Bayerischer Wald: Nationalpark Lusen – Hab Geduld mit dem Luchs

Luchs im Nationalpark Lusen, Bayerischer Wald, Bild copyright Alwin Pelzer

Erfolgsfaktoren für die Begegnungen mit dem Luchs

 

Für den schnellen Leser:

Keine Angst vor dieser kraftvollen, geschmeidigen Katze. Dieser Beitrag beschreibt, wie Du zu einem wundervollen Erlebnis, der Begegnung mit dem Luchs kommen kannst und gleichzeitig kein schlechtes Gewissen zu haben brauchst, ökologische Sünden zu begehen.

Annäherung

In bester „Indianer“ Manier, leicht gebückt, in voller Körperspannung und im Einsatz aller Sinne, schleichen wir bei einbrechender Dämmerung durch den Nationalpark Lusen. Leider können wir es nicht bewerkstelligen, dass unsere Wander„Mokassins“ auf den gesplitteten Waldwegen ein völlig geräuschloses Vorankommen gewährleisten. Es knirscht gewaltig und ich befürchte, dass uns die tierischen Bewohner schon meilenweit hören können.

 

Zeitsprung Ausgangssituation

Doch drehen wir für einen vertiefenden Augenblick die Uhr zurück.

Voller Erwartung und Vorfreude sind wir dem Ruf der Wildnis gefolgt und wollten einem Luchs in seiner natürlichen Umgebung begegnen. In unseren heimatlichen Gefilden ist seit geraumer Zeit der Luchs unterwegs. (Schwäbische Post, 15.05.2019: „Als der Wolf kam, war der Luchs schon da“…). Nachgewiesen anhand von Spuren und schwarz-weißen Fotos (aus Fotofallen). Jedoch, dieser weit umher streifenden einzelnen Katze in den weitläufigen Wäldern des Albuches auch nur kurz zu begegnen oder gar beobachten zu können, gleicht der Wahrscheinlichkeit von sechs Richtigen im Lotto. Hierzu wäre strategisches Vorgehen, außerordentliche Geduld und eine gehörige Portion Glück von Nöten. So haben wir uns auf den Weg gemacht, der Wahrscheinlichkeit etwas „nachzuhelfen“, und sind in den Nationalpark Lusen, im Bayrischen Wald gefahren. Mit etwas Geduld dem Glück eine Chance geben.

Nationalpark soweit das Auge reicht – Bildmitte: Lusen

Das Tierfreigelände

Im Tier-Freigelände können in großräumigen, naturnahen Gehegen die typischen Wildtiere beobachtet und, so meine große Hoffnung, auch fotografiert werden. Inmitten der entstehenden Waldwildnis kann man auf über 200 Hektar rund 40 Säugetier- und Vogelarten antreffen, beinahe wie in der freien Wildbahn – inklusive vieler Rückzugsmöglichkeiten für die tierischen Bewohner. Gut für meine Wahrscheinlichkeitsrechnung: eine höhere Population innerhalb eines kleineren Territoriums.

https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/besucher/einrichtungen/npz_lusen/index.htm

Alles oder Nichts!

Noch war unsere Stimmung gut. Am Informationspunkt gibt uns ein sehr freundlicher älterer Herr („Nationalpark Ranger“) letzte wichtige Hinweise. Seine Aussage lautet:

Wenn wir Glück haben, treffen wir sie alle an:

Luchse, Wisente, Elche, Hirsche, ja sogar Wölfe. Damit sich die Wölfe nicht gegenseitig verspeisen, werden sie immer freitags gefüttert. Besonders kommunikativ und fotogen seien die Bären… (nicht nur ein Experte für Tiere, auch ein Menschen(er)kenner ?).
Wenn wir Pech haben, sehen wir nichts davon.

Getreu einer mittleren Wahrscheinlichkeit rechne ich mir also 3 Begegnungen aus diesen „Big Six“ aus. Oder war da noch was mit der Additionsregel für unvereinbare Ereignisse (Wahrscheinlichkeitstheorie)?

Unser 1. Luchs – noch etwas starr und unbeweglich

Ein erstes Unwohlsein kommt in uns auf, als wir schon nach wenigen Schritten auf eine Frau mit Hund stoßen. Zwar nur ein kleiner Hund und an der Leine, aber Hunde im Tierfreigelände? Und es bleibt nicht bei dem einen kleinen Hund. Es sind viele Menschen unterwegs, wir fast die einzigen, die keinen Hund haben. Alle Rassen, alle Größen. Freudiges Gebell, knurren…bei genauerem Hinsehen erkennen wir sogar eine ganze Infrastruktur nur für Hundebesitzer, angefangen von den Entnahmestationen für die obligatorischen Plastikbeutelchen bis hin zu Hunde-Park-Plätzen:

Hundeboxen

Schlechte Erfahrungen

Interessante Schautafeln laden zum besseren Verstehen und Nachdenken ein. Lesen, beobachten und auch geduldiges Warten an den einzelnen Beobachtungspunkten lassen die Zeit vergehen.

Der Rundweg füllt sich mit vielen Familien, ausgestattet mit Boller- und Kinderwägen, lachend, rufend, schreiend, lärmend…
Uns wird klar, bei diesem Tohuwabohu können wir unsere Wunschvorstellungen von Tierbeobachtungen komplett abschreiben. Unvereinbare Ereignisse.

Interessante Schautafel am Luchsgehege: z.B.: Standorte für Fotofallen

Und, Und, Und:

so kommt es wie es kommen muss, auf dem ganzen 7 km langen Weg sehen wir kein einziges Tier der „Big Six“. Alles oder Nichts. Kein einziges Foto.

Und wir können die Wildtiere gut verstehen.
Und wir können die großen Gehege nur lobend hervorheben, sie bieten wirklich Rückzugsbereiche für die Tiere.
Und ich kann all die Kinder verstehen, die auch nichts sehen und entsprechend quengeln, schreien und schlicht überfordert sind.

Nur das eine bedingt das andere.

Es kommt mir die Multiplikationsregel für unabhängige Ereignisse (Wahrscheinlichkeitstheorie) in den Sinn. Die Wahrscheinlichkeit bei diesen Ereignissen/Rahmenbedingungen nichts zu sehen liegt bei 100%. Meine Stimmung dagegen ist am Nullpunkt angelangt, meine Geduld am Ende.

Zeitsprung: Annäherung

Drehen wir nun die Uhr wieder, kurz vor das „Indianer-Einstiegserlebnis“, vor.

Ausgestattet mit dem Wissen unseres 1. Besuches erreichen wir am selben Tag, gegen 21:00 Uhr den NP. Der Parkplatz ist leer. Niemand steht am Informationspunkt. Niemand unterwegs. Keine Hunde weit und breit.

Es ist eine dieser unglaublichen Sommernächte, warm, klarer Himmel, Sonnenuntergang um 21:30 Uhr, kurz vor Vollmond.

In bester „Indianer“ Manier

leicht gebückt, in voller Körperspannung und…

Grundsätzlich werden nur wenige Menschen die Chance bekommen, einen Luchs in der freien Natur zu beobachten. Für seinen Lebensraum gilt: Je mehr Versteckmöglichkeiten die Landschaft bietet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass darin ein Luchs lebt. Aber auch, dass wir ihn nicht sehen. Luchse sind Einzelgänger und nutzen sehr große Gebiete.

Das Gehege für die Luchse ist riesig und hat 3 Möglichkeiten für Beobachtungen – mein „Ziegenproblem“. Meine Kriterien für die richtige Auswahl: bester und umfassendster Rundblick, optimales Licht, Beobachtungspunkt ohne Splittgeräusche erreichbar, tagsüber erkennbare Trittsiegel.

Marshmallow Effekt

Als sollten wir auch für den ersten erfolglosen Versuch entschädigt werden:

Gleich 2 Luchse auf einen Streich

Wahrlich der Marshmallow Effekt in Vollendung.

Der Eurasische Luchs oder Nordluchs (Lynx lynx) ist die größte Wildkatze Europas, nach Bär und Wolf der drittgrößte Beutegreifer Europas. Einem Luchs in freier Wildbahn zu begegnen, ist ein sehr seltenes Glück, jedes einzelne Tier ist von ganz besonderer Bedeutung.

Wir sind fasziniert von dieser geschmeidigen, kraftvollen Katze mit dem Hauch ins Geheimnisvolle. In unzählige Mythen und Sagen – neben Wolf und Bär – spielt dieser Beutegreifer eine gewichtige Rolle. In Edelmetall gefasste Krallen halfen in der abergläubischen Volksmedizin gegen Albträume und Epilepsie.

Der Luchs ist ein Meister der Tarnung

Die Färbung des Haarkleides variiert je nach Jahreszeit und ist mit Blick auf die Fleckung völlig individuell. Deshalb werden bei Fotofallen immer 2 Kameras eingesetzt um einen Luchs beidseitig/eindeutig erkennen zu können. Sein Fell ist im Sommer eher rötlich bis gelbbraun und im Winter graubraun. Das Winterfell schützt den Luchs mit einer dichten Unterwolle und langen, darüber fallenden Grannenhaaren. Sein dichtes Fell, kombiniert mit seiner Hochbeinigkeit und den breiten Pfoten ermöglicht es dem Luchs, auch bei Schneelagen seine Beutetiere zu erlegen.

Sein Pfotenabdruck ist dreimal so groß wie der einer Hauskatze. Die Fährte des Luchses zeigt keine schnurgerade Linie wie beim „schnürenden“ Fuchs. Das Trittsiegel ist beim erwachsenen Luchs etwa „handtellergroß“ und zeigt in der Regel keine Nägel (Krallenabdrücke). Der wichtigste Unterschied zu den Fährten von Fuchs, Hund oder Wolf, die (fast) immer Krallenabdrücke zeigen.

http://www.luchs-in-hessen.de/merkblatt_luchsspuren.pdf

Jäger berichten, dass ein Luchs nicht gleich los läuft wenn Menschen sich nähern und so gerade durch die Bewegung auf sich aufmerksam macht. Im Vertrauen auf seine perfekte Tarnung wartet er erst einmal ab. Zum Beispiel hielt ein im Wald angetroffener Luchs an, setzte sich und senkte seinen Kopf -und war verschwunden! Ein Luchs, der sich im Wald befindet und sich auf diese Weise unsichtbar macht, ist kaum zu entdecken.

Ganz langsam nur kehrt der Luchs in unsere Wälder zurück. Nennenswerte Bestände gibt es bislang nur im Harz und im Bayerischen Wald. Auch scheint er „bequeme“ Wege vorzuziehen und läuft oft kilometerweit Forststraßen entlang.

Für den Menschen stellt der Luchs keine Gefahr dar. Es gibt keine wissenschaftlich nachgewiesene Angriffe auf den Menschen. Umgekehrt dagegen schon. Der vor kurzem auf der B12 getötete Luchs ist bereits der fünfte, der in den vergangenen zwei Jahren auf genau diesem Streckenabschnitt dem Autoverkehr zum Opfer fiel. Und immer wieder werden Tiere im Bayerischen Wald außerhalb des Nationalparkgebiets einfach abgeschossen.

„Augen wie ein Luchs“

Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan des Luchses. Nach vorne orientiert, mandelförmig geschnitten, goldgelb, gelbbraun oder ockerbraun. Sie sind etwa sechsmal so lichtempfindlich als die Augen des Menschen, und ermöglichen eine Jagd während der Dämmerung und in der Nacht. Typisch für die Familie der Katzen ist die „Reflektorschicht“ hinter der Netzhaut, die für eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit sorgt. Sie ist auch für die „leuchtenden“ Augen verantwortlich, wenn eine Katze ins Licht blickt – oder ein Luchs entsetzt in eine Fotofalle schaut. Über das Sehvermögen des Luchses gab es früher wunderliche Vorstellungen: So berichtet Konrad von Megenburg Mitte des 14. Jahrhunderts, ein Luchs könne durch Wände sehen.

„Funkler“

Auch sein Name selbst rührt wohl von seinen Augen her, vom indogermanischen „leuck“ für leuchten.

Ohren wie ein Luchs – Meister „Pinselohr“

Der Luchs hat ein phantastisches Hörvermögen. Die Haarpinsel an den spitzen, deutlich dreieckigen Ohren sind bis zu fünf Zentimeter lang und verstärken die Fähigkeit, kombiniert mit dem ausgeprägten Backenbart, Lautquellen zu orten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Luchse das Rascheln einer Maus noch aus einer Entfernung von 50 Metern wahrnehmen, ein vorbeiziehendes Reh noch 500 Meter entfernt hören können.

So kann ich wieder anknüpfen an die „gesplitteten Wege“. Ein Luchs hört diese Geräusche bestimmt kilometerweit und kann so rechtzeitig seine Vorsichtsmaßnahmen einleiten.

Leibspeise

Der Luchs hat im Ökosystem die Rolle des Beutegreifers. Er steht an der Spitze der Nahrungspyramide und beeinflusst – sofern er in ausreichender Zahl vorhanden ist – die Population seiner Beutetiere.

Der Luchs ist ein Überraschungsjäger, der seiner Beute nach Katzenart meist auflauert. Das Beutetier, meist größer als der Jäger selbst, wird durch einen Kehlbiss getötet. In Mitteleuropa ernährt sich der Luchs hauptsächlich von Rehen. Er schlägt aber auch andere Säugetiere und Vögel. Zu seinem Riss kehrt der Luchs mehrere Tage lang immer wieder zurück.

Erstaunlich wenig ausgeprägt ist dagegen ihr Geruchssinn.

Luchse haben – wie andere Katzen auch – kein verknöchertes Zungenbein wie etwa der Löwe. Sie können daher nur miauen, heulen und schreien (und schnurren wie unsere Hauskatzen), aber nicht brüllen wie ein Löwe.

Geduld haben

Viele Menschen tun sich schwer damit: Tierbeobachtungen  und das fotografieren von Tieren erfordern diese Fähigkeit in besonderem Maße. Geduld ist die Fähigkeit zu warten.

Geduld hat viele Namen: Ob Selbstkontrolle, Ausdauer, Frustrationstoleranz. Geduld zu besitzen, bedeutet aber noch mehr. Wissenschaftler sind sich einig: Neben Intelligenz und Talenten ist Geduld ein wesentlicher Schlüssel für den beruflichen und Lebenserfolg. Wer sich gedulden und spontanen Impulsen widerstehen kann, verdient meist mehr, lebt gesünder und ist obendrein glücklicher…

Auch in der Psychologie ist das Phänomen der Geduld schon lange als Fähigkeit zum sogenannten Gratifikationsverzicht bekannt. Es geht zurück auf ein inzwischen legendäres Experiment an der Stanford Universität. Die Fähigkeit zum Gratifikationsaufschub war als veritable Erfolgseigenschaft erkannt – die möglicherweise noch wesentlicher wirkt als Intelligenz. Bekannt unter dem Namen: Marshmallow-Effekt.

Die Basis geduldig zu sein wird schon im Kindesalter gelegt, das Vorbild der Eltern spielt eine wichtige Rolle. Geduld lernen ist Impulskontrolle, Konsumverzicht und ein Mittel gegen ad-hoc- Entscheidungen.

Wir brauchen eine Reduktion der Komplexität des Alltags, die Fähigkeit sich auf das wesentliche zu konzentrieren, einfach Geduld haben.

Im Nationalpark Lusen können wir unsere Geduld hervorragend üben, es warten eine Menge Luchs-, Wolf-, Bär-, Wisent-, Elch-, und Hirsch- Marshmallows auf uns.

Ökologischer Fußabdruck

Alle verfügbaren Statistiken beweisen es: wir lassen es als Verbraucher, Autofahrer und Vielreisende klimatechnisch ziemlich krachen. Wir leben anders, als wir wählen, fühlen und über Nachhaltigkeit reden.

Nicht nur das „Trittsiegel“ des Luchses sollte bei Deinen Reiseüberlegungen eine Rolle spielen. Auch Dein „Fußabdruck“ entscheidend über den Verbrauch der ökologischen Ressourcen unserer Erde.

– Wir brauchen für dieses Erlebnis weder eine Flugreise noch ein Kreuzfahrtschiff. Der Nationalpark ist mit Bahn und Bus zu erreichen.

– Die Fahrten innerhalb des gesamten Gebietes können zwischen Mai/ Oktober problemlos ( und je nach Voraussetzung Gästekarten) kostenlos mit dem IGEL-Bus durchgeführt werden:

https://www.ostbayernbus.de/ostbayernbus/view/angebot/buslinien/igelbusse.shtml

Nachhaltig geführte Hotels:

https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Nachhaltiger-Urlaub/Nachhaltige-Unterkuenfte

Das regionale Angebot an Speisen und Getränke erfüllt alle Anforderungen an nachhaltig erzeugte Bio-Lebensmittel.

Wir haben es selbst in der Hand.

 

 

Weiterführende Tipps und Links

Ausgangspunkt: Naturparkzentrum Lusen

Herzstück des Nationalparkzentrums Lusen ist das HANS-EISENMANN-HAUS. Informativ, interaktiv und imposant führt die Dauerausstellung „Wege in die Natur – Eine Geschichte von Wald und Menschen“ in die Geheimnisse des Nationalparks Bayerischer Wald ein.

https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/besucher/einrichtungen/npz_lusen/index.htm

Das Tierfreigelände ist das ganze Jahr über geöffnet, kein Eintritt, Parkgebühren fallen an, das Zentrum ist aber problemlos mit dem (kostenlosen) Igelbus zu erreichen.

Gleich in der Nähe sind noch der Bauwipfelpfad, Eintritt (Betreiber: Erlebnis Akademie AG, Bad Kötzting) und das Pflanzen- und Gesteinsfreigelände, Eintritt frei.

Geländeplan

https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/besucher/einrichtungen/npz_lusen/doc/uebersichtskarte_npz_lusen.pdf

Informationen zu den Luchsen

https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/forschung/projekte/luchs_monitoring.htm

Interessante Broschüre zur Forschung im Nationalpark

https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/service/downloads/doc/broschuere/forschungsbroschuere_ba.pdf

 

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