Indien: Was Du über die Strände von Goa wissen solltest

Indien - Goa und seine Strände - Bild copyright Chris vom Blog mogroach

 

Indische Bürokratie

I wanna be a hippie..!

Wieder ein Gastbeitrag von Chris, der den Blog mogroach – Leben im Koffer – betreibt.

Der Flughafen in Goa – unendliche Geduld wird benötigt. Wir schreiben das Jahr 2015 und es gibt neuerdings Visa on Arrival. Das klingt so prima, dass ich das gleich mal testen musste. Hätte ich gewusst, dass ich nach der Landung drei Stunden benötige bis ich endlich indische Luft schnuppern kann, hätte ich vorher doch Visum beantragt.

Nicht, dass man im Flugzeug schon zwei Zettel ausfüllen muss, mit Angaben zum Urlaubsort, Adresse, Telefonnummer und so weiter. Da muss man schon kreativ werden, wenn man als Backpacker gar keine Unterkunft gebucht hat. Aber was füllt man nach der Landung und dem Fiebermessung erneut aus? Genau diese zwei Zettel noch einmal und dann heißt es anstellen an den Schaltern fürs Visa on arrival, wo bereits hunderte Urlauber aller möglichen Herkunftsländern warteten um den scheiß Stempel zu erhalten.

Dauert halt, bis alle ihre Fingerabdrücke gescannt haben. Geduld ist eine Tugend – es war meine erste indische Prüfung, die es galt zu bestehen. Und draußen wartete mein Partner geduldig mit einer Coke auf mich. Den Indern an den Schaltern darf man da allerdings keinen Vorwurf machen. Eher den Urlaubern aus aller Herkunftsländern, die sich ohne Anstand vordrängen und ewig mit den Schalterindern diskutieren müssen. Manchmal hasse ich einfach doofe Menschen.

Der Druckspüler: Das Grauen hat einen Namen

Fix und alle verließ ich nach einer Ewigkeit endlich den Flughafen. Im Urlaub angekommen fühlte ich mich noch lange nicht. Ich realisierte erst am nächsten Tag, dass ich hier im Urlaubsparadies bin, das mich erst einmal völlig überforderte. Neues Land, neue Sitten. Immer dran denkend, nicht mit der linken zu Hand zu essen, die gilt als unrein. Warum, weiß man, wenn man den „Druckspüler“ zum Popöchen sauber machen kennenlernt und sich mit diesem anfreunden muss. Um die Skepsis hier vorweg zu nehmen: Es ist gar nicht so schlimm und man gewöhnt sich schnell daran. Zu Hause vermisst man das Teil dann sogar.

Palolem – ein kleines Träumchen

In Palolem verliebt man sich gleich. Zumindest ging es mir so. Palolem Beach mit seinen Palmen, mit seinen einfachen Holzhütten direkt am Meer, das Angebot an chilligen Bars und Restaurants unendlich. Beim Essen abends vom Meeresrauschen begleitet, der Blick auf die dunkle See… in Indien bezahlbar.

In Palolem wird es einem nicht langweilig. Die Straßen voller kleiner Geschäfte, jede Menge günstige Massageangebote, eine tolle Natur (wenn auch leider vermüllt)… der Geruch vom eben diesem verbrannten Müll auf offener Straße… die vielen kleinen Garküchen… in Palolem kann man dennoch entspannen und man wird mit einem Urlaubsgefühl belohnt, das einen nicht mehr loslässt. Es ist einfach anders.

Palolem Beach

Palolem Beach war unser der Ausgangspunkt, wo wir in unserer „Honeymoon-Suite“ in einer einfachen Holzhütte auf Stelzen mit Meerblick nächtigten. Wir sind von dort aus meist mit dem Roller von einem Strand zum Nächsten. Palolem Beach wirkt wie man sich eine Strandpromenade eben vorstellt. Geschäfte, Bars, Resorts am gesamten Strand entlang. Nachtleben garantiert, aber dennoch ruhig und man kann ewig am Strand spazieren gehen.

Bildergalerie Palolem - MOGROACH

Bildergalerie von Palolem – Klick zum Öffnen

Butterfly Beach

Der Strand liegt in einer kleinen Bucht nahe Palolem und jeder schwärmt von diesem Strand. Von Palolem aus, werden Bootstouren hin angeboten. Aber das wäre ja unspektakulär gewesen. Also haben wir haben uns ein Kajak geliehen und sind los gepaddelt. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir den sagenumwobenen Butterfly Beach erreicht und nach einer halben Stunde wieder verlassen. Zu viele Touris, die mit den Booten angeschippert werden und zu viel Müll, die eben diese Touris dort am Strand einfach liegen lassen. Ging gar nicht!

Cola Beach, Goa

Der Bilderbuchstrand mit sehr steil abfallendem Ufer, teils grober schwarzer Lavasand, hat eine Lagune mit Süßwasser, die aus einem Fluss gebildet wird. Er ist unterteilt in Little Cola Beach im Norden und Cola Beach im Süden. Das Restaurant und die Strandhütten, bzw Zelte sind schon ziemlich teuer. Schön anzusehen ist er allemal.

Cola Beach Galerie - MOGROACH

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Cabo de Rama Beach, Goa

Der schönste Strand ist definitiv Cabo de Rama Beach. Einsam und idyllisch. Ein Träumchen wie aus dem Bilderbuch. Und nicht weit von Palolem Beach entfernt.

Bildergalerie Cabo de Rama Beach - MOGROACH

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Agonda Beach

Agonda Beach ist ein kleiner Strand der südlichen Region Goas. Er hat ein gemütliches Flair und ist weniger überladen von Resorts und großer Party-Szene als die nördlichen Strände wie Morjim, Anjuna, Baga, Calangute.Es gibt viele nette Cafés und kleine Shops und mit dem Scooter kann man einfach und schnell die Gegend sowie die Nachbarstrände Palolem und Patnem erkunden. Ausserdem gibt es hier einen der wenigen Multi-Geocaches ( „Agonda“ GC26WWV ) in Indien. Zwar total nervig, weil man nicht durchsteigt, was der Owner genau von Einem will, wird am Final aber mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Bildergalerie Agonda Beach - MOGROACH

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Anjuna Beach

Die letzten vier Tage unseres Urlaubes ging es zuerst nach Anjuna. Wir musste den Kerl suchen, dessen Roller mein Freund schon seit fast sechs Wochen ausgeliehen hatte (unbezahlt wohlgemerkt) und wir schon auf der Fahndungsliste standen. So wurden wir bei einer unserer Ausflüge von TukTuk-Fahrern angesprochen, die wohl den Auftrag bekamen, nach dem Roller Ausschau zu halten. Wir haben den Kerl auch tatsächlich wieder gefunden und er freute sich meinen Freund und seinen Roller wieder zu sehen. Wartete doch schon der nächste, der den Roller leihen wollte. Ohne vorherigen Check, mein Freund ist ja auch nur tausende Kilometer mit dem Teil durch halb Indien gefahren. Aber mehr dazu in seinemReisebericht.

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Hippieparadies

Mandrem, Kalacha & Arambol Beach

Uns wurde der Mandrem Beach empfohlen und das war genau das Richtige für die letzten Tage. Mandrem ein kleiner Strandabschnitt neben dem bekannten Arambol Beach, wo zum Sonnenuntergang immer die hängengebliebenen Hippies ihre Party mit Trommeln, Musik und Yoga starten. Absolut sehenswert ist dies auf jeden Fall und macht eine Menge Spaß den „Hippies“ zuzusehen. Wenn ihr Ruhe sucht, quartiert euch am Mandrem Beach ein und nutzt die paar Meter zum Arambol Beach als Abendspaziergang. Vergesst nicht den Sonnengruß vorher zu üben.

Bildergalerie Arambol Beach - MOGROACH

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Bildergalerie Mandrem Beach - MOGROACH

Bildergalerie Mandrem – Klick zum Öffnen


Danke für diesen Gastbeitrag von Chris, der den Blog mogroach – Leben im Koffer – betreibt.

 

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