um dabei tausende bunte, große und kleinere Fische zu beobachten – es ist wirklich ganz toll. Zunächst muß man sich daran gewöhnen, nur mit dem Mund zu atmen, aber dann geht es sehr gut und lohnt sich auf alle Fälle. Es gibt hier zwar auch Haie, aber die kommen angeblich nicht so nahe an die Korallenriffe heran, und das stimmt ja anscheinend auch.

In der Na’ama Bay haben wir erstmals die Gelegenheit zum Schnorcheln [Bild REM]

Blick auf das dunkelblaue „Rote Meer“ [Bild REM]
Per Luxusbus zurück nach Kairo
Montag, 7.3. Mit dem 7-Uhr-Bus geht es zurück nach Kairo. Es handelt sich um einen Super-Luxus-Bus mit Schlafsesseln, Klimaanlage und Stereoanlage, so dass wir die achtstündige Fahrt bis an den Stadtrand von Kairo gut überstehen. Ich sitze ganz vorne und kann so sehr gut die tollen Autofahrkünste der Ägypter beobachten. Der Bus hat eine zusätzliche druckluftbetriebene Hupe, die der Fahrer ca. 200 m bevor er ein Auto überholen will bis nach Beendigung des Überholvorgangs permanent ertönen lässt: Ein Höllenspektakel! Dieses macht er gar nicht selten, da die Busse die schnellsten Fahrzeuge sind und deshalb ständig überholen. Das Hupen ist notwendig, da die anderen Autos völlig unmotiviert und ohne zu blinken plötzlich nach links fahren; so haben wir kurz vor Kairo auch fast einen Unfall, den der Fahrer nur durch eine Vollbremsung vermeiden kann.

Dieser schöne Bus bringt uns zurück von Sharm el-Sheikh bis an den Stadtrand von Kairo [Bild REM]
Wir kommen also zu diesem Bahnhof und müssen durch ein Loch in der Wand klettern und dann über die Schienen auf den Bahnsteig. An dem Loch gibt es gerade einen Stau, weil ein verletzter Soldat hindurchgetragen wird und hinterher noch ein Gefangener in Handschellen. Auf dem Bahnhof kommen verschiedene Vorortzüge an, die ebenso wie die Busse – die wir aus diesem Grunde nicht mit unserem Gepäck benutzen können und wollen – so furchtbar überfüllt sind, dass die Leute aus den Fenstern hängen, auf Trittbrettern stehen und sogar außen auf der Lok sitzen. Wir kommen aber zum Glück in einen Waggon hinein, wo uns gleich jemand sein Schulbuch „Deutsch 2000“ zeigt, mit dem er angefangen hat, Deutsch zu lernen. Am Hauptbahnhof angekommen, trennen Wolfgang und ich uns von Ralph und den Österreichern, da Ralph sein Flugticket umtauschen will, um noch 3 Wochen nach Israel zu fahren, während wir die Fahrkarten für die Strecke Kairo – Assyut kaufen wollen. In Ägypten sind nämlich für Züge Platzreservierungen vorgeschrieben und die Karten müssen mindestens einen Tag vorher gekauft werden, sofern dann noch Platz ist. Es gibt 1. Klasse, 2. Klasse mit oder ohne air-condition und 3. Klasse. Letztere ist angeblich indiskutabel, so dass wir Karten für 2. Klasse ohne air-condition haben wollen, da dann die Fenster zu öffnen sind. Zunächst gibt es angeblich gar keine Karten mehr (beim vierten Schalter, bei dem wir fragen) und schließlich nur welche 2. Klasse mit air-condition, die wir nehmen. Wir zahlen für die rund 400 km 2,85 E£, was angeblich bereits die Studentenermäßigung beinhaltet.

Auch die Lok bietet Sitzplätze (aber nicht für uns)! [Bild REM]

Von diesem Bahnhof aus suchen – und finden – wir unseren Weg zurück ins Zentrum von Kairo [Bild REM]
Mit dem Zug durch das Niltal nach Assyut
Dienstag, 8.3. Um 7 Uhr geht unser Zug bereits ab, und wir sind sicherheitshalber schon eine halbe Stunde früher da. Am Bahnhof ist wieder super viel los, und wir beschließen, später noch einmal extra hierher zu kommen, um hier ein paar Fotos zu machen. Die Reisenden sitzen und liegen – bekleidet mit langen Dschellabas und abenteuerlichen Kopfumwicklungen – überall herum. Dazwischen diverse Verkäufer mit Sandwichs, Cola, Eiern, Zigaretten etc. etc., die alles auf der Schulter bzw. dem Kopf tragen. Weiterhin sehr viele Soldaten in Uniform und natürlich die sich selbst, sehr wichtig findenden Bahnbediensteten, die alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Durcheinander noch zu verschlimmern. Wir finden dann unseren Waggon gar nicht so einfach, da alles nur arabisch beschriftet ist, und man weist uns unsere reservierten Plätze an. Der Zug ist wirklich eine Überraschung: Großraum-Luxuswaggons à la Inter-City, pikobello sauber, frische Luft, funktionsfähige Jalousien, heile Sitze, der Fußboden ist zum Schutz noch mit Sackleinen ausgelegt; alle Plätze sind nur einmal besetzt – mit anderen Worten: völlig unägyptisch. Trotzdem sind die Leute nett und gewohnt kontaktfreudig, so dass sich bald einige Gespräche ergeben.

Es gibt Verpflegung im Zug und bei fliegenden Händlern davor [Bild REM]

Eine Mutter und ihre Kinder auf dem Bahnsteig [Bild REM]

Alternative Verkehrsmittel vor dem Bahnhof in Assyut [Bild REM]

In Assyut [Bild REM]

Bei diesem netten Wirt genießen wir wieder einmal die allgegenwärtigen Falafeln; das sind frittierte Bratlinge aus zerkleinerten Dicken Bohnen oder Kichererbsen mit Kräutern und Gewürzen [Bild REM]
Abenteuer pur auf der Busfahrt zur Oase El-Charga
Wir kommen zur Busstation und der Bus – der letzte an diesem Tag – ist schon total überfüllt. So kriegen wir nur noch Stehplätze, die sich jedoch später zu halben Sitzplätzen entwickeln, da die Leute in ihrer Freundlichkeit immer so weit zusammenrücken, dass man zu dritt auf einer Zweierbank sitzt; so bringe ich auch noch eine halbe Pobacke unter und mache gleichzeitig statisches Armmuskeltraining. So starten wir auf die 200 km weite Fahrt zur Oase westlich des Nils.
Wir kommen ziemlich schnell in das Wüstengebiet und soweit das Auge reicht, ist nichts als Sand, Geröll und nicht sehr hohe Berge zu sehen. Dennoch hat auch diese Landschaft ihre Schönheiten, denn je nach Lichteinfall und Schatten wechseln die Felsen ihre Farben, und es sind die tollsten Formationen zu erkennen. Hinzu kommen die herben Reize des nunmehr längst nicht mehr so luxuriösen Busses – ein uralter Mercedes-Modell – der an allen Ecken und Enden knarrt, bei dem einige Fenster durch Bretter ersetzt sind, der nicht mehr überall Polster hat und der zentimeterdick mit Müll (Papier, Dosen, Orangenschalen, Kippen) bedeckt ist. Trotzdem, oder gerade deswegen, macht die Fahrt Spaß, und die Leute sind auch so nett und haben ihren Spaß, offensichtlich nicht zuletzt an uns. Nach zwei Stunden erreichen wir eine mitten im Nichts gelegene Station, wo jeder seine Dschellaba hebend, seinen Sch… in der Wüste ablegt, sich mit Wasser – das in porösen Tongefäßen kühl aufbewahrt wird – etwas erfrischt und schließlich – woran wir als einziges partizipieren – ein Glas sehr süßen Tee trinkt.
Wir fahren nach einer halben Stunde weiter und müssen dann über 2 – 3 Serpentinen in einen tiefergelegenen Talkessel, als der Zeitpunkt kommt, zu dem die Sonne beginnt unterzugehen. Ich denke: „Schade, dass wir nicht anhalten können, um ein paar Fotos vom Sonnenuntergang zu machen“ und genau in dem Augenblick beginnt das rechte Hinterrad fürchterlich zu schleifen und wir halten gezwungenermaßen an. Resultat der sofort durchgeführten Diagnose: Bruch der Aufhängung, sprich: keine Weiterfahrt möglich! Zunächst viel Spaß und Hallo, wir machen Bilder, alle kaspern wie üblich herum und freuen sich, dass sie fotografiert werden; und ich kriege auch meine Bilder vom Sonnenuntergang. Aber dann kommt die Ernüchterung, mitten in der Wüste, kaputtes Fahrzeug, natürlich kein Funk o.ä., wenig Verpflegung und Getränke… wie in einem schlechten Roman.

Unser liegengebliebener Bus im Sonnenuntergang [Bild REM]

Sehr bald wird das Tageslicht verschwinden [Bild REM]
Mittwoch 9.3. Gleich nachdem wir das „Hotel“ verlassen, schnappt uns ein junger Mann und bringt uns – ahnend, dass wir Hunger haben, denn englisch versteht er nichts – zu einer Garküche, wo es Falafeln und Tee gibt. Falafeln sind die ständig an jeder Ecke angebotenen halben Fladenbrote, die mit frittiertem Bohnenpüree (sieht aus wie Frikadellen), Tomaten und Paprika (bei Luxusausführung auch Pommes frites) gefüllt werden und gut und preiswert sättigen. Kosten für’s Frühstück: 55 Piaster. Der Mann besorgt uns auch gleich ein Collecting-Taxi und handelt uns einen guten Preis aus; aber er will nicht einmal Zigaretten zum Dank annehmen. Mit dem Taxi (japanischer Minibus) fahren wir ins Zentrum der El-Charga-Oase, um einen Rundgang durch den kleinen Ort zu machen. Viele Touristen scheinen nicht hierher zu kommen, denn überall stellt sich jemand in Positur, um fotografiert zu werden. Es sind wirklich herrliche Motive, so dass wir allerhand Fotos machen. Es ist erstaunlich, wieviel Wert die Menschen auf Kontakt legen, und man bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn man es mit dem Benehmen vieler Deutscher gegenüber Ausländern vergleicht. So werden wir auch in verschiedene Werkstätten gebeten, wo man uns die Arbeiten zeigt und sofort Tee anbietet, jedoch ohne irgendwelche Verkaufsabsichten zu äußern.

Die Hauptstraße der Oase El-Charga [Bild REM]

Sie hat alles im Blick! [Bild REM]
Dattelpalmen, der erste ägyptische Tempel und eine Kopten-Nekropole in der Wüste
Wir kommen dann etwas an den Rand des Ortes, wo die Dattelpalmen-Plantagen (200.000 Stück) beginnen, die den Reichtum des Ortes ausmachen. Sie stehen alle in kleinen „Gärten“, die mit einer niedrigen Lehmmauer mit Gartentörchen eingefasst sind. Wahrscheinlich einerseits, um Eigentum einzugrenzen und andererseits, um die Palmen gut wässern zu können. Die Palmen bieten herrlichen Schatten und es ist toll, sich hier zu bewegen. Etwas weiter sehen wir zahlreiche Wiesen mit Klee und anderen Pflanzen, die von darin hockenden Bauern bearbeitet werden.

Eine wirklich grüne Oase! [Bild REM]

Er reitet mit seinem Esel, um wahrscheinlich Klee zu ernten [Bild REM]

Und wir genießen den Halbschatten unter den Dattelpalmen [Bild REM]

Eingang zum Amuntempel [Bild REM]

Diesen eher unbekannten Tempel können wir alleine besichtigen – das wird sich im Niltal sehr bald ändern! [Bild REM]

In der koptischen Nekropole Bagawât bei el-Charga [Bild REM]

Am Nachmittag wird es lebhafter in el-Charga [Bild REM]

Vor dem Bahnhof von Assyut wartet diese Kalesche auf Kunden [Bild REM]
Schon mal Dritter gefahren?
Als ich abends nochmals auf die Straße gehe, treffe ich natürlich wieder auf den Pfeifenmann, und er fragt mich wieder, ob ich nicht mitkommen wolle, er lüde mich zum Essen ein etc. So steige ich dann tatschlich in sein Auto ein und wir fahren ca. 20 km bis zum Haus seiner Großeltern in einem Dorf. Mit dabei sind noch zwei junge Ägypter, von denen der eine perfekt deutsch spricht.
In dem Haus ist es total dreckig und vergammelt, schlimmer als ich es in der Türkei oder Marokko je erlebt habe. Die Wände sind nur aus Lehm, die Tür wird mit einem Holzpflock zugemacht, es gibt keine Fenster, nur Neonlicht, überall liegen Berge von Wäsche herum … Inzwischen ist es schon 23 Uhr und ich habe ja schon gegessen. Trotzdem gibt es noch eine Mahlzeit: Reis mit Rindfleisch und Tauben sowie diverse Soßen und satt Orangen. Es schmeckt zwar sehr gut, aber der Typ ist mir wirklich unsympathisch. So bleiben wir noch eine ganze Zeit und um 1 Uhr morgens bin ich schließlich wieder im Hotel, mit dem Versprechen, morgen bekämen wir unsere Fahrkarten.

vorne die Moschee und hinten die koptische Kirche – kein seltenes Bild in Ägypten [Bild REM]

Die Moschee in Assyut ist sehr gepflegt und lädt zum Besuch ein [Bild REM]

Die Open-Air Metzgereien sind etwas gewöhnungsbedürftig … [Bild REM]

… und immer stark frequentiert! [Bild REM]
Ägyptische Studenten sind nicht auf Rosen gebettet!
Bei der Fahrt von Kairo nach Assyut hatte es bei jeder Station Leute gegeben, die Sandwichs, Brot, Eier, Getränke etc. verkauften – abgesehen von der offiziellen Verpflegung im Zug, wo es für 15 Piaster einen Tee und für 2,50 E£ ein warmes Essen gibt – so dass wir jetzt nichts zu essen dabeihaben, da es einfacher ist, billige Sandwiches nach Bedarf zu kaufen. Aber, wie es das Schicksal will, bei keinem Bahnhof (ca. jede Stunde ein Stopp) wird etwas angeboten. Zweimal bin ich gerade in einer Kneipe als der Zug wieder losfährt und gleich holen mich zwei Ägypter wieder in den Zug, der glücklicherweise nur ganz langsam auf Touren kommt. Beim nächsten Halt steht einer neben mir an der Tür, der auch Geld in der Hand hat, und ich frage ihn, ob er auch etwas zu essen kaufen wolle, nein, er habe genug, könne mir aber etwas abgeben, denn er habe eigentlich viel zu viel. Fünf Minuten später kommt er mit einem großen Paket wieder, das mehrere Fladenbrote mit Eiern und Marmelade belegt, enthält und schenkt es uns! Das ist doch wirklich beeindruckend. Ich setze mich dann zu ihm, er fährt 1. Klasse, wo noch allerhand Plätze frei sind. Es stellt sich heraus, dass er, Wadia, Englischstudent in Assyut ist und gerade seine Eltern besuchen fährt. Er erzählt mir allerhand, u.a. welche Probleme er als Kopte gegenüber der Mehrheit der Moslems habe, z.B. kann er deswegen nicht in billigen Studentenwohnheimen wohnen, welche Korruption in Ägypten herrscht, z.B. Bestechung von Dozenten, um gute Noten zu bekommen, über die Verfilzung von Posten, z.B. der Reichtum von Sadats Bruder, was z.Zt. gerichtlich untersucht wird und vieles andere. Sehr interessant ist seine Schilderung der finanziellen Seite; er erhält pro Monat 45 E£ von seinen Eltern, nichts vom Staat; davon 15 E£ für Wohnung, 15 E£ für Verpflegung (kein Mensa-Essen, weil Kopte) und 15 E£ für Bücher etc.; sein Bruder geht noch zur Schule und erhält 20 E£, das sind 65 E£ für die Kinder (die vier älteren Geschwister sind verheiratet) bei einem Einkommen seines Vaters, der bei der Eisenbahn ist, von 100 E£ je Monat. Seine Familie zählt nach Wadias Aussagen zum Mittelstand! Man kann sich also leicht vorstellen, wie es bei der sehr großen Anzahl der ärmeren Leute aussieht. Seine eigene oder die durchschnittliche finanzielle Situation einer deutschen Familie damit zu vergleichen, hat man dann schon nicht mehr den Mut.

Wartende Passagiere auf dem Bahnsteig [Bild REM]
Zweieinhalb Stunden später landen wir dann in ASSUAN und machen uns – es ist fast Mitternacht – auf die Suche nach einem Hotel. Wir haben insgesamt fünf Adressen von Hotels, die sich nach langem Suchen aber alle als voll entpuppen. Glücklicherweise ist es trotz der späten Stunde recht warm, so dass wir wenigstens nicht zu frieren brauchen. Dann frage ich einen Mann, der gerade mit Aktenköfferchen – auch in Ägypten ein beliebtes Utensil – über die Straße kommt, nach einem günstigen Hotel, und er führt uns über eine halbe Stunde von Hotel zu Hotel bis wir schließlich ein Zimmer mit Bad für 5 E£ bekommen und froh sind, endlich schlafen zu können.
Fortsetzung folgt!
Im nächsten Teil werden wir per Schiff über den Nasser-Stausee bis Abu Simbel und zurück fahren, die Tempelanlagen im Niltal wie Luxor oder Karnak besuchen sowie das Tal der Könige in Theben-West. Auch werden wir den Kopten Wadia in Edfu wiedertreffen, in Hurghada versuchen zu tauchen und schließlich die großartigen Pyramiden in Gizeh erkunden sowie zum Bauchtanz in Kairo gehen – es verspricht also, weiterhin spannend zu sein.
Vintage
Was ist Vintage?"In der Mode versteht man unter Vintage ein Kleidungsstück aus einer älteren Kollektion eines Designers".So sagt es Wikipedia in seiner Erklärung ( https://goo.gl/7Nmyhz ). Ich habe den Begriff Vintage als Kategorienamen gewählt, um alle Reiseberichte zusammenzufassen, die schon etwas älter sind. "Oldies but Goodies" ist ein anderer Ausdruck, den man hier verwenden könnte. Auf jeden Fall stehen hier nicht die allerschönsten Bilder aus modernen Digitalkameras im Hintergrund, sondern eher besondere Erlebnisse. Und die Fotos sind eingescannt vom Dia oder sogar Papierbild. In diesem Zusammenhang könnte man sogar den Begriff "Shabby Chic" verwenden, den Wikipedia auch in seinem Artikel aufführt. Authentische Bilder aus der Vergangenheit haben ihren eigenen Reiz. Ist es doch so, dass die Generation Smartphone ihre qualitativ hochwertigen Handy-Fotos mit einem Filter auf Instagram hochlädt, der diesen Fotos ein oft vergammeltes Image mitgibt. Bei den Fotos der Vintage-Reihe braucht es das nicht. Die Fotos SIND schon alt und "wurmstichig" - wenn auch aus Gründen der Ästhetik die vielen kleinen Punkte und Fussel, die beim Einscannen noch zu sehen sind, mühsam in der Bildbearbeitung entfernt werden.