Müßiggang in Mexiko: Kein Stress auf der Isla Holbox

Isla Holbox – Heimat des Müßiggangs

Marie vom Reiseblog worldonabudget berichtet aus Mexiko:

Auf der Isla Holbox (sprich: Olbosch) scheint Stress ein Fremdwort zu sein.

„Wie viel Uhr ist es?“ fragt Chris mich. Darauf kann ich ihm keine Antwort geben. Ich bin mir nicht mal sicher, welchen Tag wir haben. Sind wir bereits 5 Tage hier, oder doch schon länger? Auf der Isla Holbox vergisst man einfach die Zeit um sich herum. Alles geht seinen gemächlichen Gang und wir haben diesen bereits wenige Stunden nach unserer Ankunft adaptiert.

 

Zwei Fliegende und mehrere sitzende Pelikane auf der Isla Holbox.

 

Unsere Tage bestehen immer aus denselben Sachen: schwimmen, essen, ein bisschen rumlaufen. „Wie langweilig!“ würde ich normalerweise bei diesem immer gleichen Trott denken, doch das ist es irgendwie nicht. Tagtäglich beobachten wir die Pelikane auf ihrer Jagd, erfreuen uns an den bunten Häusern und essen hervorragende Köstlichkeiten.

 

Zentraler Platz/Marktplatz der Isla Holbox mit Golfcarts.

 

Statt Autos fahren hier Golfcarts über die Sandstraßen, die bei schlechtem Wetter gnadenlos überflutet sind. Doch auch das schlechte Wetter macht einem auf der Isla Holbox nichts aus und lässt uns nicht aus unserer Blase der Entspanntheit ausbrechen. Warum auch? Wir hatten eigentlich 4 Nächte auf der Isla Holbox eingeplant, diesen Plan warfen wir bereits am ersten Tag über Bord und verlängerten unseren Aufenthalt. So geht es vielen auf dem kleinen Eiland und oftmals erzählte uns einer, dass er eigentlich nur für ein paar Tage gekommen war, um nun festzustellen, dass er sich schon mehrere Wochen im Bann der Isla Holbox befand.

 

Marie auf einer überfluteten Straße auf der Isla Holbox.

Der Weg auf die Insel

Die Anreise von Cancún zur Isla Holbox verläuft ebenfalls sehr entspannt. Vom Busterminal im Centro nehmen wir einen Mayab-Bus, die Zweite-Klasse-Buslinie von Ado, und fahren nach Chiquilá. Der Bus ist sehr komfortabel und nach gerade mal 3 Stunden erreicht man bereits den kleinen Hafenort. Praktischerweise befindet sich die Bushaltestelle direkt am Hafen mit der Fähre, die einen auf die Isla Holbox bringt. Die Fahrt von Chiquilá nach Holbox dauert nicht länger als 30 Minuten und kostet 120 Pesos (ca. 6 €) pro Person. Es empfiehlt sich genügend Bargeld auf die Insel mitzunehmen, da die Möglichkeiten Geld abzuheben auf der Isla Holbox und in Chiquilá begrenzt oder nicht vorhanden sind.

Unterkunft und Verpflegung

Chris vor unserer Unterkunft, dem Golden Paradise Hostel, auf der Isla Holbox.

 

Untergekommen sind wir im Golden Paradise Hostel, das ziemlich komfortabel ist. Wir beziehen ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Klimaanlage und Ventilator sowie einer gut ausgestatteten Gemeinschaftsküche. Unser Zimmer wird täglich gereinigt und das Personal ist superfreundlich. Der ganze Spaß ist für die Isla Holbox auch sehr erschwinglich (Zimmer für 25 Euro die Nacht). Das kunterbunte Tribu Hostel soll ebenfalls eine gute und günstige Adresse sein, welches bei unserer Ankunft jedoch schon ausgebucht war.

 

Das Frühstücks-Restaurant Le Jardin auf der Isla Holbox.

Für unser Budget erwies sich die Gemeinschaftsküche als ein wahrer Segen, denn die Isla Holbox ist nicht wirklich eine günstige Destination. Einkaufsmöglichkeiten gibt es mittlerweile zahlreiche und auf dem kleinen Markt im Zentrum des Dörfchens kann man frisches Obst und Gemüse erwerben. Natürlich konnten wir den zahlreichen Restaurants nicht komplett widerstehen. Besonders das erfrischendeCeviche, eine Art Fischsalat mit Koriander, Zwiebel und Limette ist ein Gedicht. Jedes Restaurant, das wir besuchten (Viva Zapata, Raices, Mosquito Bar sowie eine Bude am Markt) war hervorragend. Leckeres Frühstück und ausgezeichneten Kaffe bekommt man bei Le Jardin.

Aktivitäten auf der Isla Holbox

Wem der Sinn nach ein bisschen mehr Action steht, der kann zahlreiche Tourangebote wahrnehmen. Von Island Hopping, Kajak fahren durch Mangroven, über Fischen bis hin zum Schnorcheln mit Walhaien (von Mitte Mai bis Mitte Septemer) kann jeder sein perfektes Abenteuer suchen.

 

Marie bei der Fahrradtour auf der Isla Holbox.

 

Wir kamen leider nicht dazu eine Tour zu machen, da wir mit schwimmen, essen und ein bisschen rumlaufen beschäftigt waren und ich schon wieder mit einer Mittelohrentzündung zu kämpfen hatte.

Auch Fahrräder oder Golfcarts kann man sich ausleihen, um einen Teil der gerade mal 42 km langen Insel erkunden zu können. Sandwege sind eigentlich überall vorhanden. An unserem letzten Tag packte uns dann doch ein Hauch eines Entdeckergeistes und wir liehen uns Fahrräder für 20 Peso die Stundeaus. Weit kamen wir trotzdem nicht, da die Wege teilweise noch knietief unter Wasser standen. Eine kleine Erkundungstour lohnt sich aber allemal, da man in den Genuss kommt menschenleere Strände, verwunschene Mangroven und bei viel Glück sogar Flamingos zu entdecken.

Ein unberührtes Paradies?

Boot am karibischen Traumstrand auf der Isla Holbox.

 

Ein Geheimtipp scheint die Isla Holbox schon lange nicht mehr zu sein.

Touristische Infrastruktur findet sich in Hülle und Fülle. Von höherklassigen Hotels bis zu einfachen Hosteln finden sich zahlreiche Unterkünfte und ebenso zahlreiche Restaurants auf den wenigen Straßen wieder. Restaurants und Unterkünfte sind vergleichsweise teurer als in anderen Ecken der Yucatan-Halbinsel. Doch auch dieser Dämpfer kann der fröhlichen Aura des Dörfchens nichts anhaben. Liebevoll bemalte Häuser und wahre Streetart-Kunstwerke sieht man an jeder Ecke. Hippieboutiquen reihen sich an Strandbars mit Happy Hour Angeboten und abends legt im Hot Corner ein ziemlich guter Elektro-DJ auf.

 

Streetart Mädchen auf der Isla Holbox.

 

Streetart Fischer auf der Isla Holbox.

 

Streetart Hase Isla Holbox.

 

Streetart Oma Isla Holbox.

 

Steetart Flamingokoenigin Isla Holbox.

 

Steetart Sonne Isla Holbox.

 

Danke an Marie vom Reiseblog worldonabudget für diesen Gastbeitrag!

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