Sehnsuchtsorte Teil 3: am Meer – das Leben geht an Land

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Meerweh - Bild Alwin Pelzer

Nimm Dir für diesen Beitrag genügend Zeit, er ist nicht gedacht für den schnellen Leser und reise mit mir an Orte die entspannend und aktivierend, die inspirierend und geheimnisvoll zugleich sein können. Voller evolutionärer Besonderheiten. Spüre die verborgenen Hintergründe und erlebe die überaus erträgliche Leichtigkeit des Seins.

Reise mit mir an den Ursprung unseres Lebens.

Dolce Vita, Sorento – Bild: Alwin Pelzer

Meerweh

Tief erfasst mich die Sehnsucht nach dem Meer wenn ich längere Zeit nicht die Möglichkeit habe, einfach da zu sitzen und in die unendliche Weite des Meeres zu schauen, meine Gedanken auf die Reise zu schicken. Ich vermisse es, die Sonne im Meer verschwinden zu sehen. Ich vermisse den Geruch nach Salzwasser, nach Seetang, nach Fisch – diesem unglaublichen und doch so unverwechselbaren Atem des Meeres. Ich möchte meine Lungen mit der salzhaltigen Luft füllen und den unverwechselbaren Klang vom rauschenden Meer und brechenden Wellen in mich auf nehmen. Die Wellen feiern ihre hörbaren Orgien. Ich vermisse dieses Versprechen der unendlichen und unbegrenzten Möglichkeiten. Die Freiheit und Schwerelosigkeit. Es tut so weh – eben „Meer weh“.

Antalya – Bild: Alwin Pelzer

Am Meer ist alles andere weit weg und doch wirkt alles klarer. Irgendwie schrumpfen die persönlichen Probleme am Meer. Die Weite, die Größe des Meeres, lassen alles kleiner, überschaubarer und lösbarerer erscheinen. Unsere großen und kleinen Krisen verlieren ihren Alleinbestimmungsanspruch. Verlieren sich im Hintergrund wie ein schlechter Film. Eine tiefe Welle des Gefühls der Freiheit überflutet dich.

Rotes Meer – Bild: Alwin Pelzer

Das Meer hat keine Antworten für Dich, aber Du vergisst die Fragen.

Ist es diese Erkenntnis der wahren Größe? Die Welt ist größer als unsere gewohnte Umgebung. Das Meer ist größer als Dein Haus, Deine Wohnung, Dein Arbeitsplatz, Deine täglichen Wege … und Du bist mehr als eine Steueridentifikationsnummer, mehr als ein funktionierendes Rädchen im Getriebe des Alltags. Das Meer hilft Dir, Deine eigene Bedeutung besser einzuordnen.

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…  (Golf von Neapel) – Bild: Alwin Pelzer

Das Meer ist größer, mächtiger als all Deine Sorgen und bleibt unbeeindruckt von trübseligen Gedanken. Wenn Du diese gewaltige Natur siehst, erkennst Du wie viele unserer Probleme nur aufgeblasener Unsinn sind, „Scheinriesen“ die sich nur wichtig machen und uns quälen. Versenke sie einfach in den unendlichen Tiefen. Das Meer spült alles weg.

Manchmal ist die Übertreibung näher an der Wirklichkeit als die Wahrheit.

Teneriffa – … und alle Ängste und alle Sorgen, sagt man …Bild: Alwin Pelzer

Rein und schier magisch blau, dann türkis. Die Oberfläche schimmert, glänzt, funkelt. Mal in den Farben der Wolken, changiert zu weiß und gleicht einer vorüberziehenden Wolke. Eisblau wie ein Gletscher, intensiv leuchtend und kostbar wie ein Kristall. Die Farben, die Lichtspiegelungen sind niemals dieselben. Das Lichtwellenspektrum in blauen und grünen Tönen wirkt beruhigend, entkrampfend und inspirierend zugleich.

Kannst Du Dir andere Orte vorstellen, wo die Farben so intensiv, so klar, so lebendig sind? Das tiefe, dunkle Blau des Meeres. Granitgraue, glänzende Felsen, geboren aus der Schönheit der Natur, der Welt um Dich herum?

Luis Armstrong: What a wonderful world

Bild: Alwin Pelzer

Rätselhafte Magie

Warum zieht uns das Meer so an? Wellen und Gischt zu beobachten?

Millionen von Touristen geben eine Menge Geld dafür aus. Zahlen Aufpreise für Zimmer mit Meerblick, zahlen überteuerte Saisonpreise um die scheinbar wichtigsten Wochen des Jahres, die kostbare Zeit des Urlaubs, am Meer zu verbringen. Warum können wir einfach nur sitzen und aufs Wasser schauen? Einen ganzen Tag, ein ganzes Wochenende…

…wir spüren in uns diese Leichtigkeit des Seins.

Machen wir es uns mit der lapidaren Antwort – „das Meer strahlt Ruhe aus, ich kann mich entspannen“ zu leicht? zu einfach?

“im Land der Sirenen” – Bild: Alwin Pelzer

Das Leben geht an Land

Wir haben eine wahrlich enge Verbindung zu diesem Element. Wir selbst bestehen zu ca. 60% aus Wasser, besonders konzentriert im Gehirn mit um die 80%.

Über die Entstehung des Lebens gibt es viele Theorien. Gestatte mir die Genesis, die Worte der Schöpfungsgeschichte leicht umzuformulieren:

„am Anfang war das Meer.

In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst“.

Bild: Alwin Pelzer

Leben entsteht

Ob das Leben nun aus dem All mit Kometen als Lebensspender (Panspermie-Theorie) oder ob es aus der Tiefe des Urmeeres (Archebakterien) entstanden ist, ändert nichts an der zentralen Aussage eines der großen Gesetze des Lebens: neue Lebensformen entwickeln und entstehen stets in den Grenzbereichen, in den Übergangszonen der Elemente. Ob aus bizarren Schloten, (Schwarzen Rauchern), ein heißer Chemiecocktail strömte, oder in der „Ursuppe“ des jungen Chemie-Student Stanley Lloyd Miller Aminosäuren, die Grundbausteine des Lebens, entstehen – der Anfang war gemacht.

Erst einfache dann immer komplexere organische Verbindungen entstehen, lebende Zellen bilden sich, die sich fortbewegen und vermehren können.
Nur das Geheimnis des Lebens – wann wird Materie zu Leben ist bislang unergründet.

Ei oder Vogel? Bild: Alwin Pelzer

Wo verschiedene Umwelten aufeinander stoßen, sich gegenseitig beeinflussen und bereichern, werden die dort anzutreffenden Lebewesen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Du kennst bestimmt den großen Artenreichtum großer Flussmündungen, wo Salzwasser und Süßwasser zusammen treffen und den Artenreichtum in Moor- und Wattlandschaften in einem unsicheren Grenzbereich von Erde und Wasser.

Das Meeresufer ist somit, gleichgültig ob Strand oder Felsenküste, ein privilegierter Platz für den Übergang des Lebens vom Wasser an Land.

Madeira – Bild: Alwin Pelzer

Evolutionärer Brennpunkt

„Da steh (sitze) ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“. Johann Wolfgang von Goethe

Sitzen wir ganz unbewusst und völlig unbedarft an einem revolutionären Schnittpunkt, an einem evolutionären Brennpunkt?

„Unsere Verbundenheit zum Wasser ist so komplex, weil es tief in unserem Unbewussten verankert ist, ein Reflex der jenseits aller Erklärbarkeit und noch vor der Evolution entstanden ist. Es trifft Bereiche in unserem Gehirn, die nur Neurologen messen können, jenseits aller Wahrnehmung. Und es ist dieses ewige Weltwissen, das wir alle mit uns herumtragen, bewusst wie unbewusst: dass es ohne Wasser kein Leben gibt, und zwar gar keines“. Frei interpretiert nach meiner Übersetzung aus dem Buch des Meeresbiologe Wallace J. Nichols:

Blue Mind; The Surprising Science That Shows How Being Near, In, On, or Under Water Can Make You Happier, Healthier, More Connected, and Better at What You Do

Teneriffa, Playa Jardin – Bild: Alwin Pelzer

Vor 2,5 Milliarden Jahren beginnt das wohl entscheidendste Kapitel unserer Erdgeschichte: Die chemische Umwandlung einer sauerstofflosen Gashülle in jene Atmosphäre, die uns heute die Luft zum Atmen schenkt. Eine Milliarde Jahre nach den ersten Organismen verändern im Wasser heimische Cyanobakterien die Lebensbedingungen auf der ganzen Erde entscheidend. Diese winzigen Einzeller nutzen das Sonnenlicht zur Photosynthese und setzen dabei als Abfallprodukt Sauerstoff frei. Es gilt als ziemlich sicher, dass es ohne Sauerstoff heute kein höheres Leben auf der Erde geben würde.

Madeira, Ponta do Garjau – Bild: Alwin Pelzer

Algen – Ursprung unserer Existenz

Die Weltmeere boten einen relativ simplen Lebensraum für primitive Algen. Bar jeder Hindernisse eine riesige Fläche von der Sonne erhelltes Wasser. Eine Küste repräsentiert dagegen bereits ein viel komplexeres Ökosystem. Hier vollzieht sich der Wechsel vom Einzeller zu komplexeren Strukturen mit entsprechender Aufgabenteilung: festhalten, Energie gewinnen, ernähren, fortpflanzen…Durch die Gezeitenbewegungen waren die Organismen mehr oder weniger lange der Luft ausgesetzt: einerseits ein Lichtgewinn, andererseits ein Feuchtigkeitsverlust mit dem Risiko der Austrocknung.

Bild: Alwin Pelzer

Die Verteilung der Algen an den Küsten, am besten bei Ebbe zu beobachten, ist das Resultat einer Konkurrenz über Millionen von Jahren zwischen den verschiedenen Algenarten. Jede einzelne Art hat sich mühsam ihren Platz im Wasser und an der Sonne erobert. Die bevorzugtesten Zonen sind natürlich dort, wo sie bei Ebbe nur kurze Zeit bloß liegen und trotzdem der Lichteinfall gemessen an der Wassertiefe möglichst groß ist.

Punta del Hidalgo – Bild: Alwin Pelzer

Und kombiniere jetzt einfach selbst, diese unzähligen Variationsmöglichkeiten nur alleine im Zusammenhang von Höhe und den Ausrichtungen zur Himmelsrichtung. In den bevorzugtesten Lagen haben sich die perfektesten Algen entwickelt – wie der Blatttang (Laminaria) dessen braune Lamellen bis zu 5m lang werden können. In warmen Meeren erreicht der monotypische Riesentang (Macrocystis) Längen von mehr als 40m, das größte festsitzende (benthische) Meeres-Lebewesen mit Ornamenten die an die gezierten Gewänder unserer Großmütter erinnern.

Rot- Braun- Grünalgen – Bild: Alwin Pelzer

Höher am Ufer haben sich andere Braunalgen entwickelt. Der Ledertang zum Beispiel treibt mit Hilfe winziger, luftgefüllter Ballons auf dem Wasser und verästelt sich in archaischen Y-Formen. Über der Ledertangzone werden die Algen kleiner, hier findest Du den Meersalat (Ulva lactuca) und die Fadengrünalge.

Helgoland Seetang – Bild: Alwin Pelzer

Was jedoch besagen die Farben mit denen sich die Algen schmücken? Man könnte diese Farben mit den chemischen Stoffen vergleichen, die in der Fotografie zum sensibilisieren verwendet werden. Je nachdem wie stark das Licht ist, herrschen bestimmte Farben vor, z.B. verdankt die Rotalge einem roten Farbstoff die Fähigkeit, die blaugrünen Strahlen, die das Chlorophyl nicht aufnimmt aus dem Spektrum des Lichts heraus zu filtern um so in größerer Tiefe ihren Lebensraum zu finden.

Punta del Hidalgo, Cystoseira abies marina – Bild: Alwin Pelzer

Die Braunalge kann mit ihrem braunen Farbstoff zusätzlich die gelben und orangen Anteile absorbieren. Chemische Wunderwerke.

Steigt man aus der Dunkelheit der Tiefe zum hellen Licht der wasserumspülten Küste empor, lässt sich eine ziemlich genaue Zonenaufteilung von anfangs roten, dann braunen und zum Schluss grünen Algen erkennen. Die Grünalgen gehören zu den Pionieren einer ganz besonderen Art. Mit großer Anpassungsfähigkeit können sie in ungünstigen Bedingungen überleben. Wahrscheinlich war es diese hohe Anpassungsfähigkeit, die es einzig den Grünalgen ermöglichte, das Wasser zu verlassen.

Bild: Alwin Pelzer

Die Grünalge ist die wahre Stammmutter aller Pflanzen mit dem ganz entscheidenden „Farbstoff“: Chlorophyll.

Werfe einen Blick in die Gezeitentümpel, bei Flut sind sie Teil des großen Ozeans mit unbegrenzter Entfaltung, bei Ebbe gefangen und der Gefahr ausgesetzt in sengender Sonne auszutrocknen.

Gezeitentümpel – Bild: Alwin Pelzer

Aus Lichtstrahlen wird Bedeutung gefiltert

Wie kommt das Meer in unseren Kopf? Die Leistungen unserer Augen bringen selbst Experten noch zum Staunen. Sehen ist ein Wunderwerk unserer Natur. Sehen liefert bis zu 80 Prozent der Informationen über die Außenwelt und beschäftigt ein Viertel des Gehirns – der Sehsinn, besser das gesamte visuelle System mit Nervensystem und Gehirn, ist das wichtigste Sinnessystem des Menschen.

Sail away – Bild: Alwin Pelzer

Du siehst Dinge, die so gigantisch und weit entfernt am Horizont sind, die Sterne am Himmel und so winzig und nah wie den Fühler eines Marienkäfers auf Deinem Finger. Wir können zehn Millionen Farbtöne unterscheiden und selbst die kleinste Lichteinheit, ein Photon, genügt, um im Auge eine Reaktion auszulösen. Das größte Wunder aber ist, wie das visuelle System aus dem riesigen Strom von Informationen, der permanent über die Augen eintrifft, ein „greifbares“ Abbild der Welt in unseren Köpfen erschafft. Im komplexen Zusammenspiel mit anderen Teilen des Denkorgans werden dabei Sinnesempfindungen sortiert, gefiltert, bewertet und so geschickt mit Gedächtnisinhalten und Erfahrungen verknüpft, dass wir uns scheinbar mühelos in unserer extrem komplexen Umgebung zurechtfinden. Und wir halten dieses Wunder auch noch für selbstverständlich.

Echsenauge – Bild: Alwin Pelzer

Die ganze Fülle unseres Lebens wird in unserem Kopf geschaffen. Wir sehen nicht was da ist, sondern was unser Gehirn sagt was da ist. Und das ist keineswegs das Gleiche. Ist Dir schon mal aufgefallen, Seifenschaum ist immer weiß. Egal welche Farbe die Seife selbst hat. Die Moleküle sind immer dieselben nur die Brechung des Lichtes ist anders.

Playa Jardin – Bild: Alwin Pelzer

Wenn Du nun die Wellen am Strand, die Gischt an den Felsen beobachtest, es ist immer weißer Schaum, egal ob das Meer blau oder grün oder grau ist. Die Farben die Du siehst sind also keine Realität sondern eine aus der evolutionären Entwicklung unserer Augen abgeleitete Wahrnehmung.

Wenn ich am Meer sitze versuche ich mich in eine andere Sichtweise zu versetzten. Wie sieht die Möwe über mir, der an Land kriechende Krebs, das Insekt das mich umschwirrt, diesen Augenblick.

“Möwe Jonathan” – Bild: Alwin Pelzer

Einsiedlerkrebs, Paguroidea – Bild: Alwin Pelzer

 

 Land in Sicht – die ersten Wirbeltiere

Die ersten Lebewesen krochen vor ca. 500 Millionen Jahren aus dem Meer – wahrscheinlich allerdings nur zeitweise. Vermutlich waren es größere Arthropoden (Gliederfüßer), die offenbar in den Gezeitenzonen lebten. Warum die Verwandten heutiger Spinnen, Krebse und Insekten aufs Trockene kamen, ist unklar. Möglicherweise suchten sie nach Nahrung, oder flüchteten vor Räubern.

“Schwarzes Fabelwesen” geht an Land – Bild: Alwin Pelzer

Vor rund 385 Millionen Jahren gingen die ersten Wirbeltiere aus dem Meer an Land. Der Landgang erforderte von ihnen auch eine völlig neue Sicht. Bis dahin hatten sie sich bloß als Fische im Wasser getummelt. Nun begannen einige, sich in Richtung Land zu orientieren und dort neue Nahrungsquellen zu erschließen. Dabei hatten sie es nicht etwa auf die Pflanzen abgesehen, von denen manche damals bereits baumhoch empor wuchsen. Wie das Gebiss der innovationsfreudigen Fische verrät, waren sie gewiss keine Vegetarier. Sie schnappten sich urtümliche Insekten und andere Krabbeltiere, deren Vorfahren schon Millionen Jahre früher ihre ersten Schritte an Land gewagt hatten.

Alligator – “Augen sind nach oben gewandert” – Bild: Alwin Pelzer

Als die ersten Wirbeltiere aus dem Wasser stiegen, galt es nicht nur, die Fortbewegung entsprechend anzupassen. Dass diese Pioniere des Landlebens auch ihre Sehgewohnheiten grundlegend verändern mussten, haben kürzlich Wissenschaftler um Malcolm MacIver von der Northwestern University in Evanston, Illinois gezeigt. Wasserbewohner, so schreiben sie in den „Proceedings“, können auch am helllichten Tag nicht sonderlich weit blicken. Die evolutionäre und zugleich revolutionäre Entwicklung lies die Augen größer werden und die Augenstellung von der Seite nach oben wandern (Fische können Ihren Kopf nicht unabhängig vom Körper drehen).

Von den urtümlichen Fleischflossern, Tiktaalik und Ichthyostega, die sich den Herausforderungen an Land dauerhaft stellten, stammen dagegen nicht nur alle heutigen Amphibien ab, sondern auch Reptilien, Vögel, Säugetiere und zuletzt wir Menschen.

Gemeine Strandkrabbe, Carcinus maenas, Sankt Peter Ording – Bild Alwin Pelzer

Wir tragen uralte Gene in uns. In unseren Zellen im Zellkern finden wir die DNA, einzelne Abschnitte sind die Chromosomen, mit dem einzigen Zweck, neue DNA zu produzieren und dies mit einer außergewöhnlichen Originaltreue. Wir sind ein ca. 3 Milliarden Jahre altes Produkt, an dem die Evolution herumexperimentiert hat. Am Meer können wir uns wie die ersten „Landgänger“ festkrallen am Fels.

Jeder der sich mit dem Leben auseinandersetzt wird sich mit dem Phänomen des „Übergangs von Materie, Molekülen, Atomen zum “Leben” beschäftigen müssen.

Ich bin die Auferstehung und das Leben (Joh. 11/25)

Nachtlaternchen – die Glühwürmchen des Meeres

A. Bejarano -Pixabay

Das zauberhaftestes Phänomen des Meeres

Ich bin sprachlos und kann es einfach nicht fassen. Völlig unvorbereitet trifft dieses Naturphänomen auf meine Sinne und ich schwärme davon, wenn ich nur die Augen schließe. Bühne frei für eines der mysteriösesten und gleichzeitig schönsten Schauspiele am und im Meer – dem Meeresleuchten. Scheinbar vereinen sich die Sterne am Himmel mit dem Leuchten des Meeres. Im Spülsaum entlang der Küstenlinie wenn Deine Füße bläulich schimmernde Eindrücke hinterlassen, in der Meeresbrandung wenn sich ganze Wellenberge blau auftürmen, wenn „glühende“ Delfine spielerisch die „blauen“ Wellen durchfliegen.

Glowing dolphins after Sunset (Youtube-Link) 

Der erste Kontakt mit diesem Phänomen:

Im „Dünenschloss“, einer Pension direkt hinter dem Deich (Sankt Peter Ording), fand ich den ersten Hinweis: „Geführte Wattwanderungen mit einem Biologen“. In der „Seekiste“, einem Pfahlbau-Restaurant mit Café – Fisch-, Krabben- & Lammspezialitäten dann der 2. und entscheidende Tipp: „Heute, Wattwanderung, spektakuläres Naturwunder bei Einbruch der Dunkelheit, Treffpunkt

Ein unvergessliches Bild.

Der Sternenhimmel zu meinen Füßen.

Lass Dir Dein eigenes Leuchten nicht nehmen.

A. Bejarano -Pixabay

Das Phänomen des Meeresleuchtens ist schon lange bekannt; seit dem Altertum sind die Menschen von diesem mysteriösen Schauspiel fasziniert und suchten verschiedene Erklärungen dafür, vor allem von den Seefahrern wurde darüber viel Seemannsgarn gesponnen. Christian Friedrich Hebbel hält in seinem Gedicht „Meeresleuchten“ aus dem 19. Jahrhundert zum Beispiel die römische Göttin Venus für die Ursache des Leuchtens, die Kinderbuchhelden Jim Knopf und Lukas wissen angeblich, wie man es repariert, falls das Licht im Meer einmal ausgehen sollte: den Gurumusch-Magnetfelsen finden und reparieren.

Chemie: Biolumineszenz

„Noctiluca scintillans“, frei übersetzt: Nachtlaternchen. Nein es ist kein Zauberspruch aus Harry Potter, und der Fantasie einer kreativen Buchautorin entsprungen, sondern ein reales Lebewesen. Die Leuchtalge ist ein relativ großer Einzeller von 0,6 Millimetern Größe und kann als winzige Kugel mit bloßem Auge in Wasserproben gesehen werden. Wissenschaftlich werden sie Dinoflagellaten genannt, gehören zum Phytoplankton und sind im Salz- und Brackwasser auf der ganzen Erde zu finden. Obwohl sie eine Alge ist, besitzt Noctiluca kein Chlorophyll (Blattgrün)“, sie fressen einzellige Plankton-Kieselalgen und verhalten sich damit wie Beutegreifer.

Beispiel: Chlorophyll par excellence – Bild: Alwin Pelzer

Sonnenreiche Tage, ein ruhiges und windstilles Meer und genügend Nährstoffe im Wasser sind die Zutaten für das unvergessliche Schauspiel. Dann bilden die Einzeller riesige Schwärme von bis zu 500.000 Zellen pro Liter Wasser. Tagsüber erkennbar an einer rosafarbenen, gallertartigen Masse die im Wasser treibt. Durch Berührungsreize setzen sie nachts ihre Lichtenergie frei. Diese Mikroorganismen haben die Fähigkeit, kurzzeitig körpereigene Leuchtstoffe herzustellen. Dieses Phänomen kennst Du wahrscheinlich von den Glühwürmchen, am häufigsten tritt es allerdings bei Meereslebewesen auf, vor allem bei vielen Bewohnern der Tiefsee.

MasterTux Pixabay

Bei der Biolumineszenz handelt es sich um so genanntes „kaltes Licht“, da beim Leuchten so gut wie keine Wärme freigesetzt wird, anders als bei unseren Glühbirnen, wo fast 95 % der Energie als Wärme verpufft.

Biolumineszenz ist eine chemische Reaktion mit den Beteiligten: Sauerstoff, dem Enzym Luciferase und dem Stoff Luciferin, einem Oxidationsvorgang unter Bewegungsreizen.

Was die Algen selbst für ein Nutzen aus dem Leuchten ziehen, ist noch nicht vollständig geklärt; vermutet werden Gründe der Kommunikation (synchrones Leuchten), oder die Idee der Natur hinter dem Spektakel: Selbstschutz. Die Algen beleuchten herannahende Feinde und weisen damit wiederum deren Feinden den Weg zu ihrer Beute. Geschickt, die kleine Noctiluca scintillans.

Bild: Alwin Pelzer

Die Kehrseite der Medaille

Die Meeresleuchtalge wird durch eine Überdüngung des Meeres begünstigt und reagiert besonders auf hohe Nitratkonzentrationen, weil diese ihre Futteralgen fördern. Ursprünglich kam Meeresleuchten in der Nordsee nur im Hochsommer vor und war aus vielen anderen Meeren unbekannt. Mittlerweile ist die Art fast weltweit verschleppt und gilt als Anzeichen von Wasserverschmutzung. Für uns sollte das Meeresleuchten eine Warnlampe sein, dass immer noch viel zu viel Stickstoff in die Gewässer und das Meer leitet werden. Eine Wende in der Agrarindustrie und eine Verringerung der Überdüngung der Meere sind dringend erforderlich.

Bild: Alwin Pelzer

Blue Tears: Dieses traumschöne Naturphänomen ist in Wirklichkeit ein Warnsignal des Meeres

Geo:

https://www.geo.de/natur/21512-rtkl-blue-tears-dieses-traumschoene-naturphaenomen-ist-wirklichkeit-ein-warnsignal-des

 

Am Wattenmeer

Sankt Peter Ording – Bild: Alwin Pelzer

Das Licht, der Wind, die Wolken und der Sound der Stille am Wattenmeer. Im gedanklichen Hintergrund die Liebe zur Musik, zu Tanz und Gesang, zu Blumen und zu den Kindern, Eltern, Großeltern.

Spüre den Wind. Am Meer bläst immer der Wind. Der Wind streichelt um die nackten Beine, kühlt die Haut. Der Wind spielt mit Deinen Haaren, es gibt keinen besseren Friseur. Der Wind übergibt Dir die unglaubliche Kraft, die Naturgewalt des Meeres. Er ist der Mittler zwischen Dir und dem Meer.

Manchmal denke ich, der Wind beschnuppert mich wie ein großer Schäferhund.

Tagsüber erwärmt sich die Luft über dem Land schneller als über dem Wasser. Die warmen Luftmassen steigen nach oben und saugen die kühle und schwere Luft über der See an: Der Wind weht vom Meer zum Land und reicht Dir Erfrischung und Lebenskraft als ganz besonderes Geschenk.

Gehe an stürmischen Tagen ans Wattenmeer, wenn der Wind versucht die Deiche ins Land zu schieben, die Möwen krächzend mit den Böen kämpfen.

Bild: Alwin Pelzer

Der Wind bläst so stark, fährt unter die Kleider und man kommt sich fast nackt vor, aber dennoch behütet. Dann scheint es, als würde der Wind mich packen und versuchen mich mit sich in den Himmel zu nehmen, hinauf zu der weißen Wolke, die einem weißen Schimmel gleicht. Eine Windsbraut?

Ja hier gehöre ich hin. Der herrliche Duft des Meeres, wenn Wasser über das Watt spült. Eine warme Welle durchflutet meinen Körper. Der Schimmel schiebt sich über die Sonne und die gefilterten Strahlen lassen seine Wildheit und Unbesiegbarkeit nur noch deutlicher zum Ausdruck kommen. Schwere, mächtige Wolken ziehen auf. Der Schimmelreiter jagt über den Deich. Es ist nicht diese abergläubische Assoziation: Schimmel – Teufel – Tod, auf die ein Theodor Storm aufbaut, um seinem Schimmel gespenstischen Züge zu verleihen. Es ist nicht die Aura des Bösen und des Verderbens, kein wiederbelebtes Pferdeskelett einer verlassenen Hallig. Es ist diese überwältigende Energie, diese unbezwingbare Kraft von Meer, Wolken, Feuchtigkeit und Sonne.

Schwebende Segelschiffe, magische Seezeichen und eine geheimnisvolle Insel erscheinen dort am unendlichen Horizont.

Die Sehnsucht erzählt wie man das Glück findet, wenn man es nicht sucht und von der Wiederentdeckung von Demut und dem Respekt vor der allmächtigen Schöpfung.

Bild: Alwin Pelzer

Genius Loci

Jeder Reisende kennt solche Orte. Orte die einen besonderen „Geist“ ausstrahlen. Variationen in der Schwerkraft? Wechsel in der Zusammensetzung atmosphärischer Gase? Schlägt Deine innere Uhr, Dein innerer Kompass anders? Aus einer Wolke der staunenden Verwirrung inne halten. Lass unsere Emotionen tanzen.

Atme diese Orte tief in Dich ein: Sa.ta.na.ma

Sizilien, Taormina, Isola Bella – Bild: Alwin Pelzer

Das Fest der Sinne beginnt

Barfuß am Strand

falco – Pixabay

Gehe barfuß im Sand am Strand entlang, halte Balance. Ertaste den warmen Sand, der zwischen den Zehen hindurch rieselt.  Es fühlt sich wunderbar nach Kindheit an, Stress und Spannungen werden spürbar abgebaut und es beginnt ein Gespräch zwischen Körper und Seele. Du bist der Natur ein ganzes Stückchen näher, fühlst den Untergrund. Barfußlaufen erdet.

Spürst Du, wie der Meeresboden zwischen Deinen Zehen empor quillt. Es blubbert und schmatzt. Hier lebt der Boden, überall bewegt sich was.

In der körperorientierten Psychotherapie stehen die Füße für das Thema Vertrauen. Wie viel Vertrauen haben wir in den Boden auf dem wir stehen? Der wohlige Schauder, die Gänsehaut mit der Vorfreude auf den warmen Sand.

Leon Machère – Copacabana  https://www.youtube.com/watch?v=TxnJoF9qmkA

Im Wasser können wir fliegen

Eintauchen in die Dreidimensonalität.  Wenn die Glut der Sommerhitze das Land fest im Griff hält, was gibt es schöneres als einzutauchen in die kühlen Fluten des Meeres. Sich im wahrsten Sinn des Wortes hineinstürzen. Die unendliche Kraft des Meeres, erfrischt nicht nur unseren Körper, es vermag auch unser Gemüt zu erfrischen, unsere Körper zu heilen und unseren Organismus nachhaltig zu regenerieren.

Bild: Alwin Pelzer

Das Meer eröffnet Dir eine neue Dimension. Seit einem Besuch des Roten Meeres in den 70 er Jahren zieht mich die Faszination der Welt unter Wasser in Ihren Bann. Nach über 40 Jahren habe ich diese ersten Eindrücke immer noch unlöschbar vor Augen, die Korallenriffe von Ras Mohamed am Roten Meer. Die bunten Riffbarsche waren ein Feuerwerk der Farben und Emotionen. Und zum ersten Mal wurde mir der Begriff Tiefe so richtig bewusst. Beim schwimmen über das Riffdach hinaus mit dem Blick in die abgrundlose dunkle Tiefe als hätte ich mich im höchste Wolkenkratzer der Welt aus dem Fenster gelehnt.

Ras Mohamed, Rotes Meer – Bild: Alwin Pelzer

Unter Wasser kannst Du eine ganz neue Welt entdecken, die ganz anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. In eine andersartige Lebenswelt eintauchen und sich darin wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser bewegen. Wechsle so den Blickwinkel auf Deine eigene Lebenswelt. Felsgrotten und Wracktauchen, die farbenprächtige Lebensformen der Korallenriffe in Natura beobachten – das Abenteuer Tauchen erscheint grenzenlos! Die sonst geltenden physikalischen Gesetze sind außer Kraft gesetzt: Schwerelos durchs Wasser gleiten und die “Welt der Stille“, wie Jacques Cousteau es ausdrückte, in sich aufnehmen. Im Wasser können wir fliegen, unsere gewohnten 2 Dimension erweitern sich zur 3. Dimension.

Nirgendwo sonst kannst Du Deine leidenschaftliche Liebe zur Natur, als Epos auf die Einheit des Lebens, „tiefer“ erfahren.

Ägypten, Shaab Sataya, mit freundlicher Erlaubnis von Roxana R.F.V, Marsa Alam, Ägypten

Schwimmen mit Delfinen – Shaab Sataya

In der griechischen Mythologie entsteigt Aphrodite – die Göttin der Schönheit dem Meeresschaum und wer kennt nicht die Szene aus James Bond wenn Ursula Andres oder später Hale Barry den Fluten entsteigt. Die Sagen und Geschichten sind voll von schönen Meerjungfrauen. Lies meinen Bericht zum Schwimmen mit Delfinen

Das Meer ist Wohlbefinden

Sankt Peter Ording, Bild: Alwin Pelzer

Wir sind vitaler (UV-Strahlung), die staub- und pollenarme Luft ist angefüllt mit Ionen von Salzen, natürliche Aerosole, die Naturgeräusche finden ganz von alleine den Weg in bestimmte Regionen unseres Kopfes  und beeinflussen unser „Grundeinstellungsnetzwerk“ in unserem Gehirn. Dieses „Reizklima“ stimuliert unser Immunsystem, fördert unsere erotischen Fantasien.

Manche Tanzen – manche Weinen

Bulli T1, 44 PS, 8 Sitzplätze – Bild: Alwin Pelzer

Das Meer ist Rückbesinnung: Der alten Mann und das Meer

Nordmeer, Lofoten – Bild: Alwin Pelzer

Das Buch von Ernest Miller Hemingway ist eine großartige Auseinandersetzung mit dem Leben, der Problematik des inneren Selbstvertrauens, Zuversicht und Einsamkeit, Traum oder Illusion. Selbstbetrug um sich das Leben erträglich zu gestalten? Eine Würde finden um von den anderen anerkannt zu werden? Santiago kämpft einzig noch um des Kampfes willen und lebt von der Erinnerung. So besteht Santiago zwar seinen letzten großen Kampf; der endgültige Sieg ist ihm jedoch verwehrt, es bleibt nur die Einsamkeit. Gute Lektüre.

Die überaus erträgliche Leichtigkeit des Seins:

Marokko, Mogador – Bild: Alwin Pelzer

Aus dem Songtext von Gregor Meyle:

“Siehst du die Schönheit des Planeten,
und du bis auch ein Teil davon,
wir haben zuviel Luxusprobleme,
was glücklich macht weiß jedes Kind…”

Die Leichtigkeit des Seins – Gregor Meile

Inspirationen zum Meeresrauschen Wellfeeling

Teneriffa, Playa Jardin – Bild: Alwin Pelzer

Wellenrauschen ist die Meditationsmusik schlecht hin, weil es unserem Atemrhythmus ähnelt. Dynamik und Beruhigung. Und es ist erwiesen, schon der Gedanke daran lässt uns eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt leichter überstehen, hilft bei Schlafstörungen und fördert den Gesundungsprozess in Reha-Kliniken. Meeresrauschen löst Emotionen aus, ruft in dir Situationen auf, die Du schon positiv erlebt hast.

Bild: Alwin Pelzer

Hörst Du die Warnung der Brandung, spürst Du, dass manche Mächte so elementar sind, so zerstörerisch, dass der Mensch absolut nichts dagegen tun kann. Warnt uns hier Hiob vor dem Ende der Welt?  Willst Du hier den Gedanken des Johannes nachempfinden von den 4 apokalyptischen Reitern, den biblischen Boten vom Ende der Welt. Der erste reitet auf einem weißen Pferd…

Der Herr ist mein Hirte – Psalm 23 Johannes,

Höre den Wellen gut zu. Inspirieren sie Dich, alles Getue, alle Gesetze, alle Regeln unserer Gesellschaft über Bord zu werfen? Brauchen wir die Nähe zum Meer, die Grenze zwischen Land und Wasser unsere Grenzen zu übertreten? Zu unterscheiden was Gut und Böse trennt?

Spürst Du die Aufregung vor der Auseinandersetzung mit Deinen Vorstellungen und Sehnsüchten.  So oder so sind wir immer auf der Suche nach Entscheidungen. Hier gelingen sie.

Spüre den unvergleichlichen Charme von Städten am Meer

bei den kleinen romantischen Trutzburgen deren Kai sich wie schützende Arme um die Hafeneinfahrt legt:

Ligurien, Cinque Terre, Vernazza – Bild: Alwin Pelzer

…mit den unvergleichlichen Farben des Alltags

Vernazza – Bild: Alwin Pelzer

in mondänen und angesagten Orten:

Solvaer, Lofoten – Bild: Alwin Pelzer

oder an den großen, pulsierenden Schnittstellen der Lieferketten des Welthandels:

Hafen Hamburg – Bild: Alwin Pelzer

Schlendre mit mir – früh am Morgen – zu den Fischmärkten

Sizilien, Catania – Bild: Alwin Pelzer

oft in faszinierender Architektur:

Hamburg, Fischmarkt – Bild: Alwin Pelzer

 

Tritt ein in die nostalgischen Hafenkneipen

Berühmt: Schellfischposten – Bild: Alwin Pelzer

Du wirst sehen, welch inspirierende Gespräche sich hier ganz zwanglos ergeben

Seemann: “Das Meer schränkt nicht ein, es lässt einem die freie Wahl, welchen Kurs man einschlagen möchte. Es lässt den Seemann aber niemals im Unklaren darüber, wer der Stärkere ist, man kann immer nur mit dem Meer fahren, niemals dagegen. Selbst bei spiegelglatter See zeigt einem die schiere Größe des Ozeans die wahren Verhältnisse, man kann sich selbst nicht mehr so ernst nehmen, wenn man die ungeheuren Ausmaße des Ozeans vor Augen hat…”

Despacito Luis Fonsi

Besuche mit mir eine der faszinierendsten Hafenstädte: Mogador

Marokko, Mogador – Bild: Alwin Pelzer

Der Hafen ist seit jeher ein Ort gesellschaftlicher Investitionen und Gateway nicht nur in die weite Welt sondern auch in ein bestimmtes Zeitalter.

Nordzypern, Kyrenia – Bild: Alwin Pelzer

Lass Dich verführen:

Dolce Vita – Bild: Alwin Pelzer

Dolce Vita, Amalfi – Bild: Alwin Pelzer

Antalya, ein gutes Efes-Pils – Bild: Alwin Pelzer

 

Nachts am Meer

Bild: Alwin Pelzer

Bleibe bei uns, Herr,
denn es will Abend werden,
und der Tag hat sich geneigt.

Jens Reich hat in einer Rede über einen toten Freund gesagt : Es gibt Dinge, die sind unendlich – das Wasser, der Himmel, die Zeit. Der Preis des Individuums aber ist seine Endlichkeit.

Bild: Alwin Pelzer

“Wir sind nur zu Gast auf dieser Erde, es lauern viele schlummernde Katastrophen (z.B. Vulkane, Viren), nehmen wir uns also nicht so wichtig und so anmaßend”  – Frank Schätzing,  Der Schwarm

Der Blick zum Horizont flößt Ehrfurcht ein und offenbart unsere Begrenzung, was kommt dahinter?

Die Sonne wird wieder aufgehen, wie jeden Tag.

Golf von Neapel – Bild: Alwin Pelzer

I am Sailing – Rod Stewart

Norwegen, Nordmeer – Bild: Alwin Pelzer

Die Natur, das Meer ist übermächtig – überwältigend. Leben wir in der besten aller möglichen Welten? Uns bleibt nur eine kurze Zeit zu leben, wie eine Blume erblühen und verwelken.

Wie ein Schatten fliehen wir und verweilen nie.

 

Tipps und Links

Wie das Meer riecht: Starparfümeur Geza Schön erläutert im Gespräch mit mare die Schwierigkeit, Meeresduft in einen Flakon zu bekommen: https://www.mare.de/wie-riecht-das-meer-content-521

Lies im SEASIDE Magazin von Nixen, Nymphen und Najaden
https://seasidemagazin.de/von-nixen-nymphen-und-najaden/

 

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Sehnsuchtsorte Teil 2: Berge – der Weg entsteht im Gehen

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Titelbild: “Meerweh” – Bild: Alwin Pelzer