Lechweg: Wandern mit Kühlfaktor – die besten Etappen für heiße Tage

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Der Sommer macht das Wandern manchmal zur Herausforderung – doch auf dem Lechweg gibt es an fast jeder Ecke eine willkommene Abkühlung. Auf 125 Kilometern führt der grenzüberschreitende Weitwanderweg von der Quelle des Lechs bis zum Lechfall in Füssen durch Vorarlberg, das Tiroler Lechtal und das Allgäu. Dabei sorgen glasklare Bergseen, wilde Stromschnellen und schattige Höhenwälder dafür, dass auch heiße Tage richtig Spaß machen.

Seebachsee: Idyllische Erfrischung in Warth

Die zweite Etappe des Lechwegs führt auf knapp elf Kilometern von Lech nach Warth in Vorarlberg – und ist dabei angenehm leicht begehbar. Der Weg verläuft oberhalb der Lechschlucht über Stubenbach bis zum Grenztobel, der natürlichen Grenze zwischen den beiden Orten. Unterwegs laden glasklare Gebirgsbäche zur Abkühlung ein, bevor es durch schattige Höhenwälder hinauf ins Walserdorf Warth auf 1.500 Metern geht. Direkt am Ortseingang erwartet dich der idyllische Seebachsee mit Bänken und Sonnenliegen – ein Sprung ins kühle Wasser ist hier Pflicht.

Tiroler Lechtal: Raften auf einem Wildfluss

Wer die Wanderschuhe mal gegen einen Neoprenanzug tauschen möchte, hat im Tiroler Lechtal die Gelegenheit dazu. Im Sommer lassen sich einige Abschnitte zwischen Steeg und Forchach per Schlauchboot zurücklegen. Die Raftingtour ist zwar sicher, dank einiger Stromschnellen aber durchaus actionreich. Zwischendurch wechseln sich ruhige Passagen ab, bei denen du die Landschaft des Lechtals in aller Ruhe genießen kannst. Ein Guide erklärt dabei Wissenswertes über den Wildfluss, seine Tier- und Pflanzenwelt und die Besonderheiten der Region.

Frauensee bei Reutte: Badespaß mit Sagenflair

Versteckt im Frauenwald oberhalb von Lechaschau im Bezirk Reutte liegt der Frauensee – ein naturbelassener Bergsee am Fuß der Gehrenspitze, dem die Sage nach ein versunkenes Schloss in der Tiefe birgt. Der rund zehn Kilometer lange Abschnitt von Wängle nach Pflach ist etwas anspruchsvoller, der Abstecher zum See aber ein Genuss. Nach einem kurzen Anstieg öffnet sich ein Panoramablick über den Talkessel von Reutte. Oben angekommen, sorgen Floß und Sprungbrett für Badespaß – auch für Kinder. Wer danach hungrig ist, kehrt in der Frauenseestube für eine Brotzeit ein.

Füssen: Königlicher Abschluss am Lechfall

Die letzte Etappe ab Pflach – rund 15 Kilometer, leicht begehbar – führt über die Grenze von Österreich nach Bayern. Vorbei am Israelit, einer langgezogenen überhängenden Felswand, öffnet sich der Blick bald auf den Alpsee bei Füssen mit Aussicht auf die Königsschlösser. Weiter geht es über den Alpenrosenweg zum Kalvarienberg mit weitem Panorama über Füssen. Den krönenden Abschluss bildet der Lechfall – ein zwölf Meter hohes Naturschauspiel am Rand einer tief eingeschnittenen Klamm, das zu Bayerns schönsten Geotopen zählt. Die Staustufen wurden bereits Ende des 18. Jahrhunderts errichtet; eine Legende besagt, der Heilige Magnus sei hier einst auf der Flucht über den wilden Fluss gesprungen.

Der Lechweg: Fakten für die Planung

Der „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall“ ist seit 2012 als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ zertifiziert – als allererste grenzüberschreitende Weitwanderung Europas überhaupt. Die 125 Kilometer lange Route startet am Formarinsee in Vorarlberg, durchquert das Tiroler Lechtal sowie die Region Reutte und endet am Lechfall in Füssen. Die Strecke ist in 15 Abschnitte unterteilt und lässt sich bequem in sieben bis zehn Etappen absolvieren – auch in umgekehrter Richtung. Gepäcktransport und kostenlose öffentliche Verkehrsmittel machen die Planung noch entspannter. Mehr Informationen gibt es unter www.lechweg.com.

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