Nachhaltigkeit im Urlaub: zu Hause hui, im Urlaub pfui
Translation with GoogleUmfrage offenbart deutliche Unterschiede beim Verhalten in Sachen Nachhaltigkeit
Im Urlaub lassen wir vieles locker: die Kalorienzählung, den straffen Tagesplan – und leider oft auch unser Umweltbewusstsein. Laut einer repräsentativen Studie im Auftrag von HolidayCheck wirft jeder dritte Deutsche, der zu Hause nach eigenen Angaben nachhaltig lebt, sein Umweltbewusstsein auf Reisen zumindest teilweise über Bord.
Täglich frische Handtücher – warum wir im Urlaub anders ticken
Täglich frische Handtücher, mehrmals ausgiebig duschen, übervoll beladene Teller am Buffet mit anschließender Entsorgung der Reste – das alles gehört für viele zum Urlaubsgefühl dazu. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielseitig. Nina Hammer von HolidayCheck* nennt vor allem fehlende Infrastruktur als einen zentralen Faktor: Wenn der Recycling-Container nicht in der Nähe ist, wird er schlicht nicht genutzt. Hinzu kommt, dass Mülltrennungsregeln am Urlaubsort häufig unklar kommuniziert werden. Und dann ist da noch ein ganz simpler Grund:
Drei von zehn Befragten gaben offen zu, im Urlaub schlicht keine Lust zu haben, sich um Nachhaltigkeit zu kümmern.
Das schlechte Gewissen reist immer mit
Was viele dabei unterschätzen: Das Urlaubsfeeling leidet letztlich selbst darunter. Bei jedem zweiten sonst nachhaltig lebenden Befragten reist das schlechte Gewissen nämlich immer mit. Dabei wären die Reisenden durchaus bereit, ihr Verhalten zu ändern – wenn sie dafür einen kleinen Anreiz bekämen. Die Hälfte der Befragten würde Handtücher seltener wechseln oder auf die tägliche Zimmerreinigung verzichten, wenn das Hotel dafür einen kleinen Rabatt bietet. Außerdem wünschen sich viele konkrete Tipps, wie sie sich vor Ort nachhaltiger verhalten können.
Hotels und Reiseveranstalter sind gefragt
Die Verantwortung liegt nicht allein beim einzelnen Urlauber.
Reiseveranstalter und Reiseportale sind laut Studie ebenfalls gefordert: nachhaltige Reisen günstiger machen, das Angebot ausbauen und vor allem die Buchung nachhaltiger Optionen transparenter und einfacher gestalten.
Wer ein nachhaltiges Angebot klar sichtbar macht, nimmt seinen Gästen die Recherchearbeit ab – und senkt damit die Hemmschwelle erheblich.
Kein Verzicht, sondern bewusstes Genießen
Nina Hammer empfiehlt allen Reisenden, es sich nicht zu schwer zu machen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um die Summe vieler kleiner Entscheidungen: den Kaffee entspannt an der Bar trinken statt im To-go-Becher mitnehmen, gelegentlich ein vegetarisches Gericht statt Steak wählen oder den Hotelier einfach mal fragen, warum es noch so viel Einweggeschirr gibt.
Wenn jeder Urlauber nur ein kleines bisschen bewusster handelt, entsteht in der Masse ein echter Effekt – ganz ohne das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.
Urlaub recherchieren und buchen bei HolidayCheck*.
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